Max Horkheimer: Gedanken zur politischen Erziehung der Deutschen PDF

Der Begriff des Subjekts wurde nun eingeschränkt auf das erkennende Ich. Diese erkenntnistheoretischen Positionen wurden in der Philosophie immer wieder kritisiert, und es wurde versucht, auf eine Überwindung des Subjekt-Objekt-Schemas hinzuarbeiten. Der Subjektbegriff, der seinen Ursprung in der Philosophie hat, ist Gegenstand einer Vielzahl max Horkheimer: Gedanken zur politischen Erziehung der Deutschen PDF Wissenschaften, die diesen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten.


Författare: Max Horkheimer.
Nach dem Kriegseintritt der USA hat Max Horkheimer in der Hoffnung auf einen Sieg der Alliierten eines der ersten, vielleicht sogar das erste, Programm einer Erziehung der Deutschen zur Demokratie formuliert. Sein vielen amerikanischen Regierungsstellen zugeleitetes Memorandum nahm die spätere Wendung von der "Reeducation" zur "Reorientation" vorweg. Es steht am Anfang der vielfältige Aktivitäten, mit denen Max Horkheimer und das 1949 zurückgekehrte Frankfurter Institut für Sozialforschung Erziehung und Bildung im westlichen Nachkriegsdeutschland nachhaltig beeinflusst haben. Der Band dokumentiert deren Engagement in der – und für die – politische Bildung.

Hierzu gehören vor allem die Psychologie, die Rechts-, die Literatur- und die Geschichtswissenschaften, die Medizin, die Anthropologie und nicht zuletzt die Soziologie sowie Strukturfächer wie die Semiotik. Wesentlich, aber nicht hinreichend für ein Subjekt ist, dass es ein räumlich und zeitlich bestimmtes Wesen ist, das sich im Denken zu sich selbst verhält, also ein Selbstbewusstsein hat. Ursprünglich bezog sich der Begriff auf einzelne Individuen, die die materielle Grundlage eines Subjekts bilden. In Hinblick auf philosophische Disziplinen unterscheidet man das aktive, schöpferische und autonome Subjekt der Erkenntnistheorie vom Subjekt als ein Etwas, einem passiven Betrachtungsgegenstand in der Ontologie. Jahrhunderts hat gezeigt, dass der Mensch den Zugang zur Welt über die Sprache findet. Andererseits ist die Sprache an den Menschen gebunden.

In jedem Sprechakt wird der Geltungsanspruch durch das Subjekt erhoben. Die Rede über das Subjekt ist wesentlich vorbestimmt durch den sprachlichen Rahmen, den Soziolekt, der sich aus dem zugrunde liegenden Paradigma der den jeweiligen Diskurs bestimmenden Theorie ergibt. Eine den Diskurs eingrenzende Subjektivität ist in jeder Rede und in jedem Text enthalten. Eine mit der Betrachtung des Subjekts verbundene Frage ist die nach der Identität insbesondere im Zeitablauf. Diskutiert wird einerseits, inwieweit ein Subjekt mit sich identisch bleibt, wenn sich die Bedingungen seines Lebens wesentlich wandeln.

In Aristoteles‘ Schrift von den Kategorien dient der Begriff Subjekt zur Unterscheidung von etwas Selbständigen zu etwas Unselbständigen. Dem selbständigen Subjekt haften die unselbständigen Akzidenzien an. Als Objekte wurden hingegen durch intentionale Akte gegebene konkrete Dinge betrachtet, die als Gegenstände im Bewusstsein bereits vorhanden sind. So unterschied beispielsweise Wilhelm von Ockham das esse subiectivum als Sein der Dinge vom esse obiectivum als dem Sein der Gedanken im Geist. Begriff Subjekt in seinen Meditationes noch im vormodernen Sinne. Nicht mehr in einer gottgegebenen Heilsgewissheit, sondern im eigenen Denken soll der Zweifel beseitigt werden.

Descartes steht für den Übergang von der ontologischen zur erkenntnistheoretischen Bedeutung des Subjekt-Begriffs. Der Empirist John Locke war wie Descartes ein Vertreter des erkenntnistheoretischen Dualismus. Er entwickelte eine Abbildtheorie, nach der sich die äußeren Gegenstände in das Bewusstsein des erkennenden Subjekts einprägen. Bewusstsein das Denken immer begleitet und jeden zu dem macht, was er sein Selbst nennt und wodurch er sich von allen anderen denkenden Wesen unterscheidet, so besteht hierin allein die persönliche Identität, d.

Die Reflexionen des Bewusstseins ermöglichen dem Menschen auch seine Identität festzustellen. Für Leibniz gibt es ein inneres Lebensprinzip, eine ausdehnunglose Monade, die jedem Individuum innewohnt und sowohl die physische Gestalt als auch sein Selbstbewusstsein begründet. Im Gegensatz zu Descartes kommt Leibniz aufgrund seiner Monadenlehre ohne den Dualismus von Geist und Körper aus. Leibniz überwand so auch die geometrische Körpervorstellung der Substanz und konnte Teilbarkeit und Kontinuität erklären. David Hume stand wie Locke in der Tradition des Empirismus.

Einbildungskraft aus den Eindrücken geformt werden. Anders als Locke lehnte Hume es aber ab, von einer durch das Bewusstsein bestimmten Identität zu sprechen. Das Subjekt war für ihn kein Einzelding oder Substanz. Kant hob Hume heraus, dass die Art und Weise der Verarbeitung der Sinneseindrücke keinen Rückschluss auf die äußere Wirklichkeit zulassen. Das Wissen über die Erkenntnisobjekte ist niemals subjektunabhängig.