Stiftungen und Stiftungswirklichkeiten PDF

Dies ist ein als exzellent ausgezeichneter Artikel. Chronik der 95 Herrschaften, Innsbruck, Universitäts- und Stiftungen und Stiftungswirklichkeiten PDF Tirol, Cod.


Författare: Michael Borgolte.
Im ersten Band der Reihe Stiftungsgeschichten zeigen Mediävisten, Neuzeit- und Kunsthistoriker, inwieweit die Stiftungen für das Seelenheil das liturgische Gedenken für Verstorbene zu sichern vermochten und wie der Stifterwille im Laufe der Zeit umgedeutet wurde, in welchem Maße die Fundationen aber auch dem Ruhm des Stifters und seiner Familie dienen oder praktische Aufgaben der städtischen Obrigkeit lösen sollten. Die Beiträge, die von der Salierzeit bis zur Gegenwart reichen, beleuchten die Jenseitsvorstellungen als Hintergrund des Stiftungshandelns und den raffinierten Gebrauch der Stiftungen zur politischen Propaganda und zum Selbstschutz von Minderheiten.

Nach dem Tod Kaiser Heinrichs VII. Nunmehr trat Friedrich besonders auf dem Gebiet der Stiftungen hervor, die er als Mittel der Herrschaftslegitimierung und -stabilisierung einsetzte. Unter ihm verlagerte sich der Schwerpunkt von den habsburgischen Stammlanden im Westen in die neuen Herzogtümer im Osten. Zugleich ebnete er den Weg für Wien als habsburgische Residenz. Die Burg Habsburg gab dem Geschlecht seinen Namen.

Der Ausschnitt aus der anonym überlieferten Chronik der 95 Herrschaften, die zwischen 1349 und 1394 entstanden ist, zeigt entweder König Rudolf I. Innsbruck, Universitäts- und Landesbibliothek Tirol, Cod. Johann Parricida und seine Mittäter ermorden Friedrichs Vater Albrecht nach dem Übergang über die Reuss. Im Hintergrund befinden sich die Städte Brugg und Königsfelden sowie die Habsburg. 80 aus der Chronik der 95 Herrschaften, Burgerbibliothek Bern, Cod.

Friedrich gehörte der Familie der Habsburger an. Das adlige Geschlecht lässt sich auf einen um die Mitte des 10. Friedrich war einer der Enkel Rudolfs von Habsburg, des ersten römisch-deutschen Königs aus dem Haus Habsburg. Im Jahr 1282 belehnte Rudolf seine Söhne Albrecht I.

Nach einer Quelle aus dem Augustinerchorherrenstift Dießen vom Jahr 1365 haben Friedrich und sein späterer Rivale Ludwig einen Teil ihrer Kindheit zusammen in Wien am Hof Herzog Albrechts I. Sie waren Vettern, denn Ludwigs Mutter Mechthild war eine Enkelin Rudolfs I. Januar 1303 trat Friedrich erstmals aktiv hervor, indem er das schwäbische Kloster Zwiefalten privilegierte. Daraus lässt sich schließen, dass er von seinem Vater Regierungsbefugnisse für die westlichen Territorien erhalten hatte. Er regierte jedoch nicht selbständig, da er sich in den folgenden Jahren meist in der Umgebung seines Vaters aufhielt.

Nach dem Tod des Vaters war Friedrich der älteste der überlebenden Söhne. Zu den Aufgaben, die sich den Erben stellten, gehörten die Durchsetzung der habsburgischen Ansprüche auf die böhmische Königskrone, eine mögliche Kandidatur des ältesten Sohnes bei der anstehenden Wahl des römisch-deutschen Königs und die Verfolgung der Mörder ihres Vaters. Zum Zweck einer Verständigung mit dem neuen König reiste Friedrich im Sommer 1309 zum Hoftag nach Speyer. Die Verhandlungen waren ausgesprochen schwierig, wozu vor allem Friedrichs prunkhaftes Auftreten mit großem Gefolge beigetragen haben dürfte. Als Friedrich schon abreisen wollte, kam doch noch am 17.

Friedrich verzichtete auf die böhmische Krone und sagte dem König für die Gewinnung Böhmens Unterstützung durch Heeresfolge und ein Darlehen zu. Ein Jahr später erkrankte Friedrich so schwer, dass er von Vielen schon für tot gehalten wurde, so dass man ihn herumführte, um zu beweisen, dass er noch lebte. Friedrich und Ludwig versuchten rivalisierend ihren Einfluss in Niederbayern auszubauen. Ludwig war seit 1312 Vormund der minderjährigen Herzöge Heinrich XIV. Ein Vertrag, den Friedrich und Ludwig am 17. April 1314 in Salzburg schlossen, beendete die Auseinandersetzungen.