Die Fugger. Die deutschen Medici? PDF

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Die Fugger sind ein schwäbisches Kaufmannsgeschlecht, die Fugger. Die deutschen Medici? PDF seit der Einwanderung Hans Fuggers aus Graben im Jahr 1367 in Augsburg ansässig war.


Författare: Annalena Willer.
Projektarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Geschichte Europa – and. Länder – Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,3, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Geschichtswissenschaften – Abteilung für Wirtschaftsgeschichte), Veranstaltung: Vom Mäzenatentum zum Corporate Citizenship. Zivilgesellschaftliches Engagement von Unternehmen und Unternehmern in Mittelalter und Neuzeit, Sprache: Deutsch, Abstract: Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen, ob die Fugger als deutsche Medici bezeichnet werden können. Dabei soll der besondere Fokus auf das Mäzenatentum und Fördererdasein gelegt werden. Um diese Thematik zu bearbeiten, gilt es zunächst genauer auf die Geschichte der beiden genannten Familien einzugehen; im Speziellen, wie die Fugger in Augsburg und die Medici in Florenz an die Macht gelangten. Danach wird das Mäzenatentum und Fördererdasein beider untersucht, wobei im Besonderen die Fuggerschen Stiftungen ebenso wie die Kunstförderung der Medicis, an denen jeweils mehrere Generationen beteiligt waren, genauer dargestellt werden. Anschließend gilt es wechselseitige Einflüsse auszumachen. Drauf folgend wird untersucht, inwiefern ein Vergleich der Stiftungen mit der Kunstpatronage möglich ist, um abschließend im Fazit die Frage zu beantworten, ob die Fugger wirklich als deutsche Medici bezeichnet werden können.
Als Untersuchungszeitraum bieten sich das 15. und 16. Jahrhundert an. In diese Zeitspanne fällt nicht nur der Aufstieg der Firmen, sondern gleichzeitig auch der Ausbau des Mäzenatentums beider Familien. Wie bereits erwähnt waren beide Familien der Gegenstand diverser wissenschaftlicher Veröffentlichungen. Die verwendeten Werke dieser Arbeit stammen überwiegend aus den 1940er bis 1950er Jahren oder den vergangenen zehn Jahren. Zweifelsohne wurden auch in der Zwischenzeit Publikationen über die Fugger, beziehungsweise die Medici verfasst, allerdings nicht in dem Maße und nicht in den für diese Arbeit bedeutenden Themenbereichen. Dennoch finden auch einige wenige Werke aus dieser Zeit im weiteren Verlauf Beachtung.

Der Name Fugger wurde europaweit zu einem Synonym für Reichtum. Webermeister aus Graben und wurde Mitglied in der Zunft der Weber in Augsburg. Hier handelte er Ende des 14. Leintuch das er bei bayrischen Webern aufkaufte und verkaufte. Nach der Aufteilung des Familienvermögens im Jahr 1455 gingen die beiden Familien getrennte Wege. Die Familie der Fugger von der Lilie war im 16. Die Familienfirma der Linie Fugger vom Reh war zunächst ebenfalls erfolgreich, wurde aber Ende des 15.

Firma langsam und vorsichtig ausgebaut habe. Die neuere Forschung hat diese Darstellung widerlegt. Die Mitglieder der Familie stiegen ab 1511 in den Adel auf. Jahrhunderts nahmen sie hohe kirchliche und weltliche Ämter ein.

Mehrere Fugger machten sich als Kunstförderer und Stifter einen Namen. Die bekanntesten Stiftungen sind die Fuggerkapelle in der Augsburger Kirche St. Anna und die Fuggerei, heute die älteste bestehende Sozialsiedlung der Welt. Zweige sind bis heute auf dem Fuggerschloss Babenhausen, auf Schloss Kirchheim und Schloss Oberkirchberg ansässig.

Fehlentscheidung: ein ungenügend abgesicherter Kredit an Erzherzog Maximilian I. In den letzten Jahren des 15. Die Nachfahren erlangten keine überörtliche Bedeutung mehr, erlangten aber in zwei Linien den sogenannten rittermäßigen Adelsstand. Franz Herre: Die Fugger in ihrer Zeit. Martin Kluger: Die Fugger im goldenen Augsburg der Renaissance. Die deutschen Medici in und um Augsburg. Geschichte und Sehenswürdigkeiten, herausgegeben von Regio-Augsburg-Tourismus.