Du sollst begehren PDF

Zehn Gebote vornimmt und du sollst begehren PDF möchte, wie es mit seinem „Sündenkonto“ aussieht, ist oft relativ schnell fertig. Ich bin der Herr, Dein Gott. Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren.


Författare: Gay Talese.
Neun Jahre, von 1971 bis 1980, recherchierte Gay Talese für dieses Buch und setzte dafür sogar seine Ehe aufs Spiel. Er begleitete Hugh Hefner, den legendären Gründer des Playboy, sprach mit Dr. Alex Comfort, dem Autor des Bestsellers "The Joy of Sex", er leitete einen Massagesalon und lebte u ber Monate in einem Nudistencamp, in dem die freie Liebe propagiert und gelebt wurde. Mehrere Paare gewährten ihm über den gesamten Zeitraum Einblick in den Zustand ihres Ehelebens, ihre Affären, ihr Sexualleben, ihre Haltung zu Treue und Untreue. Talese war auf der Suche nach den Menschen und den Gründen, die seit Beginn der sechziger Jahre eine kulturelle Umwälzung in den USA ausgelöst hatten, wie es zuvor keine gab: die sexuelle Revolution. "Du sollst begehren" ist nicht nur ein Glanzstück literarischen Journalismus, sondern ein Buch, das bis heute nichts von seiner Aktualität verloren hat. Denn die Sehnsüchte der sexuellen Revolution schlummern in uns allen ….

Ich benutze ihn ja auch nie. Gedenke, dass Du den Sabbat heiligst. Zumindest habe ich ihn nicht entheiligt, ist doch auch schon was. Du sollst Vater und Mutter ehren. Ich habe immer schön ‚Danke‘ gesagt und Geschenke gekauft.

Du sollst nicht die Ehe brechen. Du sollst kein falschen Zeugnis geben über Deinen Nächsten. Du sollst nicht die Frau Deines Nächsten begehren. Ich finde die Frau meines Nachbarn überhaupt nicht attraktiv. Obwohl gucken muss doch wohl erlaubt sein, oder? Du sollst nicht das Hab und Gut Deines Nächsten begehren. Das gleiche gilt für sein Haus und Auto.

Allerhöchstens seinen Swimmingpool aber, der macht auch nur Arbeit. Klar – das führt zu nichts, und wir wissen: Die Gebote sind anders gemeint. Gebote sind dann nichts als ein Ordnungssystem. Gebote sehr viel realer gemeint, als wir zunächst glauben.

Es geht bei diesem Gebot nicht nur vordergründig darum, in einen fremden Tempel gegangen zu sein und dort heimlich einer fremden Gottheit ein kleines Opfer dargebracht zu haben. Jux bei der letzten Kegeltour auf den Malediven aber damit versündigt man sich eher gegen die andere Religion, die man lediglich als bunte Kulisse versteht. Nein, die Frage, die das erste Gebot an uns richtet, ist eine andere. Gott ist schließlich der, der den ersten Platz in meinem Leben einnimmt. Er hat mich geschaffen, Ihm verdanke ich alles. Er erwartet mich nach diesem Leben, auf Ihn hin lebe ich.

Er ist mein Gott, meine Kraft, mein Leben: Er lässt mich leben. So formuliert klingelt es schon: So gesehen habe ich vermutlich schon öfter mal gegen dieses Gebot verstoßen. Im Film „Glauben ist alles“ antworte die Möchte-gern-Frau des Rabbis auf die Frage: „Lieben Sie Aerobic? Als Rabbi sollte man hier sofort an das 1. Im Grunde steckt in jeder x-beliebigen Sünde ein Verstoß gegen das Erste Gebot. Denn bei jeder Sünde spielt das Motiv eine Hauptrolle – und wir sündigen ja meistens, weil wir andere Dinge oder Personen über Gott stellen. Ich weiß, man soll nicht lügen aber was soll mein Chef von mir denken, wenn ich jetzt die Wahrheit sage?

Ich weiß, ich habe meinen Eltern versprochen, jetzt nach Hause zu gehen aber es ist gerade so schön hier. Ich weise im nächsten Kapitel darauf hin, dass wir uns nicht nur deshalb an ein Gebot halten sollen, weil Gott es erlassen hat – wir sollen es auch verstehen. Und eigentlich sollen wir uns an die Gebote halten, weil wir erkennen, dass sie nicht nur Gottes Wille sind – sondern sehr gut und heilsam für uns. Aber natürlich gehört in das Erste Gebot die Zuwendung zu anderen Religionen. Natürlich gehen wir nur selten wirklich „fremd“, indem wir Mitglied anderer Religionen werden.

Aber seien wir auch nicht überkritisch: Nicht alles, was in anderen Religionen praktiziert wird, ist schlecht. Prüfet alles und behaltet das Gute! Paulus, und deshalb dürfen wir uns in fremden Religionen und Kulturen gerne umsehen und Gutes übernehmen. Aber oft heben wir lieber fremde Schätze und verwerfen das eigene Gold. Und oft finden wir etwas nur deshalb interessant, weil es eben nicht christlich, sondern exotisch ist.

Vor allem verdrängen diese Praktiken und Übungen häufig unser Gebet oder ersetzen das Gespräch mit Gott. Viele dieser Dinge gaukeln uns vor, wir könnten uns selber heilen und retten und bräuchten keinen Gott mehr. Das gilt auch für den Aberglauben: Ob wir in Edelsteinen eine verborgene Kraft vermuten, in schwarzen Katzen einen Vorboten für nahendes Unheil oder in Erdstrahlen einen triftigen Grund, das Schlafzimmer umzuräumen – ob das Aberglauben ist oder nicht, ist nicht immer einfach zu entscheiden. Sobald aber der Mondkalender nicht nur eine praktische Alltagshilfe wird, sondern eine Droge und mir wichtiger als mein Gottvertrauen – dann habe ich mir einen anderen Gott gewählt. Verbot, sich von Dingen auf der Erde oder im Himmel Bilder zu machen, ein eigenes Gebot und nehmen dann die letzten beiden Gebote wieder als eines. Und die Anhänger dieser Konfessionen werfen uns Katholiken dann oft vor, wir hätten das Bilderverbot bewusst unterschlagen.