Die Christlich-Arabische Literatur bis zur Fränkischen Zeit (Ende des 11; Jahrhunderts) PDF

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Voraussetzung für die Erlangung der Ritterwürde. Adel war hier auch die Christlich-Arabische Literatur bis zur Fränkischen Zeit (Ende des 11; Jahrhunderts) PDF Titel Ritter möglich.


Författare: Georg Graf.

Das Ideal der Ritterlichkeit und die Ritterorden haben bis heute kulturelle und soziale Bedeutung. Der Begriff Ritter bezeichnet je nach Zeithorizont unterschiedliche Aspekte: einen Berufsstand vor allem im Hochmittelalter, einen sozialen Habitus oder einen neu akzeptierten Adelsrang seit dem Spätmittelalter. Die meisten Reiterkrieger des Hochmittelalters galten ursprünglich nicht als Adelige, sondern gehörten bis in das 13. Jahrhundert hinein rechtlich der zwischen Unfreiheit und Freiheit angesiedelten Ministerialität an. Ab dem Spätmittelalter bezog sich der Begriff als Titel vornehmlich auf eine besondere Würde, die einzelne Adelige, aber auch Nichtadelige erwerben konnten. Jahrhundert erwarben diese Ritterwürde gar nicht. Kriegsknechte zu Rittern geschlagen oder mit dem Schwert umgürtet.

Diese Auszeichnungen waren aber meist symbolischer Natur, vergleichbar mit heutigen Ordensverleihungen, denn den so ausgezeichneten Knechten fehlten meist die nötigen finanziellen Mittel, um die Ritterwürde dauerhaft anzunehmen. So durften Ritter beispielsweise mit drei Pferden auf dem Turnierplatz erscheinen, Knechten wurden nur zwei zugestanden. Vor großen Schlachten versuchten viele Feudalherren die Kampfmoral ihrer Truppen zu stärken, indem man Edelknechten in größerer Anzahl die Ritterwürde verlieh. Fränkische Panzerreiter mit Drachenstandarte, abgebildet im Goldenen Psalter von St.

Gepanzerte und mit Lanzen und Langschwertern bewaffnete Reiter waren bereits bei den Parthern und Sarmaten so erfolgreich, dass im römischen Reich der Spätantike ebenfalls solche Kataphrakte eingesetzt wurden. Die Ursprünge des mittelalterlichen Rittertums gehen bis in das 8. Häufig werden die Entwicklungen mit dem Auftreten neuer Feinde in Verbindung gebracht. Im Frankenreich der Karolinger wurde der Panzerreiter mehr und mehr zum Träger der Stoßkraft in kriegerischen Aufgeboten, obgleich Fußvolk und leichte Reiterei weiterhin die Masse der Militärmacht stellten.

Jahrhundert die Wikinger Westeuropa heimsuchten, kam vorrangig den Panzerreitern die Aufgabe zu, die Eindringlinge abzuwehren. Die Wikinger kamen mit Booten auf den Flüssen ins Landesinnere, errichteten Heerlager und starteten von den Lagern aus Reiterangriffe. Auch bei der anschließenden Reconquista, der Rückeroberung der spanischen Halbinsel durch die Christen, kam der leichten iberischen Form von Panzerreitern, den Jineten, eine wichtige, wenn nicht sogar entscheidende Rolle zu. Kämpfer aus den eigenen Reihen entsenden und seinen Kriegsdienst finanzieren. Noch höher war naturgemäß der Aufwand für den Panzerreiter.

Panzer wurden benötigt, vielfach auch noch Knechte als Begleitpersonal. Ministerialen, dazu zählten im Mittelalter z. Herren gerne als Ritter verwendet wurden, indem sie durch ausreichende Lehen materiell ausgestattet wurden. Daraus resultierte ein regelrechter sozialer Schub, der für viele dieser Familien oberhalb der bäuerlichen Unfreiheit vor allem im 14. Volksheer der Völkerwanderungszeit blieb nur noch in Resten erhalten und der mittelalterliche Adel bildete sich heraus.

Das Aussehen des Ritters und die Beschaffenheit seiner Waffen änderten sich vom frühen bis zum späten Mittelalter enorm. Die Reiter der Antike und Völkerwanderungszeit benutzten noch den Speer. Erst die Einführung des Steigbügels im frühen Mittelalter ermöglichte grundsätzlich den Einsatz einer eingelegten Lanze und damit die Übertragung der vollen kinetischen Energie des Reiterangriffs. Darstellung eines Ritters mit Schwert, Mitte 13. Das Schwert war neben der Lanze die am weitesten verbreitete Waffe des Ritters. Es entwickelte sich aus der völkerwanderungszeitlichen Spatha über karolingische Schwerter zum klassischen Ritterschwert des Hochmittelalters. Vor dem Aufkommen des Topfhelms im frühen Mittelalter waren nacheinander vor allem Spangenhelme, karolingische Kammhelme, Bandhelme und schließlich Nasalhelme verbreitet.