Die Zehn Gebote PDF

Zehn Gebote vornimmt und überprüfen möchte, wie es mit seinem „Sündenkonto“ aussieht, ist oft relativ schnell fertig. Die Zehn Gebote PDF bin der Herr, Dein Gott.


Författare: Hans Joas.
Bis in die Gegenwart durchdringen die Zehn Gebote die Normen und Werte der von der jüdisch-christlichen Tradition geprägten Kulturen. Doch sind die biblischen Gebote auch heute noch Bestimmungen, an denen wir uns ungebrochen orientieren können? Und gehen auch die dunklen Seiten unserer Geschichte und Gegenwart auf sie zurück?
Namhafte Beiträger wie Jan Assmann, Hermann Deuser, Horst Dreier, Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, Dietmar Mieth und Klaus Müller reflektieren in diesem Band, was die Zehn Gebote zum Zeitpunkt ihrer Niederlegung bedeuteten und was sie uns heute bedeuten können. Zu zentralen Themenkomplexen wie dem Tötungsverbot, den Begehrensverboten, der Monogamievorschrift und dem Bilderverbot werden jeweils eine eher skeptische und eine reflektiert positive Stimme einander gegenübergestellt. Auch das grundsätzliche Verhältnis von Liebesethos und Gebotsmoral findet Eingang in die Betrachtungen. So entsteht ein facettenreiches Bild, das für alle von Interesse ist, die nach den Grundlagen für Recht und Moral in der Gegenwart fragen – unabhängig davon, ob sie gläubig oder ungläubig sind.

Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren. Ich benutze ihn ja auch nie. Gedenke, dass Du den Sabbat heiligst. Zumindest habe ich ihn nicht entheiligt, ist doch auch schon was. Du sollst Vater und Mutter ehren. Ich habe immer schön ‚Danke‘ gesagt und Geschenke gekauft.

Du sollst nicht die Ehe brechen. Du sollst kein falschen Zeugnis geben über Deinen Nächsten. Du sollst nicht die Frau Deines Nächsten begehren. Ich finde die Frau meines Nachbarn überhaupt nicht attraktiv. Obwohl gucken muss doch wohl erlaubt sein, oder? Du sollst nicht das Hab und Gut Deines Nächsten begehren.

Das gleiche gilt für sein Haus und Auto. Allerhöchstens seinen Swimmingpool aber, der macht auch nur Arbeit. Klar – das führt zu nichts, und wir wissen: Die Gebote sind anders gemeint. Gebote sind dann nichts als ein Ordnungssystem.

Gebote sehr viel realer gemeint, als wir zunächst glauben. Es geht bei diesem Gebot nicht nur vordergründig darum, in einen fremden Tempel gegangen zu sein und dort heimlich einer fremden Gottheit ein kleines Opfer dargebracht zu haben. Jux bei der letzten Kegeltour auf den Malediven aber damit versündigt man sich eher gegen die andere Religion, die man lediglich als bunte Kulisse versteht. Nein, die Frage, die das erste Gebot an uns richtet, ist eine andere. Gott ist schließlich der, der den ersten Platz in meinem Leben einnimmt. Er hat mich geschaffen, Ihm verdanke ich alles.

Er erwartet mich nach diesem Leben, auf Ihn hin lebe ich. Er ist mein Gott, meine Kraft, mein Leben: Er lässt mich leben. So formuliert klingelt es schon: So gesehen habe ich vermutlich schon öfter mal gegen dieses Gebot verstoßen. Im Film „Glauben ist alles“ antworte die Möchte-gern-Frau des Rabbis auf die Frage: „Lieben Sie Aerobic?

Als Rabbi sollte man hier sofort an das 1. Im Grunde steckt in jeder x-beliebigen Sünde ein Verstoß gegen das Erste Gebot. Denn bei jeder Sünde spielt das Motiv eine Hauptrolle – und wir sündigen ja meistens, weil wir andere Dinge oder Personen über Gott stellen. Ich weiß, man soll nicht lügen aber was soll mein Chef von mir denken, wenn ich jetzt die Wahrheit sage? Ich weiß, ich habe meinen Eltern versprochen, jetzt nach Hause zu gehen aber es ist gerade so schön hier. Ich weise im nächsten Kapitel darauf hin, dass wir uns nicht nur deshalb an ein Gebot halten sollen, weil Gott es erlassen hat – wir sollen es auch verstehen. Und eigentlich sollen wir uns an die Gebote halten, weil wir erkennen, dass sie nicht nur Gottes Wille sind – sondern sehr gut und heilsam für uns.