Die Amphibien und Reptilien der Südwest-Türkei PDF

Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel. Es handelt sich um eine große, aber dennoch recht schlank wirkende Eidechse mit einem spitzen Kopf und einem, insbesondere bei den Männchen, recht langen Schwanz. Dessen Maße können das 1,6- bis 2,3-fache der Kopf-Rumpf-Länge erreichen, welche bis zu 13 Zentimetern beträgt. Der Rücken und die Amphibien und Reptilien der Südwest-Türkei PDF Teile des Körpers sind bei beiden Geschlechtern hell- bis dunkelgrün.


Författare: Michael Franzen.
Die Amphibien- und Reptilienfauna der Türkei zeichnet sich durch hohe Artenzahlen und eine enorme Vielfalt aus. In Kleinasien treffen sich Vertreter aus dem balkanischen Raum, dem Kaukasus, Mittelasien und den Wüsten Arabiens. Eine besondere Schnittstelle liegt im Südwesten des Landes. In der Region zwischen İzmir und Alanya sowie dem Mittelmeer und den Steppen Inneranatoliens, leben auf relativ kleinem Raum insgesamt 65 verschiedene Arten von Amphibien und Reptilien.Im vorliegenden Buch werden die Arten dieser touristisch gut entwickelten Region vorgestellt. Nach einführenden Kapiteln mit Informationen zu Klima, Vegetation, Zoogeografie, Problemen des Naturschutzes sowie Lebensräumen und Artengemeinschaften, werden alle Arten des Gebietes detailliert anhand jeweils mehrerer Fotos, Punktverbreitungskarten sowie ausführlicher Texte beschrieben. Neben einer Zusammenfassung zur Biologie der Arten stehen auch Erkennung und Bestimmung im Vordergrund.

Die obige Beschreibung gilt ebenso für die Schwesterart Westliche Smaragdeidechse. Morphologisch bestehen zwischen den beiden Arten nur geringe Differenzen bei der Beschuppung und den Körperproportionen. Die beiden Arten sind, abgesehen von genetischen Merkmalen, hauptsächlich durch ihre unterschiedliche Verbreitung differenziert. Geländehänge mit einem ausreichenden Feuchtegrad und einer Mischung aus offenen Strukturen und mosaikartiger Vegetation.

Hinweis: Phänologische Daten beziehen sich auf Mitteleuropa. Nach der etwa sechsmonatigen Überwinterung in frostsicheren Erdhöhlen erscheinen im März oder April zuerst die Männchen, dann die Weibchen und zuletzt im Mai die Jungtiere an der Oberfläche. Zunächst steht für die wechselwarmen Tiere das Aufwärmen im Sonnenlicht im Vordergrund. Nach einer Häutung beginnen im Mai die Paarungsaktivitäten.

Nach ungefähr drei bis sechs Wochen legen die Weibchen 6 bis 23 Eier mit zunächst etwa einem Zentimeter Breite. Die Eiablage erfolgt nachts in wahrscheinlich selbst gegrabenen Erdhöhlen, die etwa 30 Zentimeter lang sind und circa zehn Zentimeter unter der Oberfläche liegen. Durch Wasseraufnahme vergrößert sich ihr anfängliches Volumen um etwa ein Drittel. Die Schlüpflinge haben Körperlängen von bereits acht bis zehn Zentimetern. Mit knapp zwei Jahren tritt die Geschlechtsreife ein und die bis dahin rasch größer gewordenen Eidechsen verlangsamen ihr weiteres Wachstum.

Deutschland, Italien und Kroatien sind die einzigen Länder, in denen die beiden Smaragdeidechsenarten Lacerta viridis und Lacerta bilineata vorkommen. Neben der östlichen und westlichen Smaragdeidechse existieren noch zwei weitere Basis-Stammlinien. Die Adriatische Linie sowie die Kleinasiatische. Die Östliche Smaragdeidechse lässt sich wiederum in drei separate Taxa untergliedern. Die Ausbildung zweier biologischer Arten von Smaragdeidechsen wurde durch biogeographische Faktoren initiiert. Alpen auf, der eine Einschränkung des Genaustausches bedingt. Nördlich der Alpen konnte sich nacheiszeitlich kein zusammenhängendes Verbreitungsgebiet ausbilden und erhalten.

Smaragdeidechse in Österreich, nahe Aschach a. Ungünstige Klimaverhältnisse und -änderungen können insbesondere am nördlichen Rand des Verbreitungsgebietes, also gerade auch in Deutschland, zu Bestandsverlusten führen. Das betrifft verstärkt territorial isolierte und durch weitere Faktoren bereits geschwächte, individuenarme Populationen. Die inselartigen Brandenburger Bestände der Östlichen Smaragdeidechse werden beispielsweise auf weniger als 300 Exemplare beziffert.

Silke Rykena: Kreuzungsexperimente zur Prüfung der Artgrenzen im Genus Lacerta sensu stricto. In: Mitteilungen aus dem Museum für Naturkunde in Berlin. Ulrich Joger, Daniela Guicking, Svetlana Kalyabina-Hauf, Peter Lenk, Zoltan T. Nagy, Michael Wink: Phylogeographie, Artbildung und postpleistozäne Einwanderung mitteleuropäischer Reptilien. Klemens Fritz, Peter Sowig: Westliche Smaragdeidechse, Lacerta bilineata DAUDIN, 1802. Ulmer, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8001-4385-6, S.