Professionelle Beziehungen in der Sozialen Arbeit PDF

Formen Neuer Selbständigkeit gründen häufig auf der Entstehung neuartiger Tätigkeitsprofile, die auf persönlichen Professionelle Beziehungen in der Sozialen Arbeit PDF und Fähigkeiten basieren und vergleichsweise geringe Anforderungen an ökonomische und personelle Ressourcen stellen. Die Neue Selbständigkeit ist vor allem durch die „domestication“ des Arbeitsplatzes gekennzeichnet.


Författare: Regina Abeld.
Regina Abeld wählt in diesem Buch das Missverhältnis als Ausgangspunkt, dass zwischen dem einerseits hohen Stellenwert der sozialarbeiterischen Fachkraft-Klient-Beziehung und andererseits der Randständigkeit des Themas in Praxis und Theorie besteht. In der Exploration dieses so zentralen Themas legt die Autorin einen zugleich empirisch-praktischen wie konzeptionell-theoretischen Entwurf vor. Sie stützt sich dabei auf die empirisch erhobene Perspektive von Klienten und Klientinnen der Gemeindepsychiatrie und greift Desiderate einer modernen bzw. postmodernen Theorie Sozialer Arbeit auf. Verbunden werden diese mit metatheoretischen Überlegungen zu den Konzepten „Habitus“ und „Identität“ sowie mit Bezügen zur Ethik und münden schließlich in die konzeptionelle Beschreibung einer „integralen professionellen Beziehungsgestaltung“.

Darunter wird nicht nur das Ausüben der Arbeit von Zuhause verstanden, sondern vor allem die Befreiung von Weisungsgebundenheit bei der Arbeitsausführung und ein höherer Freiheitsgrad bei Entscheidungen. Der Begriff der Neuen Selbständigkeit wurde in den 1980er Jahren durch Gerd Vonderach geprägt und von der Soziologie aufgegriffen, die damit eine soziokulturell und beruflich heterogene Gruppe mit dem Ziel der eigenverantwortlich-alternativ organisierten Arbeit definierte. Formen der Selbständigkeit sind insbesondere die altbekannten Freiberufler, Selbständige und Kleinbetriebe ohne Angestellte. E-Lancer, mehrfach Beschäftigte, Micropreneurs oder Netpreneurs.

Arbeitskräfte aber in weitgehend wirtschaftlich-organisatorischer Abhängigkeit verbleiben. Hintergrund ist personelle und finanzielle Entlastung. Diese Formen fallen zwar nicht direkt unter das Profil des Neuen Selbständigen, beide Erscheinungen sind jedoch als Ausdruck einer Entwicklung zu sehen, die sich durch gewählte oder erzwungene Verantwortungsverlagerung auf den „Arbeiter“ auszeichnet. Die klassischen Branchen neuer Selbständigkeiten können weitestgehend der Kultur- und Kreativwirtschaft zugerechnet werden. Jedoch kommt es auch in anderen Bereichen wie beispielsweise der ambulanten Pflege oder der Informatik zu einem immer größeren Anteil selbständiger Arbeitskräfte. Generell wird angenommen, dass sich die Anzahl der Selbständigen auch in anderen Wirtschaftsbereichen weiter erhöhen wird.