Wiener Typen PDF

Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel. Nach einer langen Planung für den Bau eines im Tunnel geführten Schienenverkehrsmittels wurde Ende des 19. Jahrhunderts die zunächst mit Dampflokomotiven betriebene Wiener Stadtbahn eingerichtet, wiener Typen PDF aus der Vorortelinie, der Gürtellinie, der Wientallinie, der Donaukanallinie und der Verbindungsbahn.


Författare: Sándor Békési.
Lavendelfrauen, Wäschermädel, Schusterbuben und Lemoni-Verkäufer – Wiener Typen üben seit Jahrzehnten große Anziehungskraft aus und gelten als Objekte der Sehnsucht nach der „guten, alten Zeit“. Als „Wiener Typen“ bezeichnet man populäre Bildserien mit stereotypen Darstellungen von Straßenhändlern und anderen als „volkstypisch“ geltenden Figuren. Sie zirkulierten als Kupferstiche und Fotografien, waren aber auch beliebte Sujets im Feuilleton und Wienerlied.
Vorläufer für das Genre der „Typen“ waren die ab dem 18. Jahrhundert in ganz Europa populären „Kaufrufe“. Diese stellten vor allem mobile Händler und Handwerker dar, die ihre Waren und Dienstleistungen mit standardisierten Rufen im Straßenlärm anpriesen. Der Blick auf sie war meist ein verklärender; die schweren Lebens- und Arbeitsbedingungen blieben ausgeblendet. Das Buch beinhaltet die wichtigsten Bildserien aus der reichen Viennensia-Sammlung des Wien Museums – konfrontiert wird die Ebene der Klischees mit der Realität von Migration, Kinderarbeit oder ethnischer Typisierung.

Teile von Ghegas Plänen wurden später Wirklichkeit. Planungen für eine unterirdische Eisenbahn in Wien lassen sich bis in die 1840er Jahre zurückverfolgen. Seitdem gab es zahlreiche Pläne und Konzessionsgesuche zur Errichtung eines solchen Projektes, sodass Wien als die Stadt mit den meisten U-Bahn-Planungen gilt. Aus dem Jahr 1844 datiert das Konzessionsgesuch des Ingenieurs Heinrich Sichrowsky mit der Idee einer atmosphärischen Eisenbahn nach dem System von Medhurst und Clegg. Dabei wären die Züge mittels der Luftpumpen stationär aufgestellter Dampfmaschinen auf pneumatische Weise voranbewegt worden.

Sichrowskys Ansinnen war der Startpunkt für eine Reihe von Plänen, die allerdings zumeist nicht die Zustimmung erhielten und damit nicht umgesetzt werden konnten. Eine weitere Welle von Projekten des öffentlichen Nahverkehrs entwickelte sich im Zeichen der Vollendung der Ringstraße. Die Strecke sollte jeweils teilweise als Hochbahn, im Tunnel verlegte Tiefbahn und im offenen Einschnitt führen. Halske eine Kleinprofilbahn mit drei Linien vor.

Der Bau scheiterte an der Sorge des Magistrats, das innerstädtische Geschäftsleben könne dadurch beeinträchtigt werden, zumal das Projekt zum ersten Mal überhaupt eine Untertunnelung des Stadtzentrums beinhaltete. Das Projekt verzögerte sich dadurch immer mehr, sodass seine Ausführung als vertragsbrüchig eingestuft wurde und dessen Konzession 1886 per Erklärung erlosch. Sie begannen nun von staatlicher Seite selbst mit der Planung einer Stadtbahn. Als Beirat für die künstlerische Ausgestaltung zog man den Architekten Otto Wagner heran, der zahlreiche Stationen im Jugendstil errichten ließ.