Pontius Pilatus, der Richter Jesu Christi PDF

Die Zeugen Jehovas sind eine sehr aktive Religionsgemeinschaft – immer wieder begegnet man ihren Mitgliedern auf der Straße oder an der Haustüre. Und wer sich pontius Pilatus, der Richter Jesu Christi PDF ein Gespräch mit ihnen einlässt, der lernt sie als höflich und freundlich, vor allem aber als sehr überzeugt und bibelsicher kennen. Häufig machen ihre Themen und Argumente sprachlos – und ratlos.


Författare: Gustav Warneck.
Nachdruck des Originals von 1867.

Wenn aber ein guter Freund oder eine nette Bekannte von uns Mitglied bei den Zeugen werden will und uns mit der Frage löchert, warum wir unserem Gott keinen Namen geben, ist mehr gefragt als nur unser Wissen. These beginnen: Jehovas Zeugen sind eine gnostische Sekte. Sind die Zeugen Jehovas eine Sekte? Je nachdem, was man unter einer „Sekte“ versteht. In diesem ersten Sinne sind die Zeugen Jehovas klar eine „Sekte“ – sie sind als eine Absplitterung der „Miller-Bewegung“ entstanden – wie auch die Christen insgesamt eine Sekte jüdischen Ursprungs ist. Ob die Zeugen Jehovas in diesem Sinne eine Sekte sind, mag Ansichtssache sein. Schriften, die inhaltlich und lehrmäßig über der Bibel stehen – etc.

Die Botschaft der Zeugen deckt sich zunächst in ihren grundlegenden Dingen mit der Verkündigung aller Christen: Jesus Christus hat uns erlöst und mit Gott versöhnt, Gott will unser Heil und durch Jesus Christus können wir es erlangen. Alles das dürfte allen Christen – sowohl den Katholiken, als auch den Evangelischen, Evangelikalen, Baptisten und Freikirchlern, Zeuge Jehovas oder Adventisten oder wem auch immer – gemeinsam sein. Jede dieser Gruppierung sollte sich eigentlich darüber freuen, wenn ein Mensch sich zu einem Leben mit und aus Jesus Christus entscheidet. Diese Freude über die Zuwendung zu Gott auch in anderen Konfessionen nennt man ökumenische Offenheit. Meinungsverschiedenheiten darüber, wie denn nun diese Erlösung durch Jesus Christus angenommen wird, ob u. Wer also Gott liebt, Jesus als seinen Erlöser betrachtet und sich dem Sohn Gottes vollkommen anvertraut, sich bemüht, nach den Geboten zu leben und eifrig betet – aber nicht weiß, dass Gott den Namen „Jehova“ trägt und nicht „Jahweh“, kann leider nicht errettet werden – sorry.

Auf der Seite der Zeugen Jehovas wird unter „Leserfragen“ die Fragen nach den absolut notwendigen Heilskriterien gestellt. Wie wichtig die Liebe ist, zeigte Jesus selbst, als er sein Leben für andere opferte. Wer seinen Nächsten liebt, erfüllt damit eine grundlegende Voraussetzung für die Rettung. Jesus wusste, dass seinem Vater sein persönlicher Name, Jehova, sehr viel bedeutet. Gottes Namen zu heiligen schließt ein, ihn zu kennen, ihn als wichtig anzusehen und ihn in Ehren zu halten. Wer gerettet werden möchte, muss wie Jesus den Gottesnamen gebrauchen.

Nur wenige beweisen heute Glauben an Gottes Königreich, das heißt Gottes Regierung mit Jesus als König. Stattdessen vertrauen die meisten auf Organisationen, die von Menschen gegründet wurden. Da alle drei Kriterien unverzichtbar sind, ist zwar auch jeder Glaube, jede Erkenntnis und jedes Bemühen sinnlos, wenn die Liebe fehlt. Umgekehrt ist aber auch die Liebe vergeblich, wenn die Erkenntnis des Namens Gottes fehlt – oder politische Enthalsamkeit. Wissen um Spezialdetails des Willen Gottes ein Ausschlusskriterium. Immerhin gilt auch für die Homepage der Zeugen die Einschränung, die Anforderung des nötigen Wissens gelte nur für diejenigen, die auch von diesem Wissen Kenntnis erhalten konnten.

Bewertungen zu fragen, sondern nach klaren Kriterien zwischen Himmel und ewiger Vernichtung die eigene Position zu bestimmen. Damit ist auch klar, dass die Zeugen zur Bestätigung ihrer Daseinsberechtigung sich nicht den großen Konfessionen angleichen dürfen. Es muss Unterscheidungen geben – ob die objektiv wichtig sind oder nicht, ist egal. Mitgliedern der christlichen Kirche eine klare Linie ziehen. Daraus resultiert ein „anti-christlicher Affekt“ – so weigern sich die Zeugen beispielsweise das „Vater unser“ zu beten. Okay – aber es steht in der Bibel eben auch nicht, dass es verboten ist, so zu beten. Der eigentliche Grund, das Vater unser nicht zu beten, liegt schlicht darin, sich zu unterscheiden.

Tatsächlich legen die Zeugen Jehovas viel mehr wert auf die Verbreitung dieses Wissens als auf tätige Nächstenliebe. Typisch für eine gnostische Sekte: Die Zeugen Jehovas engagieren sich nicht gegen den Hunger in der Welt, bauen keine Altenheime, Hospize oder Waisenhäuser, keine Katastrophenhilfe, keine Armenspeisung und so weiter. Eine Mutter Teresa wäre hochkant bei den Zeugen Jehovas rausgeflogen. In einer Publikation der Zeugen heißt es: „Wie können wir unser Glaubensgebäude instand halten und als Christen weiter wachsen? Es ist wichtig, dass unsere Liebe zu Jehova und zu unseren Glaubensbrüdern ständig wächst. Einschränkung der Liebe auf „Jehova und die Glaubensbrüder“ unter Ausschluss der „Andersgläubigen“ ist schon sehr auffällig – und typisch gnostisch. Natürlich sind die einzelnen Menschen, die Mitglied bei den Zeugen Jehovas sind, keine Unmenschen und lieblose Zeitgenossen – im Gegenteil.