Geht’s noch billiger? PDF

Nachdem ich kürzlich selbst zu spüren bekam, wie der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit Kritikern umzugehen pflegt, habe ich nun noch viel heftigere Beispiele bekommen. Im ersten Fall geht es um den Selbstständigen, Herrn G. Rundfunkgeräte als auch zusätzlich für geht’s noch billiger? PDF nicht ausschließlich privat benutzten Geräte Rundfunkgebühren bezahlt. Er hat also alles getan, was man tun muss, um dem System gerecht zu werden.


Författare: Walter Schönthaler.

"Doch er und wir – wir alle sind Verlorene", meldete der Senior-Münz depressionsgebremst über seine Elektronen. "Aus Metall wurde Papier, und aus Papier wurde Luft. O treue Münzen, die wir einst waren – durch Gold und durch Silber gedeckt – man hat uns an die Luft gesetzt und jetzt sitzen wir hier fest, fixiert unter einer Sockelleiste in einem Diskontladen."
Unverblümt und pointiert erzählt Schönthaler in seinem Wirtschafts-Kriminalroman aus der Sicht einer 20-Cent-Münze von der sinkenden Bedeutung des Bargelds, dem Lebensmitteldiskont, der Spekulation mit Agrarrohstoffen, dem Ausufern der Finanzwirtschaft und den Folgen für die Lebensmittelhersteller und Konsumenten.
"Geht¿s noch billiger?" ist eine erfrischende Satire über einige der Absurditäten in der Wirtschaft, geschrieben von jemandem, der jahrzehntelang in Top-Positionen von bekannten Markenartikelunternehmen gearbeitet hat.

Trotzdem wurden er und seine Frau wiederholt von einem Rundfunkgebührenbeauftragten aufgesucht und nach seinen Angaben schwer belästigt. Aufgrund des im Schriftwechsel von Herrn G. Januar 2009 Strafanzeige und Strafantrag bei der Staatsanwaltschaft. Auch wenn dieser Satz auf den ersten Blick zum Schmunzeln einläd – der Strafantrag gegen Herrn G. Was praktisch nie vorkommt, wenn ein Bürger Strafantrag gegen Anstaltsmitarbeiter oder Gebührenbeauftragte erstattet, hier klappte es wie geschmiert: Die Staatsanwaltschaft reagierte tatsächlich und nahm sich dieses schaurigen Verbrechens an: Wegen „Beleidigung“ bekam Herr G.

Anwältin und legte Einspruch gegen den Strafbefehl ein. Es kam zu einer mündlichen Gerichtsverhandlung, die zwei Stunden gedauert haben soll. Mittlerweile wurde das Verfahren ohne weiteren Gerichtstermin eingestellt. Auch in diesem Fall geht es um einen lang andauernden Streit mit der Landesrundfunkanstalt und der GEZ. Hintergrund ist, dass Herr Schmidt  wegen einer genetisch bedingten Krankheit dauerhaft arbeitsunfähig ist und über kein eigenes Einkommen verfügt.

Insgesamt lässt sich nach Durchsicht der Akte sagen, dass auch dieser Schriftwechsel  nicht immer kühl und sachlich verlief. Die Rundfunkanstalt stellte auch in diesem Fall Strafanzeige und Strafantrag und zwar wegen Beleidigung und wegen versuchter Nötigung weil er den GEZ-Mitarbeiter mit der Geldforderung wegen seiner Anwaltskosten konfrontiert hat. Auch hier war die Staatsanwaltschaft fleißig: entgegen den sonstigen Gepflogenheiten wurde ermittelt und Anklage erhoben. Da Herr Schmidt über kein Einkommen verfügt, müsste er 50 Tage ins Gefängnis. Er hat fristgerecht Einspruch erhoben und erhielt nun die Vorladung zur Hauptverhandlung. Der Strafbefehl wurde per Einwurf-Einschreiben, also ohne persönliche Übergabe und Unterschrift, zugestellt. Hätte sich der Postbote am Briefkasten geirrt, wäre Herrn Schmidt das Gefängnis sicher gewesen.

Und Schmidts gibt es bekanntlich mehr als einen. Hier nun die Ladung, datiert vom 18. Es wird gebeten, zahlreich zur Verhandlung zu kommen! Die Adresse ist 68159 Mannheim Bismarckstr. Es scheint so zu sein, dass aus der Sache von Herrn Schmidt noch ein richtiger Blog wird, der so schnell nicht zum Ende kommt! Zunächst einmal zur Verhandlung vor dem Strafgericht vom 11. September 2009: Das Urteil lautet: 50 Tagessätze, also genausoviel wie im Strafbefehl angegeben.