Nationalsozialistische Ambitionen innerhalb der Ostmark PDF

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Författare: Thomas Mack.

"Zu Recht ist im Zusammenhang mit der Fortdauer antisemitischer Traditionen in Österreich darauf hingewiesen worden, dass die Verdrängung der nationalsozialistischen Verbrechen an den Juden engstens mit der vielfach unaufrichtigen und mangelhaften Bewältigung der gesamten nationalsozialistischen Vergangenheit Österreichs zusammenhängt." Die Verantwortung für den "Anschluss" und für die Verbrechen an der jüdischen Bevölkerung wurde und wird gerne auf Deutschland abgeschoben, obwohl der Nationalsozialismus in Österreich vor und nach 1938 eine greifbare politische und ideologische Basis besessen hat. Dass auch Österreicherinnen und Österreicher führend und aktiv an nationalsozialistischer Politik beteiligt gewesen sind, und dass deren feindliche Dynamik unter anderem in der politischen Tradition des österreichischen Volksantisemitismus zu finden ist, stellt das Hauptinteresse dieser Arbeit dar.

Der Gefolgsmann Ottos rechts trägt ein Schwert mit der Spitze nach oben als Zeichen der Richtgewalt. Illustration einer Handschrift der Weltchronik Ottos von Freising. Otto setzte während der ersten Hälfte seiner langen Herrschaftszeit die Unteilbarkeit des Königtums und seine Entscheidungsgewalt bei der Ämtervergabe durch. Damit griff er tief in das bestehende Herrschaftsgefüge des Adels ein. Die schwersten Aufstandsbewegungen gingen von den Mitgliedern der Königsfamilie selbst aus. Durch seinen Sieg 955 in der Schlacht auf dem Lechfeld über die Ungarn endeten nicht nur deren Invasionen, sondern auch die Erhebungen der Großen des Reiches gegen den König. 961 eroberte er das Königreich Italien und dehnte sein Reich nach Norden, Osten und bis nach Süditalien aus, wo er in Konflikt mit Byzanz geriet.

Dennoch ließ er sich unter Rückgriff auf die Kaiseridee Karls des Großen 962 von Papst Johannes XII. Im Jahr 968 gründete er ein Erzbistum in Magdeburg, jener Stadt, die wie keine zweite mit seinem Nachleben verbunden ist. Das Erzbistum war für Otto die entscheidende Voraussetzung für die Christianisierung der Slawen. Geschichtsschreiber Otto von Freising als festes Namensattribut. Kontinuität und Wandel unter Otto II. Verwandtschaftstafel der Ottonen in einer Handschrift der Chronica Sancti Pantaleonis aus dem frühen 13. Familie von 929 im Reichenauer Verbrüderungsbuch.

In der zweiten Spalte von rechts steht unter Heinricus rex seine Gemahlin Mathild reg, dann ihr ältester Sohn Otto I. Otto wurde 912 als Sohn des Sachsenherzogs Heinrich I. Jahr 919 König des Ostfrankenreiches wurde, und dessen zweiter Ehefrau Mathilde vielleicht in Wallhausen geboren. Großen des Reiches in seine Herrschaft einzubinden, war 919 die Königswürde erstmals nicht an einen Franken, sondern an einen Sachsen übergegangen.

930 eine Vorentscheidung zugunsten der alleinigen Thronfolge Ottos getroffen. In einer an seine Gemahlin gerichteten Urkunde vom 16. Heinrichs Nachfolgeregelung schloss nicht nur die nicht-sächsischen Anwärter, sondern auch die Brüder Ottos aus. Sie war bedeutsam, da Heinrich das Prinzip der karolingischen Herrschaftsteilung aufgab, die jedem Mitglied des Königshauses eine Anwartschaft zuerkannt hatte. Er begründete damit die Individualsukzession, die Unteilbarkeit des Königtums und damit des Reiches, die auch seine Nachfolger beibehalten sollten. Gleichzeitig zu den Krönungsvorbereitungen warben die Ottonen beim englischen Königshaus um eine Braut für Otto.

Heinrich bemühte sich auf diese Weise, Dynastien außerhalb seines Reiches an sein Haus zu binden, was bis dahin im ostfränkischen Reich unüblich gewesen war. Juli 936 wurde die Nachfolge seines Sohnes Otto innerhalb weniger Wochen realisiert, wozu ein zwei Generationen später abgefasster Bericht von Widukind von Corvey vorliegt. Möglicherweise projizierte Widukind Details von der Königswahl Ottos II. Widukinds detaillierte Darstellung wird derzeit in nahezu allen Einzelheiten diskutiert. Otto knüpfte durch die Wahl des Krönungsortes und bewusstes Tragen fränkischer Kleidung bei der Zeremonie an die fränkisch-karolingische Tradition des Königtums an. Krönung scheint die Herrscherfamilie zerstritten gewesen zu sein, da Ottos Bruder Heinrich ebenfalls die Königswürde beansprucht hatte, wie der Westfranke Flodoard von Reims berichtet.

Fünf Wochen nach der Thronbesteigung ordnete Otto in Quedlinburg das Witwengut für seine Mutter Mathilde neu. September 936 entzog Mathilde die von Heinrich I. Kontrolle über das von ihr gegründete Stift Quedlinburg zugunsten des königlichen Schutzes. Ottos Herrschaftsbeginn war von einer schweren Krise begleitet, deren Ursache Widukind von Corvey und Liudprand von Cremona jeweils unterschiedlich überliefern.

Liudprand stützte sich auf am Hof kursierende Gerüchte und Anekdoten, die die Gegner Ottos diffamierten. Otto an der Seite Hermann Billungs. Illustration aus der Sächsischen Weltchronik um 1270, Gotha, Forschungsbibliothek, Cod. Widukind berichtet hingegen, dass Otto bei der Neubesetzung der Ämter die Ansprüche mächtiger Adliger übergangen habe. Ebenfalls im Jahre 937 starb der Bayernherzog Arnulf, der mit Heinrichs I. Billigung nahezu königsgleich in Bayern geherrscht hatte. Seine Söhne verschmähten es aus Hochmut, sich auf des Königs Befehl in dessen Gefolgschaft zu begeben, wenn man der topischen Darstellung Widukinds hierin glauben will.

Unterdessen hatte im sächsisch-fränkischen Grenzbereich Herzog Eberhard von Franken, Bruder des früheren Königs Konrad I. Fehde mit dem sächsischen Vasallen Bruning siegreich bestanden. In ihrem Verlauf hatte er die gegnerische Burg Helmern niedergebrannt. Diese Nachrichten werden durch den Befund der Gedenkbucheinträge gestützt.