Mit dem M.O.B.I.L.I.S.-Programm der Krankenkasse gegen Übergewicht und Adipositas PDF

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Författare: David Till.

Studienarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Sport – Sportmedizin, Therapie, Prävention, Ernährung, Note: 1,0, , Sprache: Deutsch, Abstract: "Jeder zweite Erwachsene in Deutschland hat Übergewicht" titelt das Statistische Bundesamt in einer Pressemitteilung vom 05.11.2014. Aus diesem negativen Trend der Entwicklung hin zum Übergewicht ergeben sich weitreichende Folgen für das Gesundheitssystem. Die Krankenkassen haben eine Vielzahl von Programmen ins Leben gerufen, um dem entgegenzuwirken. Eines hiervon soll im Folgenden näher besprochen werden.
Zunächst soll auf die Begriffe, Ursachen und Folgeerscheinungen von Übergewicht und Adipositas eingegangen werden. Anschließend wird das Programm mit dem Namen "M.O.B.I.L.I.S. – Das Schulungsprogramm für stark übergewichtige Erwachsene" besprochen.
Dieser fortlaufende Trend wird begünstigt durch unsere moderne Gesellschaft. Das Setting Schule beispielsweise ist geprägt von langem Sitzen und wenigen Bewegungspausen. Auch Menschen an Büroarbeitsplätzen leiden häufig an Bewegungsmangel. Unterstützt wird diese Minderbewegung durch eine Infrastruktur, die es uns ermöglicht, kaum noch Wege zu Fuß gehen zu müssen. Viele Menschen benutzen täglich ihr Auto, um selbst kleine Wege zu erledigen.
Neben dem Bewegungsmangel als ein Grund für das Übergewicht, spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Die Deutschen essen immer ungesünder, laut einer Forsa-Studie im Mai 2006. "Die Untersuchung zeigt, dass ein negativer Trend, der in Amerika etwa ein halbes Jahrhundert gebraucht hat, sich in Deutschland innerhalb kürzester Zeit ausbreitet", so das Forsa Institut. Zwar gaben die meisten Befragten an, dass ihnen ihr Gewicht wichtig sei, jedoch ist die Verlockung nach einer schnellen Mahlzeit meist zu groß. Eine ausgewogene Ernährung wird mehr und mehr durch Fast Food verdrängt.

Entscheidend für das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung ist nicht der BMI, sondern das Fettverteilungsmuster. Adipositas tritt gehäuft in industrialisierten Ländern auf, insbesondere unter Lebensbedingungen, die durch wenig körperliche Arbeit bei gleichzeitigem Überfluss an Lebensmitteln geprägt sind. In den letzten Jahren sind aber auch Schwellenländer zunehmend betroffen. Zahlreiche Studien haben den Zusammenhang zwischen BMI und Nahrungsaufnahme untersucht. Das Ergebnis der VERA-Studie der Jahre 1985 bis 89 war überraschend: Es gab seinerzeit keinen Zusammenhang zwischen dem per Lebensmittel aufgenommenen physiologischem Brennwert und dem beobachteten BMI. Bei der Ernährung scheinen zuckerhaltige Getränke eine wichtige Rolle zu spielen.

Iss was, dann wirst du was! Grundumsatz, die Nahrungsverwertung und das Fettverteilungsmuster. Wer den Überschuss in Fettzellen abspeichern konnte, konnte in Zeiten des Mangels davon zehren. Da sich die genetische Ausstattung des Menschen in den letzten Jahrzehnten praktisch nicht verändert hat, ist die starke Zunahme von Adipositas in erster Linie das Ergebnis veränderter Lebensumstände. Zwillingsstudien deuten darauf hin, dass Übergewicht auch eine genetische Komponente hat.