Positionierung: Lagerungen und Positionswechsel PDF

Zur Navigation springen Zur Suche springen Die Kinästhetik, die Lehre von der Bewegungsempfindung, ist den praxisbezogenen Erfahrungswissenschaften zuzurechnen. Frank Hatch arbeitete positionierung: Lagerungen und Positionswechsel PDF Tänzer, Choreograph und Produzent, betrieb Forschung über die Ethnologie des Tanzes und studierte Verhaltenskybernetik bei Karl U. Lenny Maietta war klinische Psychologin und hatte sich seit ihrer Jugend mit körperorientierten Prozessen der menschlichen Entwicklung und persönlichen Entfaltung befasst.


Författare: Uwe Wagner.
Aus der Praxis für die Praxis
Das Buch hilft Pflegenden bei der sicheren Anwendung von Pflegetechniken zur Lagerung und Positionierung von Patienten aller Fachrichtungen. Dabei wird besonderer Wert auf Bewegung und Positionswechsel gelegt.
So unterstützen die vorgestellten Techniken bei Maßnahmen zur Dekubitus- und Kontrakturenprophylaxe.
Auch Intensivpflegende erhalten wertvolle Tipps für die Positionierung schwerstkranker Patienten.
Ihr Vorteil:
– Schritt für Schritt Anleitungen zum leichten Nachmachen: Fotoserien aus der Pflegepraxis des Autors zeigen wie es richtig gemacht wird
– Direkter Bezug zur Praxis, damit Sie wissen müssen, worauf Sie achten sollen: Fallbeispiele illustrieren die theoretischen Inhalte

191 Sie studierte ebenfalls Verhaltenskybernetik bei Karl U. Hatch hatte bereits als Jugendlicher an Tanzklassen und Workshops der Tänzerin und Choreographin Anna Halprin teilgenommen und dort erste Anregungen erhalten, die später für die Konzeption der Kinästhetik wichtig wurden. Halprins Überzeugung, dass man jegliches Bewegen auch als Tanz auffassen könne, spielte dabei eine große Rolle. In diese Zeit fällt auch die Zusammenarbeit mit Moshé Feldenkrais, der 1974 Hatchs Einladung angenommen hatte und in Kempten mehrere Workshops hielt. Hatch und Feldenkrais kannten sich bereits aus den USA, wo sie u. Wort in der Kinästhetik, das auf diese Problematik verweist.

1980 begannen Maietta und Hatch mit der Entwicklung des Touch-in-Parenting-Programms, des späteren Kinaesthetics Infant Handling. Erfahrungen und Vorschläge von Pflegenden in Europa und den USA bereichert. 1980 wurde in Zürich der Verein für Kinästhetik gegründet. Bis 1985 wurden Gentle-Dance- und Kinästhetik-Kurse organisiert, die sich an ein breites Publikum wandten.

In der ersten Phase der damaligen Gentle-Dance- Trainings standen Bewegungserfahrung und Tanz im Vordergrund. Als Diskussionsforum diente das vom Verein für Kinästhetik herausgegebene Kinästhetik Bulletin. 1990 fand im Kinästhetik Bulletin Nr. 16 Sonderausgabe die erste Konzeptbeschreibung unter dem Titel Grundprinzipien der Kinästhetik statt. Diese Grundprinzipien wurden von 15 Vereinsmitgliedern des Vereins für Kinästhetik beschrieben.

Aufbereitung und Beschreibung des intuitiv gewachsenen Kinästhetik-Bildungsangebotes und der methodisch-didaktischen Eigenheiten des Bewegungslernens. Aus dieser Arbeit entstand ein umfassendes Curriculum, welches den aktuellen Bildungsangeboten als Grundlage dient. Seit 2006: Entwicklung von neuen Angeboten. In den letzten Jahren sind insbesondere Programme für pflegende Angehörige, für Gesundheit am Arbeitsplatz und für ältere Menschen entstanden. Gegenwärtig gibt es vier Organisationen am Markt, in welchen die Fortentwicklung der Kinästhetik-Programme betrieben wird. Bei den Feierlichkeiten zum 40-jährigen Kinaesthetics-Jubiläum am 4.

April 2014 in Berlin wurde das Lebenswerk der Begründer in Dankesreden gewürdigt. Hatch und Maietta die Entwicklung der Kinästhetik seit ihren Anfängen und stellten das gleichnamige Taschenbuch vor, welches anlässlich des 40-jährigen Jubiläums erschien. Weiterbildung werden Kinästhetik-Kurse zu verschiedenen Themen angeboten. Die Kinästhetik findet seit Mitte der 1980er Jahre unter anderem in der Gesundheits- und Krankenpflege Anwendung, wo Patienten bei den Aktivitäten des täglichen Lebens Bewegungsunterstützung benötigen und Pflegende sowohl ihre Unterstützung als auch ihre körperliche Belastung adäquat zu dosieren versuchen.

Wenn Menschen wissen, wie sie immer wieder neue Bewegungsmöglichkeiten für die Durchführung der Alltags- sowie Arbeitsaktivitäten entdecken können, wird die Immobilisation in der Gesellschaft reduziert werden, da Gesundheit und Lebensqualität ansteigen werden. Pflegekräfte und Betreuer können befähigt werden, ein Katalysator in diesem Prozess zu werden. Während an Krankenpflegeschulen in den letzten Jahren eine deutliche Zunahme der Kinästhetik-Schulungen zu beobachten ist, sind vergleichbare Angebote in der Ergo- und Physiotherapieausbildung bislang die Ausnahme. Deutschsprachige Lehrbücher der Gesundheits- und Krankenpflege von 2006 bis 2013 widmen der Kinästhetik eigene Kapitel. Leben ist ein dauernder Veränderungs- und Anpassungsprozess. Alle Menschen regulieren diesen Prozess durch die eigene Bewegung in täglichen Aktivitäten.