Geborgen und gesegnet PDF

Eine hebräische Grabinschrift setzt sich aus mehreren Elementen zusammen: Den Namen, den Daten, gerahmt von einer Einleitungsformel und einem Schlusssegen, und oft erweitert durch eine Eulogie. Das aus dem Griechischen stammende Wort bedeutet „Lob“, „Lobrede“. Geborgen und gesegnet PDF Friedhof Willich, Grabstein des Michael Metzger, gest.


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Worte des Trostes
• Mit Texten von Dietrich Bonhoeffer, Udo Hahn, Irmgard Erath, Ruth Rau und anderen bekannten Autoren
• Einfühlsam ausgewählte Fotos

Das wichtigste Element, das in jeder Grabinschrift genannt ist, ist der Name des oder der Verstorbenen. Die Namen der Juden spiegeln deutlicher als alles andere die wechselvolle, seit Jahrtausenden von Vertreibung gekennzeichnete Geschichte des jüdischen Volkes wider. Jedes neue Exil, jede neue Umgebung mit neuer Sprache und neuen Sitten hat ihre Spuren auch in der Wahl der Namen hinterlassen. Den Lebenshauch empfängt der Name von der Sprache, aber die Bedeutsamkeit von der Geschichte, von der Sitte den Reiz“, so schreibt der jüdische Gelehrte Leopold Zunz 1837 in seiner Einleitung zur ersten Untersuchung der Namen der Juden, die bis heute zu den wichtigsten Werken auf diesem Gebiet gehört. Und er fügt hinzu: „Darum bergen jene Namen eine geheime Geschichte, es sind Annalen in Chiffer-Schrift, zu welcher geistige Forschung den Schlüssel giebt. Zu den beliebtesten jüdischen Männernamen gehören allgemein die biblischen Namen.

Nicht alle diese Namen sind hebräischen Ursprungs, schon hier lassen sich Einflüsse aus der Diasporagriech. So hat der Name Mosche wahrscheinlich ägyptischen Ursprung, und Mordechai kommt aus dem Persischen. Manche der genannten biblischen Namen werden erst im Mittelalter als Vornamen gebräuchlicher, wie zum Beispiel Mosche, Jisrael und Schimschon. Andererseits bürgerten sich daneben Namen ein, die zwar hebräischer, aber nicht biblischer Herkunft waren. Zu diesen traditionellen jüdischen Namen vornehmlich biblischer und hebräischer Herkunft treten nun auch andere Namen. Diese umfassen in Deutschland vor allem Namen deutscher und romanischer Herkunft. Der andere war der „bürgerliche“ Name, der im Alltag, vor allem aber im Kontakt mit der nichtjüdischen Umgebung gebraucht wurde.