Die Gemälde PDF

Gemälde des französischen Malers Eugène Delacroix. Juli 1830 erhob sich die Pariser Bevölkerung zu einem Aufstand, der als Julirevolution in die Geschichte eingegangen ist. Ursache der Revolution war die Gemälde PDF reaktionäre Politik Karls X.


Författare: Ludwig Tieck.
Ludwig Tieck (1773 1853), der zum inneren Kreis der deutschen Romantiker gehörte, ist vor allem für seine Shakespeare-Übersetzungen bekannt. Der überaus vielseitige und produktive Autor hat zudem zahlreiche Märchen und Erzählungen sowie Romane veröffentlicht. Mit der 1821 erschienenen Novelle "Die Gemälde" eröffnete Tieck eine lange Reihe von Erzählungen, die ihm im Rahmen einer fiktionalen Handlung zur Darlegung von Meinungen und Ansichten dienten, in diesem Fall zur Kunstgeschichte.

Das Bild verarbeitet die Barrikadenkämpfe in Paris am zweiten der drei Revolutionstage. Es war der blutigste Tag und die entscheidende Wende des Aufstandes. Die Julirevolution des Jahres 1830 war eine kurze, aber heftige und gewalttätige Auseinandersetzung zwischen Bürgern und Obrigkeit. Tote gab es auf beiden Seiten, wie im Bildvordergrund zu sehen ist, rechts unten liegen zwei tote Soldaten, die Gesichter abgewandt. Delacroix lässt Pulverdampf durch die Pariser Straßen wabern. Das Volk hat keinen Anführer im eigentlichen Sinn, sein Aufstand kommt spontan und aus der Masse heraus.

Das Bild wurde bald nach dem Umsturz im Palais du Luxembourg ausgestellt und erreichte eine enorme Popularität. Der französische Staat kaufte das Bild an, doch verschwand es schnell im Depot, womöglich weil seine revolutionäre Botschaft auch dem neuen Regime von Louis-Philippe I. Diese Umschreibung wiederum bezog sich auf den Vierten Stand als Träger der Revolution. Das Bild der Marianne, dargestellt als Symbol der Freiheit in Die Freiheit führt das Volk, gilt als französische Kulturikone.

Der bewaffnete Junge rechts der Frauengestalt inspirierte den französischen Schriftsteller Victor Hugo zu der Figur des Gavroche in seinem Roman Les Misérables. Die britische Band Coldplay verwendet Die Freiheit führt das Volk als Titelbild für das im Juni 2008 erschienene Album Viva la Vida or Death and All His Friends. Clark: Der absolute Bourgeois – Künstler und Politik in Frankreich 1848 bis 1851. Rose-Marie und Rainer Hagen: Meisterwerke im Detail. Band 2, Taschen Verlag, Köln 2003, ISBN 3-8228-1371-0. Nicos Hadjinicolaou: Die Freiheit führt das Volk von Eugène Delacroix. Verlag der Kunst, Dresden 1991, ISBN 3-364-00221-5.

Winfried Nerdinger: Vom Klassizismus zum Impressionismus. Martin Lurz Verlag, München 1980, ISBN 3-87501-065-5. Sabine Slanina: Vom Ereignisbild zum Bild-Ereignis. Eugène Delacroix, in: Uwe Fleckner, Bilder machen Geschichte. Historische Ereignisse im Gedächtnis der Kunst.