Judenplatz. Die Kasernen des römischen Legionslagers PDF

Die Geschichte Wiens, der Hauptstadt Österreichs, beginnt vor etwa 4000 Jahren. In Verbindung mit den Ungarnkämpfen taucht im Jahr 881 die erste urkundliche Erwähnung des Stadtnamens auf, und zwar in den Judenplatz. Die Kasernen des römischen Legionslagers PDF Annalen. Schlacht gegen die Magyaren stattgefunden hatte. Etymologisch besteht keine Verbindung zum römischen Lagernamen Vindobona, dessen Herkunft und Bedeutung umstritten sind.


Författare: Martin Mosser.
Im fünften Band der Reihe „Wien Archäologisch“ steht nach dem Michaelerplatz eine weitere für die Erforschung des römischen Vindobona bedeutende Platzanlage im Mittelpunkt. Die Ausgrabungen am Judenplatz im Herzen der Wiener Innenstadt sind zwar hauptsächlich durch die Entdeckung der mittelalterlichen Synagoge im Zuge der Errichtung des Holocaust-Mahnmals bekannt geworden, von hoher wissenschaftlicher Bedeutung waren aber auch die römerzeitlichen Überreste dieser Grabungskampagne. Denn der Judenplatz, wo zur Römerzeit Mannschaftsbaracken standen, war vor 1900 Jahren Schauplatz des Alltagslebens römischer Legionssoldaten. Die wechselvolle Geschichte dieser Kasernenbauten kann nun nach langjähriger Aufarbeitungstätigkeit durch die Stadtarchäologie Wien detailreich nachvollzogen werden. Dabei werden bauhistorische Fragen beantwortet, diverses Fundmaterial anschaulich präsentiert und in größeren Zusammenhang zur Geschichte des Legionslagers Vindobona innerhalb des Imperium Romanum gebracht. Denn viele Fragen zur römischen Geschichte Wiens konnten erst mit diesen Grabungen endgültig geklärt werden. Illustriert ist der Band mit zahlreichen Fotos und Plänen sowie digitalen Rekonstruktionen von Michael Klein – Medienagentur 7reasons.

Altsteinzeit Menschen das Gebiet begangen haben. Funde im Stadtgebiet und im Umland beweisen, dass ab der Jungsteinzeit das Wiener Becken kontinuierlich besiedelt war. Besonderheiten sind aus dieser Zeit Manipulationen an menschlichen Schädelfragmenten zu kultischen Zwecken. Unterkiefer gefunden, dessen Gelenksköpfe entfernt wurden. Die ursprüngliche keltische Siedlung Vedunia und das spätere römische Legionslager Vindobona im heutigen Wien lagen weit im Osten des weströmischen Reiches und fielen daher den Wirren der germanischen Völkerwanderung rasch zum Opfer. Es gibt Hinweise auf ein katastrophales Feuer etwa zu Beginn des 5.

Nachdem die Langobarden 568 nach Süden abgezogen waren, übernahmen die Awaren unter Baian die Herrschaft in der gesamten Region. Neben der awarischen Oberschicht lebten aber andere Völker im Awarenreich. Das Herzogtum Bayern mit der Provinz Marcha Orientalis im 10. Etwa ab der Mitte des 6. Jahrhunderts bildete sich mit den Agilolfingern die erste bairische Stammesdynastie, die von ihrem Herrschaftssitz in Regensburg aus ihr Hoheitsgebiet bis Mitte des 8. Kurz nach der Wende zum 10. Jahrhundert fiel das Gebiet um Wien einem asiatischen Reitervolk in die Hände, den Ungarn, die der ostfränkische König Otto I.

Große im Jahr 955 in der Schlacht auf dem Lechfeld besiegen konnte. Damit begann für das frühe Wien der Weg ins Hochmittelalter. Jahrhundert setzte die fränkische Besiedelung von Westen her durch die Bajuwaren ein, welche sich nach dem Sieg über die Ungarn 955 noch verstärkte. Die Ereignisse nach dem Dritten Kreuzzug, in deren Verlauf der englische König Richard Löwenherz von Markgraf Leopold V. Oktober 1221 bekam Wien von Leopold VI. Letzteres bedeutete, dass Kaufleute, die durch Wien zogen, in der Stadt ihre Waren zum Verkauf anbieten mussten. Umso schmerzlicher wurde empfunden, dass Wien keinen eigenen Bischof hatte: es gehörte zum Bistum Passau.