Zurück in die Zukunft des Kapitalismus PDF

Wie bin ich geworden, wer ich bin? Studiendekan der Philosophischen Fakultät der Universität Bonn und Akademischer Direktor am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie, Lennéstraße 25, 53113 Bonn. Ein Blick zurück nach vorn Nein, politische Zurück in die Zukunft des Kapitalismus PDF zur Stabilisierung und zum Zusammenhalt von freiheitlichen Gesellschaften lassen sich nicht verordnen, erst recht nicht staatlicherseits erzwingen.


Författare: Andrea Salzburger.

Polen – Krakau im Jahre 2000. An der Zeitenwende. Ein ehemaliges Bruderland löst sich seit nunmehr einem Jahrzehnt aus den Fesseln der Komuna. Polen ist darum bemüht, in eine tausendjährige, vornehmlich westeuropäisch dominierte Kontinuität zurück zu finden, um die alten Gespenster ein für alle Mal zu bannen. Gemäß seiner historischen Tragik hat dieses Land bereits zahlreiche Ausbeutungswellen über sich ergehen lassen und kann doch nicht anders, als dem hoffnungsfrohen Aufruf in die Zukunft zu folgen. In dieser Feldforschung wirft die Autorin Schlaglichter auf die aktuelle Befindlichkeit der Polinnen und Polen im Kontext der EU-Osterweiterung und verpflichtet sich dabei einem Analyseansatz "von unten".
Aus dem Inhalt: Transformationslogik und Weltwirtschaft – Weltsystemtheorie und Systemalternative bzw. -konkurrenz – WTO-Regime – Neoliberalismus – Kolonialismus – Kommerz, Konsum und Warenproduktion – Arbeitslosigkeit – Sozialer Verfall – Verelendung – Konkurrenzdruck.

Die politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen, mit denen sich Deutschland heute konfrontiert sieht, sind groß. Während die Zahl der Bürger, die als arm gelten, über Jahre gestiegen ist, verfügt ein prozentual kleiner Anteil der Bevölkerung von zehn Prozent inzwischen über zwei Drittel des Privatvermögens in Deutschland. Es geht mithin um das Wertefundament, welches die in der Verfassung niedergelegten Grundsätze zum Staat-Bürger-Verhältnis zugleich stabilisiert und transzendiert. Jenem Fundament, dessen Ausgestaltung sich in der Antike Cicero, im Mittelalter unter anderem Thomas von Aquin und in der Neuzeit Émile Durkheim, Talcott Parsons, Friedrich August von Hayek, Jürgen Habermas und Robert Bellah bereits mit je unterschiedlichen Akzenten gewidmet haben.

Warum und weshalb zu diesem Zeitpunkt? Staat kein Geld mehr hatte und die Reformagenda 2010 eines rhetorischen und symbolischen Überbaus bedurfte. Kennedys patriotische Wendung „Frag’ nicht, was dein Land für dich tun kann, sondern was du für dein Land tun kannst“ sinngemäß gut geeignet. Die Ironie der Geschichte: Mit Schröder setzte ausgerechnet einer der seinerzeit vehementesten Kritiker jener vermeintlich neokonservativen Tendenzwende Kohls unter veränderten Rahmenbedingungen und unter der selbstbewussten Etikettierung des Patrioten einen umfassenden politischen und gesellschaftlichen Prozess in Gang, dessen Resultate auch Jahre später noch nicht vollständig absehbar, wenn auch in ersten Konturen erkennbar sind. Entscheidend ist, dass sich Ton und Tenor in der politischen und gesellschaftlichen Debatte um das Selbstverständnis der Bundesrepublik und um die Frage, was diese jenseits von Institutionen, Verfahren, Beiträgen und Quoten zusammenhält, verändert haben.