Wahlen als Gefahr für den Kapitalmarkt? PDF

Dieser Artikel existiert auch als Wahlen als Gefahr für den Kapitalmarkt? PDF. Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel. Verfassung des Deutschen Reiches vom 11. Abschnitt der deutschen Geschichte von 1918 bis 1933 bezeichnet, in dem erstmals eine parlamentarische Demokratie in Deutschland bestand.


Författare: Beni Meier.

Bisherige Studien, welche ökonomische und politische Fragestellungen kombinieren, basieren vorwiegend auf der Theorie des politischen Konjunkturzyklus. Dabei fanden mehrere Autoren signifikante Zusammenhänge zwischen politischen Wahlen und makroökonomischen Grössen wie den Staatsausgaben. Der Einfluss von Wahlen auf die Kreditwürdigkeit von Staaten und damit auch auf den Kapitalmarkt wurde hingegen noch nicht umfassend untersucht, obwohl die Bedeutung des Finanzmarktes im Zuge der Globalisierung massiv zugenommen hat. Die vorliegende Masterarbeit knüpft an dieser Stelle an und untersucht in 198 Industrie- und Entwicklungsländern zwischen 1990 und 2010, inwiefern Wahljahre die Kreditwürdigkeit eines Staates reduzieren. Die empirischen Analysen basieren auf Schätzungen mit Fixed-Effects-Modellen.

Die Weimarer Republik entstand im Zuge der Novemberrevolution. Nachdem zunächst der Rat der Volksbeauftragten die Regierungsgewalt ausgeübt hatte, wurde auf Beschluss des Reichsrätekongresses am 19. Die Geschichte der Weimarer Republik lässt sich nach der Gründungsphase in drei Abschnitte gliedern. In den Krisenjahren von 1919 bis 1923 hatte die Republik mit den unmittelbaren Kriegsfolgen, einer Hyperinflation sowie zahlreichen Umsturzversuchen und politischen Morden zu kämpfen. Die Republik hatte mehrere Strukturprobleme aus der Kaiserzeit geerbt, so die Wirtschafts- und Sozialordnung sowie die konfessionell geprägte Schulpolitik. Der Erste Weltkrieg hinterließ schwere ökonomische und soziale Lasten.

Da die demokratischen Politiker im Kaiserreich von der Führung der Staatsgeschäfte ausgeschlossen gewesen waren, stützten sie sich in Militär, Verwaltung und Justiz weiterhin auf das vorhandene Personal, das die republikanische Staatsform und die Demokratie jedoch weitgehend ablehnte. Auch große Teile der Bevölkerung lehnten bürgerliche Demokratie und Republik ab: Konservative und Rechtsextreme vertraten die Dolchstoßlegende, nach der nicht die kaiserliche, sondern die neue demokratische Regierung für die Kriegsniederlage und den als demütigend empfundenen Friedensvertrag von Versailles verantwortlich gewesen sei. Die Weimarer Verfassung galt zu ihrer Zeit als eine der fortschrittlichsten überhaupt. Versuch, eine liberale Demokratie in Deutschland zu etablieren. Die meisten politischen Parteien zur Zeit der Weimarer Republik hatten ihre ideologische Ausrichtung von ihren unmittelbaren Vorgängern im Kaiserreich übernommen und vertraten weitgehend die Interessen ihrer jeweiligen Klientel.