Tagebuch der Brüder Goncourt PDF

Die Goncourts verkörperten einen im 19. Sie gelten als Begründer der literarischen Strömung des Naturalismus. 1849 erbten sie nach tagebuch der Brüder Goncourt PDF Tod der Mutter ein bedeutendes Vermögen und Edmond gab seine Berufstätigkeit auf.


Författare: W. Fred.
Obwohl sie sich damit viele Feinde schufen und sogar engste Freunde verärgerten, deren intimen Geheimnisse sie ausplauderten, entschieden sich die berühmten französischen Brüder Edmond und Jules Goncourt dazu, ihre Tagebuchaufzeichnungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Mit viel Witz und Bosheit berichten sie über die feine französische Gesellschaft des 19. Jahrhunderts und lassen ein präzises Bild des intellektuellen Lebens in Paris und der sozialen und politischen Situation des damaligen Frankreichs entstehen.
\"Von rechts und links, von der royalistischen und von der anarchistischen Seite, von Künstlern und ironischen, auch sich selbst ironisierenden Journalisten, von der Regierung oder vielmehr von den sich ablösenden Regierungen; aus den Kreisen des Faubourg St. Germain und dem Milieu eleganter Herrendiners, wie des im Café Brébant tagenden, kurz, aus den verschiedensten Quellen flossen ihnen Meinungen und Anekdoten zu.\" (W. Fred)
Der vorliegende Band beinhaltet die Aufzeichnungen aus den Jahren 1870-1873.

Beide lebten nun für ihre Interessen, zeichneten, malten, schrieben und bewegten sich in der Pariser Literatenszene. Daneben begannen sie, obwohl Jules sich 1850 mit Syphilis infiziert hatte und seitdem kränkelte, längere Reisen zu unternehmen, wobei sie ihre Eindrücke in Reisetagebüchern festhielten. Vor allem jedoch betätigten sie sich, trotz des Altersunterschieds stets gemeinsam, als Autoren: Kunstkritiker, Theaterkritiker, Historiker, Dramatiker und vor allem Romanciers. Erfolglos dagegen blieb 1865 ihr Versuch als Dramatiker: das dreiaktige Schauspiel Henriette Maréchal wurde wegen ihrer bekannten Nähe zu Prinzessin Mathilde, einer Nichte von Napoleon III. Teilen des Publikums ausgebuht und nach wenigen Aufführungen abgesetzt. Schon 1874 beschloss Edmond in einem zunächst geheimen Testament, mit seinem Vermögen eine zehnköpfige Akademie zu stiften, deren Auftrag nicht zuletzt darin bestand, 20 Jahre nach seinem Tod das Journal ungekürzt herauszugeben.