Die Motivation deutscher Aufsichtsräte PDF

Dieser Artikel stellt nur die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten die Motivation deutscher Aufsichtsräte PDF schildern. Rechts- oder Besitzverhältnisse dazu befugt sind, aber deren Entscheidungsbefugnisse durch die Mitbestimmung der davon Betroffenen ihre Begrenzung finden. Die meisten Mitgliedstaaten der Europäischen Union verfügen über gesetzliche Mitbestimmungsregelungen.


Författare: Christian Jünger.
​Zahlreiche Unternehmenskrisen und Bilanzskandale der jüngsten Vergangenheit haben dazu geführt, dass neben Vorständen auch verstärkt Aufsichtsräte in den Mittelpunkt der Kritik geraten sind. Dabei wird ihnen vorgeworfen, ihrer Kontrollaufgabe nur unzureichend nachzukommen. Um ein Agieren der Aufsichtsräte im Interesse der Aktionäre zu gewährleisten, schlagen Vertreter der Agency-Theorie beispielsweise die Installierung eines erfolgsorientierten Vergütungssystems vor. Aber sind Aufsichtsräte tatsächlich über Geld zu motivieren? Anhand von 92 Experteninterviews mit Anteilseignervertretern börsennotierter deutscher Unternehmen untersucht diese Arbeit, wodurch Aufsichtsräte primär motiviert sind und welche Rolle dabei die Vergütung spielt. Dafür wird ein interdisziplinärer Ansatz gewählt: Neben der Verwendung der Agency-Theorie wird die Motivation von Aufsichtsräten ebenso aus dem Blickwinkel der psychologischen Ökonomik sowie der auf den Soziologen Pierre Bourdieu zurückgehenden Theorie der Praxis beleuchtet. Die empirische Analyse zeigt, dass die Motivation von Aufsichtsräten in keinem unmittelbaren Verhältnis zu ihrer Vergütung steht. Neben dem Einbringen ihrer Kompetenz, sind Aufsichtsräte insbesondere an einer Erhöhung ihres sozialen und symbolischen Kapitals interessiert, um sich innerhalb des exklusiven Beziehungsnetzwerks deutscher Aufsichtsräte optimal positionieren zu können. Die Aufsichtsratsvergütung stellt lediglich einen Gradmesser der entgegengebrachten Wertschätzung dar und eignet sich nicht als Instrument zur Erhöhung der Motivation.

In Deutschland hat der Begriff politisch und rechtlich die Bedeutung von Einflussmöglichkeiten von Arbeitnehmern und ihren Repräsentanten auf Entscheidungen in ihrem Betrieb oder Unternehmen. Die Mitbestimmung in Betrieb und Unternehmen ist in einem langen historischen Prozess aus sehr unterschiedlichen Motiven und Zielsetzungen hervorgegangen. Einige sozial eingestellte Unternehmer und akademische Sozialreformer wollten aus liberaler Überzeugung, dass die Arbeitnehmer nicht als Fabrikuntertanen, sondern als gleichberechtigte Bürger behandelt werden, und setzten sich daher für Mitbestimmungsrechte ein. Mitbestimmung soll Arbeitnehmern Einfluss auf unternehmerische Entscheidungen ermöglichen.

Das betrifft einerseits die Ordnung des Betriebs, die Arbeitsbedingungen und den Umgang mit dem Personal sowie wirtschaftliche Entscheidungen über die Entwicklung und Zukunft des Unternehmens und der Arbeitsplätze. Aufgabe, die mit der Unterordnung der Arbeitnehmer unter fremde Leitungs- und Organisationsgewalt in größeren Unternehmen verbundene Fremdbestimmung durch die institutionelle Beteiligung an den unternehmerischen Entscheidungen zu mildern und die ökonomische Legitimation der Unternehmensleitung durch eine soziale zu ergänzen. In der wissenschaftlichen Diskussion wird die These vertreten, dass auch die Arbeitgeber Interesse an Mitbestimmung haben. In der Personalwirtschaftslehre wird sie teilweise als ein zeitgemäßes Instrument zur Steigerung der Leistungsfähigkeit in Sinne von Produktivitätssteigerung, Verringerung der Fluktuationsraten und Erhöhung der Mitarbeitermotivation in einem Unternehmen angesehen. Arbeitnehmer Anspruch auf Mitbestimmung am Arbeitsplatz. Er hat dort Aufklärungsanspruch über Tätigkeitsmerkmale der Stelle und die Verantwortung, die er dort zu tragen hat. Gegenstand der betrieblichen Mitbestimmung sind Fragen der Ordnung im Betrieb, der Gestaltung der Arbeitsplätze, der Arbeitsabläufe und Arbeitsumgebung, wie beispielsweise die Verteilung der Arbeitszeit, Personalplanung und Richtlinien zur Auswahl von Personal, Sozialeinrichtungen, Zeiterfassung und Leistungskontrolle.

Organ der betrieblichen Mitbestimmung sind der Betriebsrat, im öffentlichen Dienst der Personalrat sowie in den Kirchen und kirchlich-karitativen Einrichtungen die Mitarbeitervertretung. Seine Aufgabe ist die Interessenvertretung der Arbeitnehmer. 1, 91, 94, 95, 97 Abs. 2, 98, 112 BetrVG normierten Tatbestände, die der gleichberechtigten Entscheidung von Arbeitgeber und Betriebsrat unterliegen. In diesen Fällen ist eine Einigung mit dem Betriebsrat oder ersatzweise der Spruch der Einigungsstelle gem.