Theorien zur Gestaltung der modernen Organisation PDF

Fassung eines Theorien zur Gestaltung der modernen Organisation PDF für Das Archiv. Den Artikel in Gänze als pdf finden Sie hier. Was nicht in den Akten ist, ist nicht in der Welt. Die Sensibilisierung für diese Frage nach dem Individuum gehört zum Repertoire einer Geschichtswissenschaft, die auf der Suche nach Wirklichkeit präzisere Antworten finden will.


Författare: Matthias Rosner.

Ziel dieses Buches ist es, aus einer integrativen Sicht Vorschläge für eine zeitgemäße Ausrichtung der Unternehmensorganisation zu machen. Dazu werden Ansätze aus praktischer Philosophie, Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik, Organisationssoziologie, Organisationspsychologie und Evolutionstheorie vorgestellt. Ausgehend von einer unternehmensethischen Begründung werden die für eine humane Gestaltung des Arbeitslebens relevanten Organisationstheorien herausgearbeitet. Diese werden dann in Form von konkreten Gestaltungsprinzipien implementiert, die nicht nur der Humanisierung von Arbeit und der Verbesserung der Effizienz dienen, sondern auch dem aktuellen Wertewandel und wirtschaftlichen Trends entsprechen.

In diesem Zusammenhang waren Privatkorrespondenzen historisch bedeutsamer Persönlichkeiten schon immer ein beliebtes Objekt der Forschung. Die erste Veröffentlichung mit wissenschaftlichem Interesse am Thema stammt von Ortwin Buchbender und Reinhold Sterz . Unter dem Titel Das andere Gesicht des Krieges veröffentlichten sie Auszüge aus Feldpostbriefen. Grundlage bildete die Privatsammlung von Reinhold Sterz, die heute in der Landesbibliothek Stuttgart einzusehen ist. Nur wenige weitere Sammlungen dieser Art existieren, z. Eine erste Vermutung dafür ist, dass es sich bei Feldpostbriefen um emotional bedeutsame Kommunikate handelt.

Im Falle des Heimgekehrten sind die Angelegenheiten, die in den Briefen thematisiert wurden, weitergeführt und schließlich erledigt. Bei Gefallenen und Vermissten hingegen ist zu erwarten, dass die Gedenkkultur eine andere ist. Zweiten Weltkrieg als militärisches Ereignis wird man aus den Feldpostbriefen kaum Neues erfahren, sie haben andere Werte. Sie geben Einblicke in das Befinden der Betroffenen, in die Auseinandersetzungen und Diskurse des täglichen Lebens. Eine Ehe wird für lange Zeit eine Ehe auf Papier – auf Briefpapier.

Die Welt der Heimat war dem Soldaten an der Front bekannt. Er war zumeist unfreiwillig aus Familie und sozialem Umfeld heraus gerissen. Er hatte den Wunsch, an dieser Welt weiter Teil zu nehmen. Immer wieder stellte er Fragen und forderte damit zur Kommunikation auf. Das Medium Brief erlaubte trotz der räumlichen Trennung, dass der Mann weiter am Diskurs beteiligt war. Immer wieder deutlich das große Interesse, an Entscheidungen zu Hause mitzuwirken.

Die Welt der Heimat war durch das tägliche Warten auf Post gekennzeichnet. Die Angehörigen hofften auf Lebenszeichen von der Front. Sie tauschten sich aus und Bekanntschaft und Nachbarschaft nahmen teil an der Freude, wenn ein Brief kam und an der Enttäuschung, wenn er ausblieb. Oft – wenn es der Inhalt zuließ – wurden die Briefe auch wechselseitig gelesen. Das Medium Feldpostbrief brachte in der ästhetischen Diskussion einen System stabilisierenden Effekt mit sich: Die Debatte über eine sich verändernde Einstellung war äußerst schwierig.