Die katholische Rezeption Karl Barths PDF

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Författare: Benjamin Dahlke.
Das Denken Karl Barths ist nicht nur auf evangelischer Seite auf reges Interesse gestoßen, auch katholische Theologen haben sich intensiv mit ihm auseinandergesetzt. Wie dies geschah und warum, zeichnet Benjamin Dahlke in dieser Studie für die Zeit vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil nach. Er zeigt, dass die Beschäftigung mit dem ‚Römerbrief‘ und der ‚Kirchlichen Dogmatik‘ ein Anstoß zur theologischen Erneuerung war, also im Kontext der allmählichen Auf- und Ablösung der Neuscholastik zu verstehen ist. Thematisiert werden beispielsweise Hans Urs von Balthasars kritische Aneignung von Barths Denken und die mit Erich Przywara verknüpfte Debatte um die analogia entis. Damit soll ferner ein Beitrag zur Biographie Karl Barths geleistet werden. Barth unterhielt nämlich vielfältige, teils sogar freundschaftliche Kontakte zu Katholiken, die für die Genese seines Denkens wichtig sind.

1947 verfasste er dazu das Darmstädter Wort mit. Ab 1950 bekämpfte er die deutsche Wiederbewaffnung. Die KD gibt bis heute wesentliche Anstösse für viele evangelische Kirchen und theologische Debatten. Karl Barth war der älteste Sohn von Fritz Barth und Anna Katharina Barth, geborene Sartorius. Unter ihren Vorfahren waren etliche Theologen, darunter der Reformator Heinrich Bullinger.

Die Familie zog 1889 von Basel nach Bern, wo Fritz Barth an der Universität eine Lehrtätigkeit aufnahm und 1895 eine ordentliche Professur erhielt. Am Freien Gymnasium Bern erhielt Karl eine humanistische Schulbildung. Sein Hauptinteresse lag beim Fach Geschichte. Theologen Adolf von Harnack und Dogmatik bei dem Kantianer Julius Kaftan.