Grenzsituationen in der Pflege PDF

1995-2000 Grenzsituationen in der Pflege PDF der Rechts- und Politikwissenschaften in Marburg und Amsterdam. 2001 Legal Intern beim Internationalen Strafgerichtstribunal der Vereinten Nationen für Ruanda in Tansania.


Författare: Ursula Hogrefe.
Examensarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Pflegewissenschaften, Note: gut, , 14 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Jahre 1969 begann ich meine Ausbildung an der Schwesternvorschule des Kreiskrankenhauses Hoya. Zu damaliger Zeit wurden bestimmte Themen im Pflegealltag tabuisiert. "Über Gefühle spricht man nicht." "Eine Schwester ekelt sich nicht." ungefähr so lauteten die Anweisungen unserer Unterrichtsschwester.
Gefühlsregungen, vor allem wenn sie negativer Art sind, gelten heute wie damals in der Berufswelt der Pflegenden als meist nicht vorhanden. Schamgefühl, Angst und Ekel hat eine Pflegekraft nicht zu artikulieren. Im heutigen Berufsalltag kommen wir durch die Arbeitverdichtung immer mehr an unsere Grenzen. Aber nicht nur die Grenzen der Leistungsfähigkeit werden überschritten. Auch unsere inneren Grenzen der Erziehung, des kulturellen Umfeldes oder unsere eigenen Schutzgrenzen müssen wir oft mehrmals täglich überschreiten. Sei es bei Kontakt mit Exkrementen oder nur dadurch dass wir einem fremden Menschen körperlich nahe kommen müssen. Wir überschreiten unsere, sowie seine Grenzen. Machen uns die damit verbundenen Emotionen nicht bewusst, verdrängen sie oder leiten sie unbewusst um.
Ich glaube; ein Mensch kann Leid, Schmutz oder unangenehme Gerüche nur in begrenztem Umfang bei anderen ertragen, wenn er sich nicht aktiv mit den damit verbundenen Gefühlen auseinander setzt.
Ich habe während meiner pflegerischen Tätigkeit viel unterschwellige und auch direkte Gewalt an Patienten/Altenheimbewohnern beobachtet. Oft war den pflegenden Mitarbeitern oder auch Angehörigen ihr Handeln nicht bewusst. Ich glaube es gibt einen Zusammenhang zwischen verdrängten Gefühlen und Erkrankungen bei Pflegenden.
In welchen Situationen fühlen sich Pflegende überfordert? Wo kommen sie an ihre Grenzen und wo müssen sie diese überschreiten? Welche Gefühle sind damit verbunden? Macht die Verdrängung von negativen Gefühlen krank? Hat die Verdrängung Auswirkungen auf unser pflegerisches Handeln? Und, wenn ja ? Wie kann man als Leitungskraft in der Pflege, dem entgegen wirken?
Um diese Fragen soll es in meiner Hausarbeit gehen. Ich verstehe diese Arbeit als Hilfestellung für Mitarbeiter in Pflegeberufen. Ich möchte der Sprachlosigkeit in meinem Berufsumfeld ein Ende bereiten und einen Anstoß geben, sich mit unliebsamen Gefühlen/Emotionen auseinander zu setzen.

Deutschen Bundestag und im deutschen Generalkonsulat in Südafrika. 2006: Tätigkeit im International Justice Project des internationalen Sekretariats von amnesty international in England. 2006-2007: Lehrerin an einem Gymnasium in Tansania und Erwachsenenbildung im Menschenrechtsbereich. Seit 1990 ehrenamtliche Tätigkeit für amnesty international. Seit 1993 Teilnahme und seit 2003 Leitung sokratischer Gespräche. Studium der Philosophie, Christlichen Philosophie sowie Logik und Wissenschaftstheorie in Innsbruck und Leipzig.

1996 Magister der Philosophie, 2001 Magister der Philosophie der Theologischen Fakultät, 2003 Promotion in Philosophie. 3 159 227 159L227 159 227 159 227 159ZM230 160. Handlungsfeldübergreifend besteht der Wunsch und das Bestreben der professionell Pflegenden, eine qualitätvolle, am Individuum orientierte Pflege zu realisieren, die den aktuellen pflegewissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht. Die professionelle Pflege verfolgt den Anspruch, theoretischen Anforderungen und individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden, was nicht selten zu Spannungsfeldern führt. Bewusst geht es im Folgenden um die ethische Reflexion im Pflegehandeln.

Die hierfür erforderlichen Kompetenzen stellen die Grundlage dar, ethisch zu argumentieren, sich als professionell Pflegende in systematisierte Formen der ethischen Entscheidungsfindung einzubringen und die Perspektive der Profession Pflege im interdisziplinären ethischen Diskurs zu vertreten. Im Kontext von Werteorientierung geht es nicht alleine um die Anerkennung von Werten und die Festlegung einer Verhaltenspraxis beziehungsweise Handlungsnorm. Das würde bezogen auf den hier zugrunde liegenden Anspruch zu kurz greifen. Ethische Reflexion trägt dazu bei, über bestehende Vorgaben hinauszuschauen, sie will hinterfragen, die pflegefachliche Perspektive erweitern. Sie fordert, die Verhältnisse zwischen den beteiligten Werten und Werteorientierungen zu explizieren und zu ordnen . Die ethische Reflexion ist so verstanden grundlegend für die Erfassung des Ethikfokus und die Formulierung der situativen ethischen Fragestellung. Realisierung der geforderten Standardkriterien an vorausgehenden Schritten und grundlegenden Kompetenzen verlangt.

Kompetenz zur Entscheidungsfindung bei ethisch komplexen Fragestellungen. Zum aktuellen Zeitpunkt ist zunächst bei der ethischen Reflexion anzusetzen, sowohl in der Ausbildung am Lernort Praxis als auch im Kontext von Fort- und Weiterbildung. Parallel zu der Frage nach dem pflegefachlich korrekten und evidenzbasierten Handeln sind Anleitungssituationen, Pflegeprozessplanungen und Pflegevisiten bewusst um folgende Fragen zu ergänzen: Gibt es moralische Irritationen in der Situation? Welche Werte sind in der Situation beteiligt? Entscheidungsfindungsprozesse führt zu Management-Herausforderungen an die Einrichtungen und ambulanten Dienste, verbunden mit der konkreten Aufforderung aktiv zu werden und die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Pflege nicht entscheidungsfähiger Patienten und die Ausweitung des Autonomiekonzeptes. Autonomie und Stellvertretung in der Medizin.

Expertenstandard Ernährungsmanagement zur Sicherstellung und Förderung der oralen Ernährung in der Pflege. Zur Orientierungslosigkeit einer Medizin ohne ethische Reflexion. Ethisch denken und handeln in den Praxisfeldern der Pflege. Ethische Reflexion und Entscheidungsfindung in der intensivmedizinischen Praxis. Relevanz der Akzentuierung in der professionellen Pflege.

Konzeptentwicklung: Theoretische Fundierung und Prämissen zur Konzeptualisierung ethischer Fallbesprechungen. In: Riedel A, Lehmeyer S, Elsbernd A. Vorstandsmitglied der Akademie für Ethik in der Medizin e. Dieses Syndrom kann bei verschiedenen degenerativen und nichtdegenerativen Erkrankungen des Gehirns auftreten. Der Begriff leitet sich ab von lat. Demenz umfasst Defizite in kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten und führt zu einer Beeinträchtigung sozialer und beruflicher Funktionen. Heute sind die Ursachen einiger Demenzen geklärt, bei vielen Formen gibt es jedoch noch keine eindeutigen, unumstrittenen Erkenntnisse zur Entstehung.