Zwischen Anpassung und Verweigerung PDF

Sie sind einem Link gefolgt, der Sie automatisch zwischen Anpassung und Verweigerung PDF soll. Wenn Sie nicht automatisch weitergeleitet werden, klicken Sie bitte hier. Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel. Die Theorie setzt den konzeptuellen Bezugsrahmen für die Psychodynamische Pflege, das der peplauschen Theorie zugeordnete Pflegemodell, welches vorrangig in der psychiatrischen Pflege eingesetzt wird.


Författare: Ingrid Bohn.

Die deutsche St. Gertruds Gemeinde in Stockholm nahm als deutschsprachige Gemeinde innerhalb der schwedischen Kirche eine privilegierte, zur Zeit des Nationalsozialismus aber auch umstrittene Stellung ein. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Frage, welche Wirkungen die Veränderungen, die sich mit der nationalsozialistischen Machtübernahme in Deutschland ereigneten, auf das Dasein der Gemeinde ausübten und auf welche Weise sie die daraus entstandenen Identitäts- und Loyalitätskonflikte bewältigte. Am Beispiel dieser Gemeinde werden die Wechselwirkungen zwischen kirchlichem und politischem Geschehen im Kontext der wechselhaften Beziehungen zwischen Deutschland und Schweden sowie die Abhängigkeiten kirchlich-theologischen Denkens und Handelns von politischen Grundhaltungen aufgezeigt.

Ausgangspunkt der Theorie ist die Beziehung zwischen Pflegekraft und der gepflegten Person innerhalb einer Pflegesituation, welche die alltäglichen Schwierigkeiten des Lebens widerspiegelt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Interaktion zwischen den Beteiligten und der Bestimmung der dieser Beziehung zugrunde liegenden Strukturen. Peplaus Theorie kommt im Zusammenhang mit dem pflegegeschichtlichen und gesellschaftlichen Kontext der 1950er-Jahre eine besondere Bedeutung zu. In dieser Zeit entstanden, basierend auf den Entwicklungen in der Medizin und des allgemeinen Fortschrittglaubens, die ersten modern konzipierten Krankenhäuser. Peplaus analytische Arbeit wurde vor allem durch Erich Fromm beeinflusst, bei dem sie während ihres Studiums einige Kurse belegte. Pflegetheorien, die auch als konzeptionelle Pflegemodelle bezeichnet werden, beschreiben nicht die tatsächliche praktische Pflege oder ihren Zustand, sondern stellen das individuelle Verständnis von Pflege an sich dar.

Innerhalb der Pflegewissenschaft und -forschung werden verschiedene Klassifikationssysteme verwendet, in denen die Einteilung in eine Modellgruppe Rückschlüsse auf die Art einer Theorie zulässt. Nach dem pflegewissenschaftlichen Aspekt lassen sich die Pflegetheorien in vier Paradigmen einteilen. Sie werden in ihrer Gesamtheit als Metaparadigma der Pflege bezeichnet und umfassen die Bereiche Mensch bzw. Mensch Der peplauschen Theorie liegt ein ganzheitliches Menschenbild zugrunde, das heißt, der Mensch wird als einzigartiges, individuelles Wesen wahrgenommen und nicht auf die Funktion seiner Organe reduziert. Die zwischenmenschlichen Beziehungen des Individuums, die Teil seiner Existenz sind und diese beeinflussen, werden durch verschiedene innere und äußere Umstände gesteuert. Nach Peplau steht die Beziehung zwischen Pflegendem und Gepflegtem im Zentrum einer Pflegesituation.

Ausgehend von der Grundannahme, dass jeder Mensch immer einen Reife- und Bildungsprozess und ein Höchstmaß individueller Produktivität anstrebt, gilt dies auch für die beiden sich in der Pflegesituation befindlichen Interaktionspartner. Diese Grundannahme gilt gleichbedeutend für den Pflegebedürftigen und die Pflegekraft, obwohl beide unterschiedliche Rollen in der Situation einnehmen. Daraus folgt, dass beide in einer gelungenen Pflegesituation durch den wechselseitigen Austausch lernen und reifen. Peplau fordert, im Gegensatz zu dem vorherrschenden Rollenbild der 1950er-Jahre, einen emotional bedeutsamen Austausch zwischen den Interaktionsteilnehmern. Lernen innerhalb der Pflegesituation ist der Pflegekraft und dem Gepflegten in gleicher Weise möglich. Voraussetzung ist, dass sich die Pflegekraft ihrer Rolle bewusst ist und die Rolle wechseln kann, um den Patienten das Erlernen neuer Verhaltensweisen zu ermöglichen.

Sie muss auch erkennen, wann die Beibehaltung einer Rolle zur Verminderung der Angst beim Gepflegten führt. Die von Peplau beschriebenen vier Phasen der Interaktion zwischen Pflegeperson und Patient beschreiben die günstigste Entwicklung einer interpersonalen Beziehung zwischen Pflegebedürftigem und Pflegekraft. Die Phasen sind nicht isoliert zu betrachten, sondern können sich teilweise überlappen. In der Orientierungsphase versucht die Pflegeperson gemeinsam mit dem Gepflegten das Pflegeproblem einzuschätzen und zu identifizieren. Weiterhin geht es darum, dass der Pflegebedürftige seinen Zustand wie auch die Hilfsbedürftigkeit erkennt und versteht. Die Pflegeperson übernimmt die Rolle des Zuhörers und Beraters.