Denken bewegt PDF

Sepers, von 1987 bis zu seinem Rücktritt am 1. Denken bewegt PDF 2004 Apostel der Neuapostolischen Kirche in den Niederlanden. Wie geht es Ihnen persönlich, wie fühlen Sie sich nach den Ereignissen der letzten Wochen und Monate, die zu Ihrem Rücktritt vom Apostelamt führten? Tag, wenn man zu einer, zu dieser Entscheidung kommt.


Författare: Ralf Savelsberg.

Ich bin überzeugt von dem, was ich entschieden habe. Ich fühle mich gut und sicher und habe Frieden im Herzen. Natürlich gibt es auch Schmerzen, dass es nun so gelaufen ist und weil es doch auch Sachen gab, über die ich nicht sprechen kann. Das ist selbstverständlich, weil man in dieser Kirche aufgewachsen ist und meine Familie und auch die Familie meiner Frau seit Generationen ihren Platz hier eingenommen haben. Ich und meine Frau spüren aber auch Frieden und Freiheit in unseren Herzen. Was hat sich seit dem 1. Das kann ich nicht auf einen Moment zusammenfassen, weil das doch ein tiefer Prozess war schon seit einigen Jahren, der in den letzten Monaten immer stärker geworden ist.

Wir haben das Gefühl, dass wir versucht haben, für die Geschwister etwas zu bedeuten. Aber ich habe auch meine persönlichen Erfahrungen gemacht und habe mich weiter entfaltet und entwickelt, und dafür bekomme ich jetzt mehr Raum. Sie sind nun ohne Amtsauftrag in der Neuapostolischen Kirche. Fühlen Sie sich weiterhin als ein Apostel, als ein Botschafter Jesu? Ich bin nicht mehr ein Apostel der NAK.

Aber ich war an erster Stelle ein Apostel Jesu. Ich bin nicht so arrogant zu sagen, dass ich noch ein Apostel sein will und bleibe. Ich fühle mich als ein Jünger von Jesus! Aber weiterhin möchte ich eigentlich nicht etwas Neues gründen oder in Bewegung bringen. Dezember 2004 fand in Hilversum ein Ämtergottesdienst statt, in dem Sie durch den schweizerischen Bezirksapostel Studer verabschiedet wurden. Können Sie den Ablauf des Gottesdienstes noch einmal wiedergeben? Bezirksapostel Studer hat mit einem Gebet angefangen.

Apostelamt nicht unbedingt heilsnotwenig ist, aber doch wünschenswert und förderlich. Keiner hat mitgedient und dann wurde Heiliges Abendmahl gefeiert. Er sagte, dass auch meine Frau viele Opfer gebracht hat. Dann hat er mich auf den Altar gerufen und mir für alle Arbeit gedankt. Kirche gehen soll und hat sich von mir verabschiedet. Was haben Sie in jenem Moment, als Sie am Altar standen, empfunden?

Ich fand das eigentlich sehr gut. Ich fand das eine gute Sache. Die Kirche hat zum ersten Mal nach 50 Jahren einen Apostel, der eine andere Meinung hat, nicht einfach in die Wüste geschickt, sondern ihm doch in guter Weise und würdevoll für die Arbeit gedankt. Ich hatte ein gutes Gefühl in diesem Moment.

Ich fühlte mich sehr stark und überzeugt von meiner Meinung und war sehr froh, dass ich diese Entscheidung getroffen habe. Ich konnte in die Augen der Brüder schauen und schämte mich überhaupt nicht. Hier stehe ich, ich kann nicht anders! Wie haben die Amtsträger und die Geschwister in den Niederlanden auf Ihren Rücktritt reagiert? Viele haben gedankt für die Zeit.

Ich hatte das auch am 1. Dezember so gespürt, als die Ämter zusammen waren bei Bezirksapostel Studer im Gottesdienst. Das habe ich als sehr unterstützend erfahren. Brüder waren sehr gerührt und das hat mich sehr bewegt. Ich habe unendlich viel Post bekommen, viele unterstützende Briefe. Die Geschwister haben mit großem Respekt und Bewunderung geschrieben.

Wir sind sehr erstaunt, wir unterstützen dich, wir helfen dir und beten für dich. Eigentlich wussten wir, dass du so denkst! Aber wir haben nicht denselben Mut. Ich habe unsere Brüder und Schwestern sehr lieb.

Das war auch mit das Schwierigste bei meiner Entscheidung. Ich habe es in den letzten Jahren so erfahren, dass ich an der Basis am meisten unterstützt wurde. Es schmerzt, dass ich mich jetzt von den Geschwistern verabschieden musste. Die Entscheidung, das Apostelamt niederzulegen, entwickelte sich bei Ihnen persönlich über einen längeren Zeitraum. Für die Amtsträger und Geschwister in Ihrem Arbeitsbereich war dieser Ausgang aber nicht unbedingt abzusehen. Ihr Rücktritt wurde von vielen als ein plötzliches Ereignis empfunden.

Natürlich war das für viele Geschwister eine Überraschung, vielleicht auch ein Schock. Ich wollte kein gespaltenes Gewissen haben. Ich will selbst Verantwortung tragen, wofür ich lebe. Ich hatte dann im Sommer 2004 einen Brief von 20 Seiten geschrieben, darin all meine Gedanken und Untersuchungen niedergelegt und um einen Dialog gebeten. Kirchenleitung, für diese Männer, doch unendlich schwer gewesen wäre.