DuMont direkt Reiseführer Stockholm PDF

Stadt an der Westküste der schwedischen Ostseeinsel Gotland. Visby als führender Handelshafen im 12. Visby in der duMont direkt Reiseführer Stockholm PDF Hälfte des 14.


Författare: Petra Juling.
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An der Westküste Gotlands, wo die Küstenlinie nach Nordosten abknickt, liegt der Ort des späteren Visbys ungemein günstig: Das Ufer bildet eine damals durch Sandbänke geschützte Bucht, an der das steile Ufer terrassenförmig abfällt. Er war ein idealer Anlandeplatz für tiefgehende frühzeitliche Schiffe. Holzhäusern, die in der Altstadt gefunden wurden, konnten auf diese Zeit datiert werden. Visby entwickelte sich in der Mitte des 12. Jahrhunderts zum führenden Handelshafen des Ostseeraumes. Schon im vorherigen Jahrhundert ist ein den Handel betreffendes Abkommen zwischen Visby und Nowgorod anzunehmen. Die Gotländer erhielten von Kaiser Lothar bereits 1134 weitreichende Handelsrechte.

Die deutschen Kaufleute, die in der Ostsee Handel trieben, besaßen solche Privilegien auf Gotland jedoch nicht, was Streitigkeiten zwischen den beiden Parteien hervorrief. So etablierte sich in Visby eine erste kleine deutsche Gemeinde. 1320 vereinigten sich die Gemeinden aufgrund des guten Verhältnisses, indem sie ihre Räte zusammenlegten. Die ältere Forschung nahm an, dass die deutschen Kaufleute den Gotländern vor allem deshalb überlegen waren, weil sie mit der Kogge über einen besseren Schiffstyp verfügt hätten.

Diese Annahme konnte von der modernen Schiffsarchäologie aber mit Sicherheit falsifiziert werden. Trennung der deutschen Kaufleute in die nun auf Gotland ansässigen in Gotlandia manentes und die Gotland nur besuchenden Gotlandiam frequentantes. Den ausgeschlossenen deutschen Kaufleuten war der Weg nach Nowgorod verwehrt. Die Gemeinschaft der Gotlandfahrer wurde urkundlich zuerst 1252 von Margarete von Flandern erwähnt und bildet die Anfänge hansischer Handelsaktivität im Ostseeraum. Jahrhundert zur Großstadt heran, deren Kern vor allem von reichen Kaufleuten bewohnt wurde. 1259 zum ersten Mal erwähnten St.

Jahrhunderts war Gotland unter die Herrschaft der schwedischen Krone gefallen. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde es für die beiden Stadtgemeinden Visbys interessant, sich vom gotländischen Umland und somit von der Rechtsverfassung der gotländischen Landgemeinde zu lösen. Zuerst konnte Visby auch im 14. Jahrhundert seine Stellung als wichtige Handelsstadt des Ostseeraumes halten.

So nahm es nach wie vor eine Führungsrolle ein und etablierte sich als Kopf des gotländisch-livländischen Drittels innerhalb der Hanse. Die formale Oberherrschaft des schwedischen Königs blieb dessen ungeachtet bestehen. Jahrhunderts war es zum Machtkampf zwischen Lübeck und den selbstbewussten Gemeinden Visbys um die Vorherrschaft im Ostseeraum gekommen, der sich zuerst in der Frage manifestiert hatte, wer die Kontrolle über die Nowgoroder Faktorei innehaben sollte. 1361 wurde Visby vom dänischen König Waldemar IV. Von 1394 bis 1398 suchten die Vitalienbrüder Schutz hinter Visbys Stadtmauern.

Visby wurde 1525 von Truppen der Hansestadt Lübeck angegriffen. Es wurden unter anderem alle Kirchen mit Ausnahme der deutschen Kaufmannskirche St. Durch den 1645 geschlossenen Frieden von Brömsebro wurde Visby mit Gotland ein Teil Schwedens. 1805 unter Denkmalschutz gestellt, seit 1995 ist sie mit ihren zahlreichen mittelalterlichen Bauten Teil des Weltkulturerbes der UNESCO. Am Nordwestabschnitt der Stadtmauer liegt der Botanische Garten mit der Kirchenruine St.