Jüdisches Leben im Hünfelder Land PDF

Im kulturellen Bereich ist die Stadt vor allem wegen der Neersener Schlossfestspiele überregional jüdisches Leben im Hünfelder Land PDF. Von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung ist das Gewerbegebiet Münchheide.


Författare: Elisabeth Sternberg-Siebert.

Das vorliegende Werk von Elisabeth Sternberg-Siebert beschäftigt sich zunächst allgemein mit dem jüdischen Leben im Hünfelder Land und lenkt dann den Blick auf die Einzelnen jüdischen Familienschicksale in der Marktgemeinde Burghaun. Es zeigt, dass es sich bei den Opfern der gewaltsamen Verschleppung der jüdischen Bevölkerung in die Vernichtungslager der Nazis, nicht um gesichtslose Opfer handelt, sondern um Menschen, die einst das dörfliche und städtische Leben in der Region mitprägten und hier ihre Heimat hatten. Jüdisches Leben, deren Kultur und Architektur (Synagogen) waren bis 1938 fester Bestandteil des täglichen Lebens in Deutschland.
Die Autorin versucht, die historischen Wurzeln des Judenhasses darzustellen und Erklärungen dafür zu liefern. Dabei zeigt Sie ungeschönt die verbrecherische Menschenverachtung des NS-Regimes in der Region Hünfeld auf. Das Werk stellt so ein wichtiges Dokument zur Regionalgeschichte dar.

Das Willicher Stadtgebiet ist, typisch für den Niederrhein, von großen, ebenen landwirtschaftlichen Flächen geprägt. Südlich von Schiefbahn gibt es mit dem Schiefbahner Bruch ein Waldgebiet. Dieses Gebiet gehört mit rund 36 m ü. Insgesamt sind die Höhenunterschiede, die sich überwiegend aus einem leichten Gefälle von Ost nach West ergeben, mit maximal knapp sieben Metern sehr gering. Im Südwesten markiert der Fluss Niers die Grenze des Stadtgebietes. Von den rund 6776 Hektar Gesamtfläche wurden 2005 4169 Hektar landwirtschaftlich genutzt.

In der Stadt gab es 369 Hektar Wald und 131 Hektar Wasserfläche, 202 Hektar waren als Erholungsfläche ausgewiesen. Insgesamt 1270 Hektar entfielen auf Gebäude- und Freifläche, 601 Hektar wurden als Verkehrsfläche genutzt. 123 Meter hohe Schiefbahner Fernmeldeturm in Schiefbahn. Die Stadt besteht aus den vier Stadtteilen Willich, Schiefbahn, Anrath und Neersen. Kirche wurde jedoch wahrscheinlich bereits um das Jahr 800 gebaut. Anrath tauchte bereits 1010 in Urkunden auf, die Geschichte Neersens und Schiefbahns lässt sich bis 1262 bzw.

Um 1300 wurde die Siedlung Unterbroich, heute ein Ortsteil Schiefbahns, erstmals genannt. Die Vogtei Willich wurde 1245 erstmals erwähnt, bis 1272 lässt sich die Geschichte des Adelssitzes Haus Hülsdonk zurückverfolgen. 1298 wurde Willich an das Herzogtum Kleve verkauft. 1392 fiel das Amt Linn und damit auch Willich an das Kurfürstentum Köln, zu dem die anderen drei heutigen Stadtteile bereits gehörten. Der Bourgerhof wird 1394 erstmals erwähnt. König Sigismund verlieh Anrath 1414 das Marktrecht, womit Anrath als Flecken auch mit Wällen und Gräben befestigt werden durfte.