Die Förderung der Wissenschaft unter Heinrich II. PDF

Dies ist ein als exzellent ausgezeichneter Artikel. Krönungsbild aus dem Regensburger Die Förderung der Wissenschaft unter Heinrich II. PDF: Die heiliggesprochenen Bischöfe Ulrich von Augsburg und Emmeram von Regensburg haben Heinrich vor den Thron des Höchsten geleitet.


Författare: Stefanie Leisentritt.
Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte Europa – and. Länder – Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,3, Eberhard-Karls-Universität Tübingen (Heinrich II.), Veranstaltung: Abteilung für Mittelalterliche Geschichte, 16 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Mittelalter wird gemeinhin als das dunkle Zeitalter bezeichnet, geprägt von einer tiefen Religiosität, einer Jenseitsbezogenheit des Lebens, einer Weltverachtung. Doch wird man mit dieser Vorstellung der Zeit zwischen Antike und Neuzeit auch gerecht, sind die "dark ages" nicht viel mehr als das? Eine Untersuchung der Wissenschaft und Bildung im Mittelalter könnte auf diese Vorstellungen möglicherweise ein ganz neues Licht werfen. Zuerst wird man mit großer Wahrscheinlichkeit auf Karl den Großen zurückgreifen, der innerhalb der sogenannten "Karolingische Renaissance" der Bildung in seinem Reich einen ganz neuen Stellenwert verschafft hat. Dass es auch andere Herrscher gab, die sich den Wissenschaften zugewandt haben, zeigt die vorliegende Arbeit anhand der Person Heinrichs II. Zuerst sollen aber hier die geschichtlichen Voraussetzungen erörtert werden, natürlich wird auch Karl der Große in nicht geringem Maße auftauchen. Ferner wird uns Heinrich II. selbst noch interessieren, seine Ausbildung und das spätere Interesse an Wissenschaft, das sich in verschiedenen Ausprägungen darstellt. Darüber hinaus soll noch dargestellt werden, inwieweit sich Heinrichs Vorliebe auf die Großen des Reichs auswirkte, insbesondere die Rolle der Bischöfe soll hier von Interesse sein. Der letzte Punkt der Arbeit soll am ausführlichsten beschrieben werden. Heinrichs Zuwendung zu Wissenschaft und Bildung gipfelte in seiner Bistumsgründung Bamberg, das unter ihm zu einem Zentrum der Wissenschaften aufsteigen sollte. Eine Untersuchung der Bibliotheken, der Domschule und der Skriptorien wird zeigen, ob Bamberg diesen Erwartungen gerecht werden konnte. Bevor wir uns mit der Förderung der Wissenschaft unter Heinrich II. befassen, ist es nötig, zuerst einmal die Arbeit seiner Vorgänger und die Rahmenbedingungen für Wissenschaft im Mittelalter zu erörtern.
Die Schulbildung an Dom- und Klosterschulen verfügt über eine lange Tradition, die bis in die christliche Spätantike zurückreicht, in der schon Augustin bischöfliche Schulen
zur Ausbildung des Diözesanklerus forderte. In der Merowingerzeit fand aber wohl kaum mehr als Elementarunterricht statt. Dies änderte sich mit den Reformen von Chrodegang von Metz in der Mitte der 40er Jahre des 8. Jahrhunderts. Er reformierte die Liturgie für den Kathedralklerus und die ersten Ausbildungsordnungen wurden sichtbar.

Miniatur aus dem Sakramentar Heinrichs II. Als Sohn des bayerischen Herzogs Heinrich II. Frau Gisela von Burgund war er Urenkel Heinrichs I. Anders als sein Vorgänger Otto III. Heinrich auf das Reichsgebiet nördlich der Alpen. Sein Hauptaugenmerk galt den Kriegen gegen den polnischen Herrscher Bolesław I.

Die drei Italienzüge dienten primär dem Erwerb der Kaiserwürde sowie der Etablierung seiner Herrschaft in diesem Teil des Imperiums. Die Chronik des Thietmar von Merseburg, der 1009 von Heinrich zum Bischof von Merseburg ernannt wurde, gilt als eine der wichtigsten Quellen zu Heinrich II. Heinrich der Zänker im fränkischen Gewand, Miniatur aus dem Regelbuch von Niedermünster. Söhne zu Königen erhoben, sondern nur noch der älteste Sohn Otto I. Heinrich der Zänker aus der Haft entlassen.

Seine Bemühungen um die Königskrone scheiterten, die Herrschaft im Herzogtum Bayern jedoch konnte er 985 erneut erlangen. Sein Sohn wurde in einer Urkunde Ottos III. Nach dem Tod des Vaters Ende August 995 fiel Heinrich das Herzogtum Bayern zu. Im Jahr 1000 oder kurz vorher heiratete Heinrich Kunigunde aus der Herrscherfamilie der Grafen von Luxemburg. Durch seine Verbindung mit diesem Adelshaus stärkte Heinrich seine Stellung im rheinisch-lothringischen Raum.

Die Heilige Lanze war für Heinrich II. Sie befindet sich heute in der Schatzkammer Wien. Trotz seiner Herkunft war Heinrichs Anwartschaft auf den Thron nach dem Tod Ottos III. Der jung verstorbene König hatte keine Anweisungen für den Fall seines Todes hinterlassen, und Regelungen zur Thronfolge einer Seitenlinie des Herrscherhauses gab es nicht. Um seine Ansprüche zu untermauern, empfing Heinrich den Tross des über die Alpen geführten Leichnams Ottos III. Polling bei Weilheim in Oberbayern und ließ dessen Eingeweide im Kloster St.