«Geh in das Land, das ich Dir zeigen werde…» PDF

Hilfen für Anfänger“ auch eine ausführliche, tiefergehende Katechese anzubieten, möchten wir Dir hier wesentliche Bezugspunkte zur Beichte und zur Sündenvergebung nahe bringen. Durch die Taufe wird nun das, was Christus am Kreuz erworben hat, vom Taufbewerber angenommen. Während das Kreuzesopfer Jesu ein Angebot der Erlösung an jeden einzelnen Menschen ist, werden wir wirklich erst wie Christus – wir sterben mit ihm «Geh in das Land, das ich Dir zeigen werde…» PDF gewinnen ein neues Leben – durch die Taufe.


Författare: Katherine Elena Wolff.

Die jüdischen Dimensionen Tora und Volk sind in gewisser Weise für das christliche Bewusstsein verständlich; die dritte Dimension des Landes wird hingegen kaum von Christen rezipiert. Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, inwieweit Landtraditionen im Neuen Testament zu finden sind und wie diese aufgrund des Christusereignisses verarbeitet wurden. Als Hintergrund werden zunächst Landtraditionen in der Hebräischen Bibel aufgezeigt. Dem folgt eine Untersuchung der Landtraditionen in der rabbinischen Literatur (bis einschliesslich Babylonischem Talmud), in den zwischentestamentarischen apokalyptischen Schriften und bei Philo von Alexandrien. So können neutestamentliche Themen in neuer Weise erkannt werden.

Was Jesus am Kreuz getan hat, nehmen wir an, indem wir uns taufen lassen. Das in der Taufe geschenkte Leben wird erhalten durch die Eucharistie – dort werden wir immer wieder durch den Empfang des Leibes Christi selbst zu Leib Christi. Das ist nichts anderes als Sündenvergebung und damit Kern und Zentrum unseres Glaubens. Seite aber auch durch bewusste Abkehr von Gott und Rückkehr zu einem gottlosen Leben – so, als wenn es die Taufe nicht gegeben hätte. Die liebevolle Beziehung, die Gott in der Taufe zu uns geknüpft hat, wird verletzt oder aufgegeben. Dabei ist es nicht Gott, der einen Rückzieher macht – sondern der Mensch.

Er verkrümmt sich wieder in sich selbst. Um sich wieder ganz auf Gott einzulassen, bedarf er der erneuten Hilfe Gottes – und Gott ist so großzügig, uns diese Hilfe in der Form eines Sakramentes zu gewähren: Die Beichte. Die Beichte ist somit im eigentlichen Sinne eine „Tauferneuerung“ – oder, wie Papst Benedikt es formulierte, wie eine „Zweite Taufe. Wer sich in einer Beziehung – zum Beispiel einer Liebesbeziehung – versündigt, d. Geliebten zuliebe auf etwas verzichtet – zum Beispiel auf das Fußballendspiel mit den Kollegen und stattdessen mit zum Geburtstag der Schwiegermutter fährt.

Gott: Wenn ich mich Gott gegenüber leichtsinnig, gedankenlos oder absichtlich lieblos und desinteressiert verhalten habe, kann ich beten, Taten der Liebe verrichten, Opfer bringen, um Verzeihung bitten, Fasten und Verzichten oder andächtig und demütig die Kommunion empfangen. Wenn ich mich meinem Ehepartner gegenüber allerdings so schwer versündigt habe, dass ich das, was ich getan habe, gar nicht wieder gut machen kann, bin ich auf die großherzige Verzeihung meines Geliebten angewiesen. Wer zum Beispiel fremdgegangen ist, kann das durch demütiges Schuheputzen nicht wettmachen. Rien ne vas plus“ – Nix geht mehr.

Immer dann, wenn Gott mir etwas gewährt, was ich nicht aus mir selber heraus empfange, sondern von IHM – und das zudem notwendig für mein Heil ist – hat Gott dafür die Form des Sakramentes gewählt. Ein Priester leiht Gott die Stimme, um mir auf meine Bitte um Verzeihung zu antworten. Gott hält das für die angemessene Form – die Kirche stimmt dem zu und Du wirst vermutlich, wenn Du diese Katechese gelesen hast, ähnlich denken. Natürlich können wir auch in der Beichte demütig um Verzeihung bitten, wenn wir uns keiner schweren Beziehungsstörung bewusst sind. Ein sehr löblicher Vorsatz: Sowohl für meine Beziehung zu Gott als auch für jede Beziehung zu den Menschen.

Das werden wir noch weiter ausführen. Aber notwendig, ja: unverzichtbar für mein Leben mit Gott, ist die Beichte vor allem dann, wenn ich sehnsüchtig darauf hoffe, dass Gott mir verzeiht, was ich selbst nicht gutmachen kann. Sünde“ hat zunächst nicht soviel mit Moral zu tun. Es geht bei der Beichte nicht in erster Linie um Dein moralisches Verhalten – und logischerweise auch bei der Beichtvorbereitung nicht um eine moralische Innen-Revision. Du gehst in der Beichte zu Gott, um Deine Beziehung zu ihm zu erneuern, auszuräumen, was im Wege steht und Deine Liebe zu ihm zu festigen. Die erste und wichtigste Frage ist also: Wie steht es um Dein Verhältnis zu Gott? Stell Dir vor, Du merkst, wie Deine Freundschaft zu einem bestimmten Menschen immer langweiliger, routinierter und uninteressanter wird.

Zehn Regeln für eine gelungene Freundschaft“ zu Hand und kontrollierst, ob Du Dich in jeder Hinsicht gut verhalten hast. Ich habe alle zehn Regeln eifrig und gewissenhaft befolgt“ bleibt Deine Beziehung zu diesem bestimmten Menschen wie sie ist: Erneuerungsbedürftig. So fragen Menschen, die mit der Beichte konfrontiert werden, oft als erstes nach ihrem Sündenregister – und sind der Meinung, dass doch alles in Ordnung ist, weil sie keinen umgebracht haben – niemand betrogen und niemanden verprügelt. Zehn Regeln für eine gelungene Gottesbeziehung“ durch – die Zehn Gebote – anstatt sich an den zu wenden, um den es eigentlich geht: Gott.

Du willst wieder etwas beginnen, was Du in dieser Beziehung vernachlässigt hast. Du suchst nicht nach Fehlern, sondern nach positiven Anknüpfungspunkten. Sünde ist also in erster Linie nicht eine Verletzung von Regeln, sondern eine Beziehungsstörung. Regeln beobachten und überprüfen ist nur ein Weg, diese Störung zu entdecken.

Der schönere Weg ist, sich neu zu verlieben. Beichten“ hören oder auch tatsächlich beichten gehen, glauben, dass es sich dabei um ein Ritual handelt – so ähnlich wie das Händewaschen oder das Duschen. Sie überlegen lange, alles richtig zu machen und lernen Formeln, Sündenregister und Abläufe. Dabei geht es in der Beichte um nichts weniger als um eine Gottesbegegnung.