Die neuen Leiden des alten M. PDF

Historizität des Alten Testamentes etwas zu sagen, würde den Rahmen der Jugendkatechese sprengen. Sicherlich sinnvoller ist es, sich auf die Die neuen Leiden des alten M. PDF zu konzentrieren. Ein weiteres ist wichtig: Die Glaubwürdigkeit im historischen Sinne ist notwendig, damit das, was berichtet wird, auch angenommen werden kann.


Författare: Harald Martenstein.
Er wird geliebt und gehasst. Harald Martenstein schreibt weiter an seiner großen Chronik der deutschen Gegenwart. – hübsch portioniert in kleinen Texten über die Politik und den Alltag, Männer und Frauen, über das Älterwerden, das Vatersein, die Irrungen und Wirrungen der politischen Korrektheit. Wahrscheinlich ist dieses Buch sein bisher bösestes, witzig und entspannt ist es trotzdem. Der Kolumnist Martenstein wurde mit allen Preisen ausgezeichnet, die in diesem Genre in Deutschland vergeben werden. Wer unser Land verstehen will, muss lesen, was Martenstein über Genderforschung, über Sprachvorschriften, über die Diskriminierung von Menschen bei Schönheitswettbewerben oder über Steuerbetrüger zu sagen hat.



Ein Verkehrsunfall kann exakt dokumentiert sein: er muss mein Leben nicht notwendigerweise prägen und verändern, wie es mein Glaube tut. Auch wenn ich historisch sauber und umfassend beweisen könnte: Jesus hat die verdorrte Hand wirklich geheilt, so muss der Glaube doch noch mindestens einen Schritt weiter tun und sagen: Der das getan hat, Jesus Christus, hat damit ein Wunder vollbracht, das mir hilft, ihn als Messias, als Heiland der Welt, anzunehmen. Wunder führt zum Glauben an Ihn, in dem alle Kräfte des Heils wirken. Mit anderen Worten: Zwischen den glaubwürdig bezeugten Ereignissen und der persönlichen Annahme des Glaubens an Gott muss die Brücke des Vertrauens von Person zu Person – von Mensch zu Gott – gespannt werden. Berichtet mir ein guter Freund, zu dem ich volles Vertrauen haben darf, eine Begebenheit, die ungewöhnlich, unwahrscheinlich, außergewöhnlich ist : ich bin eher bereit, ihm das zu glauben, weil ich ihm glaube, der mir das berichtet.

Den Evangelisten ging es nicht darum, historische Ereignisse zu berichten. Nicht darum, was Jesus getan hat, sollte dargestellt werden, sondern wer er für uns ist. Und um das zu erreichen, haben sich die Evangelisten allerhand Stilmittel bedient, z. Trotzdem wird man die eine Frage stellen müssen: Wie soll das gehen, zu zeigen, wer Jesus ist, wenn nicht zugleich auch gezeigt wird, was er getan und gesagt hat? Und eine wesentliche Eigenschaft des Glaubens ist es übrigens, den Verstand nicht auszuschalten, sondern ihn zu seiner eigentlichen Bestimmung zu erheben. Dass dieser Apostel der „ungläubige“ genannt wird, ist ein wenig unglücklich ausgedrückt. Thomas sehen, auch schon der antike .

Es gibt auch den unlauteren Glauben, der immer neue Bedingungen erfindet, nach deren Erfüllung man bereit ist zu glauben: Wenn z. Das Beispiel des Thomas zeigt noch ein Weiteres: Der Glaube hat für uns immer einen Bezugspunkt, von dem alles ausgeht und zu dem alles hinführt. Der Bezugspunkt für unseren Glauben ist ein geschichtliches Ereignis: die Auferstehung Jesu von den Toten am dritten Tag nach seiner Hinrichtung am Kreuz. Die Kreuzigung Jesu ist ein historisch fassbares und datierbares Ereignis. Jünger durch die Auslegung der Schrift durch Jesus eine neue Sicht der Dinge. Sie beginnen zu verstehen, weshalb Jesus diesen Weg des Leidens und Kreuzes gehen musste. Das heißt: Die ganze Heilige Schrift dürfen wir auf Christus bezogen lesen.

Die Auferstehung Jesu ist das zentrale Ereignis, von dem aus alles andere verstanden werden muss. Erst nach seiner Auferstehung wird ihnen der Sinn vieler Worte klar, so z. Man darf nicht einwenden, diese Vorgehensweise sei unhistorisch oder verstelle den Blick auf die historische Gestalt des Jesus von Nazareth. Ein Beispiel aus der allseits bekannten jüngeren Geschichte mag verdeutlichen, dass man immer wieder von „Schlüsselereignissen“ ausgeht, um die Mitte einer Person und seine Botschaft zu verstehen. Wir wählen der Einfachheit halber das – zugegebenermaßen negative – Beispiel einer „Unperson“: Adolf Hitler. Die Apostelgeschichte berichtet von der Wahl des Nachfolgers des Judas Iskariot.