Stadt-Land-Beziehungen im 20. Jahrhundert PDF

Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel. Stadt-Land-Beziehungen im 20. Jahrhundert PDF liegt am nördlichen Rand der Kaïkos-Ebene in der historischen Landschaft Mysien im Nordwesten der Türkei.


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Mittlerweile wohnen weltweit zum ersten Mal in der Geschichte mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Gleichzeitig werden vielfach der „Untergang des Dorfes“ und die völlige Auflösung der jahrhundertealten „Kulturdifferenz“ von Stadt und Land diagnostiziert. Infolge der Agrar-, Verkehrs-, Kommunikations- und Lebensstilumbrüche seit den 1950er und 60er Jahren, der parallelen Suburbanisierung sowie im Zeichen von Globalisierung und Internet scheint die Welt zur Stadt geworden zu sein und das Dorf in den Agglomerationen aufzugehen. Doch sind wir heute tatsächlich am Ende dörflich-ländlicher Gesellschaften angekommen? Gibt es nicht nach wie vor spezifisch „ländliche“ Sozialstrukturen, Handlungsmuster, Selbst- und Fremdbilder? Oder dominieren mittlerweile ausschließlich hybride Strukturen, Lebensstile und Identitäten? Hat nicht auch der urbane Blick auf Land und Dorf als soziales Gegenüber, als das „Andere“ noch Bestand?
Der vorliegende interdisziplinäre Band geht diesen Fragen erstmals im Kontext einer wechselseitigen Beziehungs- und Erfahrungsgeschichte der Menschen auf dem Land und in der Stadt nach. Er überwindet die Engstellen bisheriger Zentralitätsforschung, macht mit bislang kaum beachteten Lebensentwürfen und Bewegungen ländlicher Akteurinnen und Akteure bekannt und regt zum Dialog zwischen der mehr aktualitäts- und anwendungsbezogenen (Geographie, Stadt- und Regionalplanung, Soziologie) und der kulturgeschichtlich orientierten Stadt-Land-Forschung an.

Wie das überwiegend aus vulkanischem Gestein, insbesondere Andesit, bestehende Kaïkos-Tal ist auch der Burgberg als Eruptivstock aus Andesit gebildet. Das Massiv ist zwischen Selinus und Ketios rund einen Kilometer breit und auf der Nord-Süd-Erstreckung rund 5,5 Kilometer lang. Die Besiedlung Pergamons lässt sich sicher für die archaische Zeit nachweisen, doch sind die Befunde gering und stützen sich vor allem auf Funde von Fragmenten westlicher Importkeramik ostgriechischer und korinthischer Provenienz, die aus dem späten 8. Münzbildnis des Philetairos auf einer Münze Eumenes’ I. Zur Zeit der Diadochen gehörte Pergamon wie das übrige Mysien zum Herrschaftsbereich des Lysimachos.

Er setzte Philetairos als Bewacher der Burg ein, in der mit 9 000 Talenten ein großer Teil der Kriegsbeute des Lysimachos deponiert war. Das Reich Pergamon in Kleinasien 188 v. Die Attaliden beherrschten Pergamon von 281 bis 133 v. Die Attaliden gehörten seit der Herrschaft Attalos’ I.

Unterstützern Roms unter den hellenistischen Nachfolgestaaten. Auch im Römisch-Syrischen Krieg gegen den Seleukiden Antiochos III. Pergamon zur römisch-griechischen Koalition und erhielt nach dem Frieden von Apameia im Jahr 188 v. Rom ebenfalls im Dritten Makedonisch-Römischen Krieg gegen Perseus. Rom dankte es seinem Verbündeten nicht. Auf Grundlage eines Gerüchts, dem zufolge Pergamon während des Kriegs mit Perseus verhandelt habe, sollte Attalos II.

Pergamon seine Blüte, die im monumentalen Stadtausbau ihren Niederschlag fand. Ziel war es, ein zweites Athen zu schaffen, ein Athen der künstlerischen und kulturellen Betriebsamkeit, wie es zur Zeit Perikles‘ herrschte und weite Teile griechischen Kunstschaffens dominierte. Pergamon innerhalb der römischen Provinz Asia 90 v. Nachkommen starb, vererbte Pergamon an die Römer. Diese mussten aber zunächst den Aufstand des Aristonikos niederkämpfen, um ihr Erbe antreten zu können. Aus dem Königreich Pergamon entstand so die römische Provinz Asia, die Stadt selbst wurde für frei erklärt.

Stadt zu seinem Hauptquartier im Ersten Mithridatischen Krieg gegen Rom. Die Folgen dieses Kriegs führten zu einer Stagnation in der Entwicklung und dem Ausbau der Stadt. Römische Provinzen und Klientelstaaten in Kleinasien 63 v. Gleichwohl blieb Pergamon hochberühmt und die sprichwörtlichen Genüsse des Lucullus waren Importwaren aus ebendieser Stadt, die einen conventus, den Sitz eines Gerichtsbezirks, erhielt.

Hadrian erhob die Stadt 123 n. Pergamon zum ersten Mal in die Hände der Kleinasien erobernden Araber. Und so lässt sich in byzantinischer Zeit ein Rückzug der Besiedlung auf den Burgberg, der mit einer 6 Meter starken, aus Spolien errichteten Mauer geschützt wurde, verfolgen. Pergamon zum Thema Thrakesion, seit Leo VI. Als um 1250 der spätere Kaiser Theodoros II. Laskaris Pergamon besuchte, zeigte man ihm zwar noch das Haus Galens, die Theater der Stadt aber sah er zerstört, und außer den Mauern, denen er einige Aufmerksamkeit widmete, waren ihm nur noch die Überwölbungen des Flusses Selinus eine Erwähnung wert.