Mathematik für Chemiker PDF

Karl Wilhelm Gottlob Kastner um 1844 aus gewerblich-handwerklichen Disziplinen bzw. Mathematik für Chemiker PDF des Medizinstudiums zu einem reinen Chemiestudium mit Laboratoriumsunterricht an Universitäten. 49 zum Ausdruck kamen, in der Bevölkerung durch die Verschlechterung der landwirtschaftlichen Erträge mit ausgelöst worden seien. Darauf erfolgte eine stetige Unterstützung der Hochschulchemie nach den Ideen von Justus Liebig.


Författare: Manfred Stockhausen.

Mathematik für Chemiker ist eine gut verständliche, didaktisch klare Einführung in die mathematische Behandlung naturwissenschaftlicher Probleme. Das Buch bietet das mathematische Basisrepertoire für den Studenten der Chemie und anderer naturwissenschaftlicher Fachrichtungen. Es vermittelt das nötige mathematische Grundwissen und geht auf die Rolle ein, die die Mathematik in der Begriffs- und Theorienbildung spielt. Auf strenge mathematische Herleitungen wird dabei weitgehend verzichtet, die anschauliche Begründung vorgezogen.

Für die ersten Hochschullehrer war der innere Drang zur Wahrheitsfindung für eine Befähigung zu einem Chemiestudium ausschlaggebend. Eine innovative Einstellung, die auf wissenschaftlichem Arbeiten und Beobachten sowie logischem Ableiten und Hypothesenbildungen basierte, war Grundvoraussetzung für den Zugang zum Chemiestudium. Die Vorstellung durch eine Entdeckung oder Erfindung viel Geld zu verdienen, war zwar ausgeprägt, jedoch nicht alleiniges Ziel der Studenten. Der Grundsatz, der nach Zwecken der Nützlichkeit fragt, ist der offene Feind der Wissenschaft, welche die Wahrheit und nach Gründen sucht, und wir wissen mit Bestimmtheit, welche Stufe der Civilisation ein sonst begabtes Volk erreichen kann, welches die praktischen Ziele höher, als die der Wissenschaft gestellt hat. Andere Chemiker, wie beispielsweise Friedrich Bergius, hatten jedoch durchaus eine wirtschaftliche Sicht zur Chemie und Wissenschaft. Zwischen 1870 und 1900 gab es Diskussionen um die Inhalte des Chemiestudiums.

Industrievertreter wünschten eine praxisnahe Ausbildung und vergleichbare Abschlüsse. Hochschullehrer wie Adolf von Baeyer oder Wilhelm Ostwald wünschten sich die Bewahrung der Freiheit in der Forschung. Erkennen gilt als der edelste und menschlichste Akt, sofern dabei Gehalte erfaßt werden, in denen sich der Mensch entfaltet und an denen er sich innerlich bereichert. Bis zum heutigen Tage schult das anorganisch-analytische Praktikum logisches Denken und exaktes wissenschaftliches Arbeiten und ist damit der erste große praktische Befähigungsnachweis für ein Chemiestudium. Berufsaussichten für Chemiker noch keineswegs günstig, viele ausgebildete Chemiker waren arbeitslos und das Fach war als Wissenschaft noch keineswegs anerkannt. Im Jahr 1888 gab es in Deutschland 20 Universitäten mit einem Chemiefachbereich und 9 Technische Hochschulen.

Disput über die Vorzüge der Hochschultypen. Schon um 1900 umfasste das Chemiestudium die klassische Laborarbeit mit qualitativen und quantitativen anorganischen Analysen und organisch-präparativen Praktika. Auch Physik, Biologie, Mathematik und später auch verstärkt physikalische Chemie wurden gelehrt. Im Jahr 1913 waren 3240 Chemiestudenten an den deutschen Universitäten immatrikuliert.

Jährlich verließen etwa 320 Chemiker die Universitäten. Nach dem Rückgang der Zahl der Chemiestudenten im Ersten Weltkrieg stieg sie schnell an und erreichte im Jahr 1922 mit 7325 Studenten und 1923 mit 1000 Chemieabsolventen einen Höhepunkt. Von 1950 bis 1985 war die Arbeitslosigkeit bei Chemikern sehr gering. 1969 gab es in den alten Bundesländern über 8800 Chemiker, die eine Anstellung in der Chemieindustrie gefunden hatten. Weitere 8000 hatten eine Anstellung an den Universitäten im Bereich Forschung und Lehre.