Es gibt so viele Tiere! PDF

Alle Fotos und Texte auf veggiswelt. Dieses Buch handelt es gibt so viele Tiere! PDF Tieren und von Menschen.


Författare: Martin Rauschert.
In unserer schnelllebigen Gesellschaft findet man immer weniger Zeit, sich der Natur zu widmen. Wir ärgern uns darüber, wenn Minierraupen die Kastanienblätter zerfressen, der Prozessionsspinner in Massen auftritt und Allergien verursacht, wenn seine Borsten in unsere Haut stechen. Manch Autofahrer schimpft auf den Marder, der des Nachts Kabel oder Kühlschläuche seines Wagens angefressen hat. Wildschweine sind in die Stadt gezogen, wohnen in Parkanlagen und zerstören auf der Nahrungssuche unsere Grünanlagen und Gärten, stoßen Abfalltonnen um und wühlen nach Fressbarem, auch Füchse kontrollieren diese Behälter. Waschbären leben auf den Bäumen der Parks und plündern die Vogelnester. Intelligente Krähen sammeln Nüsse auf, lassen sie vor heran rollenden Autos fallen und die Schalen knacken.Doch es gibt auch noch Tiere in unserer freien Natur!Die auffälligsten Tiere sind unsere Wirbeltiere. Deshalb sind sie in diesem Buch an den Anfang gesetzt. Säugetieren begegnen wir in Stadt und Land. Auch Vögel fliegen überall umher. Beides sind Warmblüter. Doch es gibt auch Wirbeltiere mit wechselwarmem Blut. Sie können sich bei tieferen Temperaturen nicht bewegen und verkriechen sich im Winter. Zu dieser Gruppe gehören die Reptilien, also Schlangen, Eidechsen und Schildkröten, denen wir nur selten begegnen. Auch Lurche, wie Molche, Salamander, Frösche und Kröten verstecken sich und erstarren im Winter.Fische leben im Wasser. Als Zierfische können wir viele im Aquarium halten. In unseren Gewässern können wir sie nur mit einer Taucherbrille direkt beobachten, wenn das Wasser klar genug ist.Eigentlich stehen Schwämme in der Systematik der mehrzelligen Tiere an erster Stelle. Da sie allerdings weniger attraktiv erscheinen, wurden sie erst nach den Wirbeltieren eingefügt und ihnen schließen sich die anderen Gruppen der „Niederen Tiere“ an, von denen die Insekten besonders zahlreich sind und einige durch Form und Färbung auffallen.Im Wesentlichen wurden nur einheimische Tiere abgebildet. Doch einige davon sind höchstens in den wärmeren Gebieten Deutschlands anzutreffen und deshalb in südlicheren Ländern fotografiert worden. Die Pferdeaktinie kommt bei uns nicht vor und wurde nur als typisches Beispiel für eine Seerose („Blumentier“) hier mit aufgenommen.Möge das Buch einen Anreiz geben, unsere interessante Tierwelt etwas genauer wahrzunehmen.

Es ist ein Buch über den tagtäglichen Umgang mit den Tieren. Es ist daher, so gesehen, ein Buch über den normalen Alltag der von den Menschen eingekerkerten und missbrauchten Tiere. Es ist aber ein Alltag, den wir Menschen weitgehend ausgeblendet haben. Es gibt viele individuell unterschiedliche Gründe, um mit dem Fleischessen aufzuhören. Viele Menschen tun es wegen der Tiere, sehr viele aber auch aus gesundheitlichen Gründen, einige finden es schlicht und einfach ekelhaft, Leichenteile zu essen. Die hier aufgeführten Gründe zeigen, wie schädlich Fleischkonsum für unsere Welt ist.

Wir Menschen benehmen uns auf diesem Planeten wie eine Besatzungsmacht in einem überfallenen Land: wir morden die Bewohner und pferchen sie ein, wir verknechten und entrechten sie, wir lassen ihnen keine Würde. Bei all dem schaden wir uns sogar noch selbst. Das war auch schon in der DDR so: Speziell ausgebildete Mitarbeiter wurden unter falscher Flagge in die oppositionelle Szene eingeschleust, um diese zu zersetzen. Diese Mitarbeiter spielten sich in dieser Szene dann als die überzeugtesten und radikalsten Protagonisten auf und waren damit für die anderen Oppositionellen unverdächtig. Mächtige Feinde, die daran interessiert sind, die Tiere ungestört zu missbrauchen, sie einzupferchen, Ihnen das Fell über die Ohren zu ziehen, sie zu jagen und nicht zuletzt, sie wegen ihres Fleisches abzuschlachten. Ihr Interesse ist groß, die Aufklärungsarbeit von effektiv arbeitenden Tierrechtlern zu vereiteln. Tiere jagen dient dem Menschen dazu, eine unmittelbare Beziehung zur Natur aufzubauen, zu der er sonst nicht fähig wäre.

Denn nichts lässt eine Seele tiefer mit einer anderen Seele in Kontakt treten, als Töten oder Lieben. Jäger sind Heger, und zwar in dem Sinne, dass sie den Wunsch hegen, zu töten, um daran Lust zu empfinden. Töten als der Kick, den der Großstadtmensch so nötig braucht. Jagen – das S-Bahnsurfen der Naturfreaks. Das Märchen, dass die Tiere dezimiert werden müssen, weil ihnen die natürlichen Feinde fehlen, glauben nicht einmal die Jäger selbst, da sie bekanntlich auch Wölfe abschießen, die den Bestand kurz halten könnten. Außerdem wird das Wild im Winter von den Jägern gefüttert, damit zur Saison wieder genügend Abschussmaterial für sie bereitsteht. Wenn es den Jägern wirklich um einen waldgerechten Bestand ginge, könnten sie die Tiere ja mit einem Betäubungsgewehr narkotisieren, um sie dann fachmännisch zu kastrieren.

Das würde aber eine zusätzliche Ausbildung erfordern und einen fürsorglichen Charakter voraussetzen. Mit der deftigen Jägerromantik wäre das nur schwer vereinbar. Die folgende Szene habe ich vor Kurzem in meinem Wohnzimmer beobachten können. An einem schmalen sehr hohem Fenster meiner Balkontür hatte sich eine Spinne ihr Netz gebaut. Es befand sich am oberen Ende und umfasste die gesamte Breite von 27 cm, nach unten waren es etwa genauso viel. Der Abstand zum Fenster vom Rahmen, an dem es befestigt war beträgt 1,5 cm. Zum Zeitpunkt des Vorfalls saß die Spinne ganz still genau in der Mitte Ihres Netzes.