Theodor Storm und sein Leben in der Musik PDF

Werken Storms für ein junges Publikum. In die Erzählung gehen persönliche Erinnerungen ein, insbesondere, wie Storm am 8. Februar 1864 seinen Eltern theodor Storm und sein Leben in der Musik PDF, ein Erlebnis von Storms ältestem Sohn Hans.


Författare: Heiner Mückenberger.

Das Leben des Poeten Theodor Storm speziell unter dem Blickwinkel des engagierten Musikliebhabers. Storm gründete und leitete Chöre, trug mit seiner Tenorstimme anspruchsvolle Solopartien selbst vor. Ausleuchtung seiner Persönlichkeit als Dirigent und als Sänger. Andeutung aller biographisch sonst bedeutsamen Vorkommnisse.

Als Schauplatz der Erzählung sind die Städte Husum und Heiligenstadt zu erkennen. Ein Erzähler berichtet, wie er als Jugendlicher gern gesehener Gast im Hause des Kunstdrechslers und Mechanikus Paul Paulsen ist. Die Geschichte von Paul und Lisei Paulsen, geb. Tendler, ist wiederum zweigeteilt in die Geschichte der Kinderzeit, als Lisei mit ihren Puppenspieler-Eltern in die Stadt kommt und Paul kennenlernt, und die Geschichte der jungen Erwachsenen Paul und Lisei, die sich zufällig wiederfinden und gegen alle Konvention ihre Familie gründen. Im Epilog der wieder einsetzenden Rahmenerzählung wird dann die Familiengeschichte abgeschlossen, die Identität Frau Paulsens mit jener Puppenspieler-Lisei sowie die Herkunft des Spitznamens deutlich. Die Feier des Hochzeitstages der alten Paulsens beschließt die Novelle. Ein Ich-Erzähler berichtet von dem Kunstdrechsler und Mechanikus Paul Paulsen, einem Friesen, und seiner aus Süddeutschland stammenden Frau Lisei.

Bei diesem Paulsen, einem anerkannten deputierten Bürger seiner Stadt, erhielt der Erzähler als Schuljunge Unterricht im Kunstdrechseln. Als Kind schon lebte Paul Paulsen im selben Haus, seinem Elternhaus. Eines Tages im September kommt ein Pferdekarren in die Stadt. Joseph Tendler aus München, seine Frau und seine Tochter Lisei, neun Jahre alt, schwarzhaarig und hübsch. Das fahrende Volk findet im gegenüberliegenden Gasthaus unter dem Dach ein billiges Quartier. Fasziniert vom Schaustellerleben nutzt Paul eine Gelegenheit, Lisei beim Einkaufen behilflich zu sein.

Die Vorführung des Puppenspiels im vollen Saal des Schützenhauses beeindruckt den Jungen so sehr, dass er in der Schule nicht mehr aufpassen kann und nachts vom Marionettentheater träumt. Am Tag der Aufführung schleicht er sich ans Schützenhaus heran und findet dort Lisei allein vor. Zu gern würde er die Marionettenpuppen ansehen. Paul kann die Finger vom Kasperl nicht lassen. Er verschweigt den Schaden, der dann erst während der abendlichen Aufführung auffällt. Ein Reservekasper, mit weniger vollkommener Mechanik, muss einspringen. Paul unter der Zuschauertribüne Liseis Schluchzen.

Die Zeit des Tendlerschen Gastspiels ist für die Kinder Paul und Lisei eine glückliche gemeinsame Zeit, doch eines Oktobertages bauen die Schausteller ab und ziehen weiter. Nie wieder kommt die Bühne in Pauls Stadt. Zwölf Jahre später befindet sich Paul Paulsen als Geselle während seiner Wanderjahre in Mitteldeutschland. Die Witwe eines Handwerksmeisters hat ihn anstatt ihres Sohnes aufgenommen.

An einem bitterkalten Januarsonntag beobachten beide, wie eine verzweifelte junge Frau vergebens Einlass ins Gefängnis verlangt. Paul nimmt sich der jungen Frau an: Sie ist seine Lisei! Die Mutter ist vor Längerem gestorben. Gestern wurde der Vater unter dem Verdacht eines Diebstahls ins Gefängnis geworfen. Halte diese Hand fest und kehr mit ihr zurück, so hast du deine Heimat wieder. Pauls Heimatstadt zurück, wo er die Werkstatt des Vaters übernimmt.

Dem Klatsch und dem Gerede ob der unstandesgemäßen Verbindung treten Paul und Lisei entgegen. Dem jugendlichen Ich-Erzähler und gebannten Zuhörer ist jetzt auch längst klar, dass Frau Meister Paulsen jene Lisei ist. Eine Hochzeit wird im Stillen gehalten, das Geschäft der Paulsens gedeiht günstig. Das Gerede der Leute hört auf. Aber dem alten Vater Tendler fehlt sein geliebtes Theater. Eine Bühne wird errichtet, ein Stück geprobt.