Der Gesellschaftsvertrag bei Thomas Hobbes und seine Wirkungen auf die britischen Philosophen John Locke und David Hume PDF

Zur Navigation springen Zur Suche springen Gerechtigkeitstheorien dienen der systematischen Bestimmung, was Gerechtigkeit ist und der Begründung, wie Der Gesellschaftsvertrag bei Thomas Hobbes und seine Wirkungen auf die britischen Philosophen John Locke und David Hume PDF in einer gesellschaftlichen Ordnung wirksam werden soll. Die Frage nach der Natur der Gerechtigkeit ist seit der griechischen Antike Gegenstand philosophischer Erörterungen.


Författare: Stefan Plenk.

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Politik – Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1,3, Ludwig-Maximilians-Universität München, Veranstaltung: Typen des Sozialvertrags, 19 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit in den politischen Theorien versucht die drei Philosophen Thomas Hobbes, John Locke und David Hume mit ihren verschiedenen Gesellschaftsvertragsmodellen zu vergleichen und zu interpretieren. Dabei werden jeweils die Urzustände, die Vertragsschließungen und die späteren Staatszustände kritisch miteinander verglichen.
Resümiert wird auch, wie sich die Theoretiker untereinander beeinflusst haben könnten und inwiefern man die Vertragsmodelle gegeneinander aufstellen und interpretieren kann.
Für Philosophiestudenten und Studenten der politischen Theorien, insbesondere der Gesellschaftsvertragstheorien.

Frühe Erklärungen griffen dabei auf metaphysische Begründungen zurück. So wurde Gerechtigkeit als eine in der Natur vorhandene Ordnung oder als göttlichen Ursprungs verstanden. In der römischen Gesellschaft bildeten sich allmählich die kodifizierten Rechtsvorschriften stärker aus. Gerechtigkeit wurde zwar immer noch mit einer persönlichen Haltung verbunden, war aber zum Beispiel bei Cicero schon stärker an der gesellschaftlichen Ordnung orientiert. So beginnt die Rechtssammlung des Kaisers Justinian I.

Die Vorschriften des Rechts sind diese: ehrenhaft leben, den anderen nicht verletzen, jedem das Seine gewähren. Mit der Neuzeit kam es schrittweise zu der Lösung von der Vorstellung einer gottgegebenen Ordnung. Gerechtigkeit wurde bei Thomas Hobbes als notwendiges Prinzip aus der Natur der Menschen begründet. Die Erkenntnis, dass Gerechtigkeit nicht aus einem höheren Prinzip abzuleiten ist, führte zu einer Kritik an den bürgerlich-liberalen Gerechtigkeitsauffassungen, die von Karl Marx über Friedrich Nietzsche, Walter Benjamin bis hin zu Jacques Derrida reicht. Ein neuer Ansatz in der Diskussion entstand mit der Theorie der Gerechtigkeit von John Rawls, die allgemeine Prinzipien für die gerechte Gestaltung der Gesellschaft in der Fortentwicklung kantischer Vorstellungen bietet. Eine klassische Unterscheidung von Gerechtigkeitstheorien ist die, ob ihre Begründung auf Naturrecht oder Vernunftrecht beruht. Die Naturrechtslehren besagen, dass Gerechtigkeit als Maßstab durch etwas bedingt ist, was unabhängig vom Menschen, aber auch unabhängig von Raum und Zeit Gültigkeit hat.