Eroberer des Himmels (Teil 2) PDF

Mapuche-Frauen bei der 200-Jahr-Feier der Schlacht von Rancagua. Ihr angestammtes Gebiet erstreckt sich auf die Staaten Chile und Argentinien. Den Mapuche ist es als einzigem indigenen Volk Amerikas eroberer des Himmels (Teil 2) PDF lange Zeit hinweg gelungen, sich der Kolonisation durch die Spanier zu entziehen und ihre Unabhängigkeit zu bewahren.


Författare: Bernd Sternal.
Wir jubeln Künstlern zu, Dichtern und Schriftstellern, mitunter auch religiösen Führern oder Politikern. Doch wer bejubelt schon Ingenieure und Erfinder. Bereits seit Beginn der Industriellen Revolution weisen Technikphilosophen auf die Bedeutung der Ingenieurskunst hin. Geändert hat sich bis heute nicht viel.
Ich habe es mir daher zur Aufgabe gemacht, mich mit dem Wirken von Luft- und Raumfahrtpionieren zu beschäftigen und Ihnen von einigen dieser Persönlichkeiten Lebensbilder zu zeichnen. In diesem Band 2, der nahtlos an Band 1 anknüpft, finden Sie folgende Eroberer des Luftraumes:
Oswald Boelcke – Erfinder der Luftkampftaktik ,
Hugo Eckener – Erbprinz und Nachfolger von Ferdinand Graf von Zeppelin,
Wolf Hirth – der Segelflugpionier,
Gottlob Espenlaub – der Raketenflugzeugpionier,
Ernst & Hans Röver – Erfinder der Funkfernsteuerung,
Ernst Udet – legendärer Jagdflieger und Generalluftzeugmeister,
Ernst Heinkel -der Schnellflugzeug-Visionär,
Carl August von Gablenz – der Zivilluftfahrtentwickler .
Und wen Ihnen meine Lebensbilder gefallen haben, dann können Sie sich bereits auf den dritten Band freuen.
Die Lebensbilder werden ergänzt durch 1 Karte, 2 farbige Abbildungen sowie 79 Zeitdokumente und Fotografien in schwarz-weiß.

Das Siedlungsgebiet der Mapuche erstreckte sich vom Río Choapa im mittleren Norden Chiles bis zur Insel Chiloé, es hatte also eine Nord-Süd-Ausdehnung von etwa 1600 Kilometern. Mapuche“ als identitärer Oberbegriff für die verschiedenen Regionalidentitäten entwickelte sich erst im 17. Fremden, wie zunächst die spanischen Kolonisatoren und später die chilenische Mehrheitsgesellschaft bezeichnet wurde. Die Eigenbezeichnung als „Mapuche“ ist somit als Resultat von Widerstands- und Reorganisationsprozessen unter dem Einfluss der Spanier zu verstehen. Jedenfalls wird eine ethnozentristische Betrachtung der Ur-Mapuche als Mangelgesellschaft ohne Staat, ohne Schrift, ohne Geschichte und ohne Markt der Wirklichkeit insoweit nicht gerecht, als sie ausblendet, dass es diesen Gesellschaften durchaus gelungen war, eine befriedigende Beherrschung der natürlichen Umwelt zu erreichen, die den Bedürfnissen ihrer Lebensweise voll entsprach. Sehr schnell und viel gezielter als etwa die nordamerikanischen Indianer übernahmen die Araukaner das Pferd durch systematischen Diebstahl und erlernten die Reitkunst und Zucht der Tiere.

1546 trafen spanische Konquistadoren unter Pedro de Valdivia am Fluss Bío Bío erstmals auf die Mapuche, die die Kolonisatoren zunächst erfolgreich am Aufbau einer Festung hinderten. In der Folgezeit zerstörten die Indianer die meisten der von Siedlern gegründeten Ansiedlungen im Süden des Landes und verhinderten damit eine weitere Kolonisierung Chiles nachhaltig. Zu einem weiteren großen Aufstand kam es in den Jahren von 1598 bis 1604, nachdem die Huilliche die spanischen Truppen 1598 in der Schlacht von Curalaba noch einmal vernichtend geschlagen hatten. Die Mapuche erkannten sehr schnell, dass die Spanier nur erfolgreich zu bekämpfen waren, wenn man sie mit ihren eigenen Mitteln schlug. Der andauernde Widerstand der Ureinwohner zwang die Spanier 1641 zur Anerkennung einer unabhängigen Mapuche-Nation im Vertrag von Quillín. Darin wurde der Bío-Bío-Fluss als faktisch schon seit 1602 bestehende Grenze zum Mapuchegebiet festgeschrieben und dem Volk der Mapuche Souveränität zugebilligt, ein in der Geschichte indigener Bevölkerungen in Südamerika einzigartiger Vorgang.

In dieser Zeit erweiterten die Mapuche ihren Siedlungsraum allmählich über die Anden nach Osten, wo sie verwilderte Rinder und Pferde jagten. Bezeichnung für einen Überfall berittener Mapuche auf europäische Siedler. 1825 erkannte auch das mittlerweile unabhängige Chile die Unabhängigkeit der Mapuche ausdrücklich an. Mapuche-Gebiet gewaltsam an Chile angegliedert und im Jahre 1883 endgültig unterworfen.

Das Königreich von Araukanien und Patagonien gehört zu den skurrilsten Episoden der chilenischen Geschichte. Im Jahre 1858 reiste der französische Rechtsanwalt Orélie Antoine de Tounens nach Chile. Jahrhundert viele Mapuche in die Städte ab, etwa 40 Prozent leben heute in der chilenischen Hauptstadt Santiago, in Temuco und anderen Ballungsräumen. Es gibt keine Ureinwohner, wir sind alle Chilenen.

Der chilenische Zensus von 2002 ergab 604. Inwieweit dieser Rückgang Assimilierungseffekte widerspiegelt oder auf Erhebungstechniken zurückgeht, ist umstritten. Die ursprüngliche Sprache der Mapuche, das Mapudungun, wird in Chile nur noch von etwa 260. Seit Jahren ist das Verhältnis zwischen Mapuche, die den Großteil der indigenen Bewegung in Chile ausmachen, und dem chilenischen Staat durch Landrechtskonflikte getrübt.