Moralbegründung und Gemeinschaft PDF

Die GKPN sieht sich der langen Tradition des kritischen Denkens verpflichtet, zu der u. Forum für alle, die sich in der Tradition kritischer Vernunft sehen und interessante aktuelle moralbegründung und Gemeinschaft PDF grundsätzliche philosophische Themen kontrovers diskutieren wollen. Form von zwei bis drei regulären Heften und einer Schwerpunktausgabe pro Jahr.


Författare: Bruno Haas.
Ausgangspunkt der Arbeit ist Nietzsches Diktum, das in der Vorstellung von moralischen Pflichten vorausgesetzte Subjekt sei eine Fiktion. In der kritischen Auseinandersetzung mit dieser Position, u.a. anhand der Handlungstheorie Rüdiger Bittners zeigt sich, dass eine Begründung von Moralregeln ohne eine Antwort auf diese Kritik nicht gelingen kann. Die Aufgabe einer Moralbegründung nach Nietzsche muss die Entwicklung einer nicht-rationalistischen Subjektkonzeption beinhalten.
Im konstruktiven Teil der Arbeit wird eine Moralbegründung skizziert, die mehrere innovative Elemente umfasst. Unter Rückgriff auf antike, auf dem Glück des einzelnen basierende Ethiken wird die Wichtigkeit der Zugehörigkeit zu partikularen Gruppen für ein gelungenes Leben systematisch nutzbar gemacht. Moralische Normen beruhen auf Forderungen von Gruppen, mit denen der einzelne sich identifizieren kann. Außerdem wird die Idee einer Subjekttransformation entfaltet, d.h. die Möglichkeit einer moralischen Bildung durch Argumente, durch die wir uns sukzessive von bloß eigeninteressierten zu moralisch sensiblen Wesen wandeln können. Am Schluss ist auch der Inhalt der Moral ein anderer: aus statisch gegebenen Regeln wird ein lebendiges System von Bindungen.

Jedes Heft hat einen Umfang von ca. 300 Seiten, sodass der jährliche Output zwischen 900 und 1. K, das Editorial der Zeitschrift sowie eine komplette Übersicht über die bisher erschienenen Hefte, Artikel und Rezensionen, von denen Sie viele auch kostenlos als PDFs herunterladen oder in HTML-Form direkt im Browser lesen können. Die politische Freiheit gehört nicht zu den Dingen, die man dauerhaft besitzen kann.

Sie muss ständig neu erkämpft und durch Institutionen gesichert werden. Sie verlangt Engagement und zur rechten Zeit auch Opferbereitschaft, will man nicht selber eines Tages das Opfer politischer Gewalt sein. Freies Denken und rationales Handeln werden heute von drei Seiten zugleich angegriffen oder unterminiert: Auf der materiellen Ebene verdrängen Gewalt oder Gewaltandrohung zunehmend das rationale Ringen um Kompromisse. Die Anhänger von Gewalt haben erreicht, dass in einigen Teilen Europas sich wieder Nationalismus und Fremdenhass breitmachen. Die Fundamentalisten sorgen dafür, dass allenthalben neue Religionen und Okkultismus Zulauf finden. Die postmodernen Nihilisten liefern diktatorischen Systemen die Ideen, mit denen die Forderung nach mehr Menschenrechten als eurozentrisches Vorurteil zurückgewiesen werden kann.

Aufklärung und Kritik ist eine Absage an Gewalt, Fundamentalismus und Nihilismus. Sie will der ‚Gleich-Gültigkeit‘ aller Meinungen und Werte, die zur politischen Gleichgültigkeit führt, genauso entschieden entgegentreten wie dem blinden Engagement für irgendwelche Überzeugungen. Im Kleinen möchte sie demonstrieren, dass die verschiedensten Meinungen hören muss, wer die beste auswählen oder zu ganz neuen Ansichten kommen will. Daher werden hier außer Fachleuten aus Philosophie, Politik und anderen Bereichen auch die zu Worte kommen, die sich mit den Lehren der Denker kritisch auseinandersetzen und sie zu leben versuchen. Aufklärung und Kritik sieht sich einer der ältesten Traditionen der Menschheit verpflichtet – älter als Christentum und Islam -, nämlich der Tradition des kritischen Denkens, das sich bis in die Zeit der frühesten griechischen Philosophen zurückverfolgen lässt. Augen vor den eigenen Fehlern nicht zu verschließen, sondern gerade aus diesen zu lernen, wie ein besseres Leben möglich ist. Aufklärung und Kritik sind nicht Modeerscheinungen.

Daher sind sie nicht an Epochen gebunden, sondern immer wieder neu zu belebende Elemente der Menschheitsgeschichte. Die Ideale einer zweieinhalbtausendjährigen Aufklärung sind zum zeitlosen Besitz der Menschheit geworden. Zu den Denkern dieser Tradition zählen unter vielen anderen Sokrates, Demokrit und Epikur genauso wie Spinoza, Erasmus, Hume, Voltaire, Smith und Kant. Auch nach der ‚Aufklärung‘ des 18. Jahrhunderts blieb die Idee von Aufklärung und Kritik lebendig durch Bentham, Schopenhauer, Feuerbach, Marx, Mill, Nietzsche, Dewey, Darwin, Russell u.