Doping und Enhancement PDF

Type or paste a DOI name into the text box. Zur Navigation springen Zur Suche springen Unter pharmakologischem Neuro-Enhancement versteht man die Einnahme von psychoaktiven Substanzen aller Art mit dem Ziel der geistigen Doping und Enhancement PDF. MPH und Amphetamine blockieren präsynaptische Noradrenalin- und Dopamintransporter. Das Wirkprofil ist nicht vollständig aufgeklärt.


Författare: Andreas Singler.
Doping im Sport ist seit rund 100 Jahren Gegenstand eines breiten gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Diskurses. Dieser Diskurs zeugt immer wieder von geradezu alchemistischen Vorstellungen einer gefahrlos möglichen pharmakologischen Selbsttransformation zum Zweck der Leistungssteigerung. Der aktuelle Diskurs um Neuroenhancement („Gehirndoping“) weist dazu verblüffende Parallelen auf. In diesem Buch soll deshalb der Versuch unternommen werden, aus der Geschichte des Dopings für das aktuelle Enhancement-Problem zu lernen.
Doping wird dabei als Risikoentwicklung beschrieben, die mit einer hohen Zwangsläufigkeit unerwünschte medizinische und soziale Nebenfolgen zeitigt. Diese wiederum sind geeignet, die angestrebten Ziele langfristig zu gefährden. Untersucht wird, wie moderne Leistungsorientierung ideengeschichtlich erzeugt und ethisch aufgeladen wurde und wie dies offenbar den Blick für pathologische Seiten dieser sportlichen wie gesellschaftlichen Leistungsorientierung verstellt.
Doping und Enhancement sind damit nicht nur als betrügerische Handlungen Einzelner zu begreifen, sondern mehr noch als verzweifelte Antwort von Menschen auf eine Hypertrophie gesellschaftlicher Leistungsorientierung. Daraus werden Schlussfolgerungen für eine breitere Strategie gegen sportlichen und gesellschaftlichen Medikamentenmissbrauch gezogen. Erfolgreich kann Prävention jedoch nur dann sein, wenn die Bedingungen, unter denen moderne Gesellschaften Leistung generieren, grundlegend hinterfragt werden.

Bei Antidementiva sind zwei Untergruppen zu unterscheiden: Acetylcholinesterase-Inhibitoren und NMDA-Antagonisten wie Memantin. Antidementiva werden zur Behandlung von Alzheimer-Demenz eingesetzt. Acetylcholin-Esterase-Inhibitoren verhindern den Abbau von Acetylcholin im synaptischen Spalt und führen über eine erhöhte Acetylcholin-Konzentration zu einer besseren Gedächtnisleistung. Galantamin bewirkt zusätzlich zur Acetylcholin-Esterase-Inhibition noch eine allosterische Modifikation des nikotinergen Acetylcholin-Rezeptors. Vor allem selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer sollen sowohl Stimmung als auch die soziale Funktionsfähigkeit verbessern.

Blocker haben eine beruhigende Wirkung, da sie die β-Adreno-Rezeptoren blockieren. Koffein ist nicht verschreibungspflichtig und wird deshalb ausdrücklich dem Neuro-Enhancement und nicht dem Doping zugeschrieben. Die Nukleotidphosphodiesterase wird gehemmt und so eine Akkumulation von cAMP hervorgerufen. Die durch cAMP ausgelöste Adrenalin-Wirkung hält länger an und die Wirkung wird potenziert. Adenosinrezeptoren werden vor allem im Striatum blockiert.

Dadurch wird die durch Adenosin ausgelöste Vigilanzreduktion antagonisiert. Die Wirkung von Energy Drinks basiert auf der Wirkung von Koffein, die zudem durch Taurin verstärkt wird. Taurin führt zu einer verbesserten Glucoseverwertung durch einen erhöhten Insulinspiegel. Ginkgo biloba ist ein freiverkäufliches Produkt mit den Substanzen aus dem asiatischen Ginkgobaum.

Es enthält vor allem Flavonoide und Terpenoide. Außerdem führen anti-apoptotische Eigenschaften angeblich zu einer Neuroprotektion. Dies ist jedoch in den letzten Jahren häufig als Fehler identifiziert und kritisiert worden. Teenager und junger Erwachsener zu pharmakologischen Studierhilfen greifen.