Theologische Realenzyklopädie / Pürstinger – Zypern PDF

Religion kann Wertvorstellungen normativ beeinflussen, menschliches Verhalten, Handeln, Denken und Fühlen prägen, und in diesem Zusammenhang eine Reihe von ökonomischen, politischen und psychologischen Funktionen erfüllen. Im deutschen Sprachraum wird der Begriff Religion zumeist sowohl für die theologische Realenzyklopädie / Pürstinger – Zypern PDF Religiosität als auch für die kollektive Religionstradition verwendet.


Författare: Gerhard Müller.
Die Theologische Realenzyklopädie ist neben der gebundenen, "großen" Ausgabe auch in einer broschierten Studienausgabe erhältlich. Teil I der Studienausgabe ist mit den Bänden 1-17 im Jahr 1993 erschienen. Ende 1999 folgte der Teil II mit den Bänden 18-27. Damit reicht die TRE-Studienausgabe vom Stichwort "Aaron" bis zum Stichwort "Publizistik/Presse". Teil I und Teil II enthalten darüber hinaus jeweils ein Gesamtregister (1-17; 1-27). Nach Fertigstellung des Gesamtwerks legt der Verlag nun Teil III der TRE-Studienausgabe vor. Die Bände der Studienausgabe entsprechen im wesentlichen denen der Originalausgabe. Das Druckbild ist geringfügig verkleinert, auf Kunstdrucktafeln und Faltkarten wird verzichtet.

Vormoderne Kulturen hatten ausnahmslos eine Religion. Religiöse Weltanschauungen und Sinngebungssysteme stehen oft in langen Traditionen. Einige Religionen beruhen auf philosophischen Systemen im weitesten Sinne oder haben solche rezipiert. Es gibt keine eindeutige Definition von Religion, sondern nur verschiedene Versuche der Definition.

Grob lassen sich substantialistische und funktionalistische Ansätze unterscheiden. Funktionalistische Religionsbegriffe versuchen Religion anhand ihrer gemeinschaftsstiftenden gesellschaftlichen Rolle zu bestimmen. Religion ist erlebnishafte Begegnung mit dem Heiligen und antwortendes Handeln des vom Heiligen bestimmten Menschen. Michael Bergunder unterteilt den Begriff in Religion 1 und Religion 2. Unter Religion 1 können die religionswissenschaftlichen Versuche einer exakten Definition des Begriffs verstanden werden.

Religion 2 hingegen bezeichnet das alltägliche Verständnis von Religion. Jedoch gibt es zwischen diesen beiden Begriffsbestimmungen Wechselwirkungen, sodass nicht trennscharf unterschieden werden kann. Bergunder historisiert den Religionsbegriff und kritisiert ihn daher gleichzeitig. Religion ist ein kulturelles Zeichensystem, das Lebensgewinn durch Entsprechung zu einer letzten Wirklichkeit verheißt. Stimmungen und Motivationen völlig der Wirklichkeit zu entsprechen scheinen.

Geertz entwickelte die Theorie der interpretativen bzw. Zeichensystem verheißt Lebensgewinn, sagt etwas über die Funktion aus. Provokation emotionaler Krisen: durch Angst, Schuldbewusstsein, usw. Cicero dachte dabei an den Tempelkult, den es sorgsam zu beachten galt.