Der Partisan von heute. Eine Betrachtung nach Carl Schmitt PDF

Dies ist der Partisan von heute. Eine Betrachtung nach Carl Schmitt PDF als lesenswert ausgezeichneter Artikel. Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig.


Författare: Ulrike Leupold.

Studienarbeit aus dem Jahr 2014 im Fachbereich Politik – Grundlagen und Allgemeines, Note: 1,7, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Politikwissenschaft), Veranstaltung: Ewiger Friede und Partisanenkrieg: Ideengeschichte internationaler Ordnung, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Gestalt des Terroristen wurde schon oft mit der eines modernen Partisanen verglichen. Wie aber steht es um den Sezessionisten? Gleicht seine Figur nicht viel eher dem typischen Partisanen, wie Carl Schmitt ihn beschrieben hat? Zahlreiche Sezessionskonflikte haben immer wieder die internationale Ordnung erschüttert und vermögen auch heute noch Spannungen und Unsicherheit in der Staatengemeinschaft hervorzurufen.
Um die Frage zu beantworten, soll zunächst ein kurzer historischer Abriss des Partisanentums erfolgen. Anschließend widmen wir uns dem echten Partisanen, wie Carl Schmitt ihn in seiner ,Theorie des Partisanen‘ im Jahr 1963 beschrieben hat. Die Partisanenkämpfer der Viet Minh beziehungsweise des Viet Cong, die während des Vietnamkrieges ihre Heimat verteidigten, sollen dafür zur Veranschaulichung dienen. Das darauffolgende Kapitel beginnt mit einer Abhandlung zum Konfliktverlauf der Sezession in Mali vom Jahr 2012 bis 2014. Anschließend werden sowohl die Sezessionisten als auch die Terroristen des Fallbeispiels mit dem echten Partisanen nach Carl Schmitt verglichen, um die Frage beantworten zu können.

Sein im Katholizismus verwurzeltes Denken kreiste um Fragen der Macht, der Gewalt und der Rechtsverwirklichung. Carl Schmitt, Sohn eines Krankenkassenverwalters, entstammte einer katholisch-kleinbürgerlichen Familie im Sauerland. Er war das zweite von fünf Kindern. Der Junge wohnte im katholischen Konvikt in Attendorn und besuchte dort das staatliche Gymnasium. Sein Studium begann Schmitt zum Sommersemester 1907 in Berlin.

1924 wurde die Ehe vom Landgericht Bonn annulliert. Bereits früh zeigte sich bei Schmitt eine künstlerische Ader. Schmitt habilitierte sich 1914 mit der Arbeit Der Wert des Staates und die Bedeutung des Einzelnen für Staats- und Verwaltungsrecht, Völkerrecht und Staatstheorie. Auch unter Nichtjuristen wurde Schmitt durch seine sprachmächtigen und schillernden Formulierungen schnell bekannt. Sein Stil war neu und galt in weit über das wissenschaftliche Milieu hinausgehenden Kreisen als spektakulär.