Das silberne Watt / Kalender PDF

Als Ostfriesische Küche bezeichnet man die Regionalküche der deutschen Kulturregion Ostfriesland. Typisch ist die Verwendung von viel Hülsenfrüchten und getrockneten Bohnen, das silberne Watt / Kalender PDF Speck und Pökelfleisch. Frisches Fleisch gab es nur in den Wintermonaten, wenn geschlachtet wurde. Fisch wurde dagegen, außer an den unmittelbar an die Küste grenzenden Bereichen, kaum gegessen.


Författare: Holger Peterson.
Fotografien zwischen Watt, Siel und Gezeit von Holger Peterson.
Erst von oben entfaltet das Watt seine ganze Schönheit. Der Segler, YACHT-Autor und Fotograf Holger Peterson portraitiert das silberne Leuchten bei Ebbe und Sonnenuntergang in einzigartigen Helikopteraufnahmen von aus der Luft.

Die Ostfriesische Küche ist meist bodenständig und zum Teil sehr deftig. Sie weist große Überschneidungen zu denen benachbarter Regionen auf, so beispielsweise der Oldenburger, der Jeverländer oder der Groninger. Wirtschaftliche und kulturelle Gemeinsamkeiten führten zu diesen Parallelen. Jahrhundertelang hatten die Gerichte und Getränke der ostfriesischen Küche außerhalb der Region einen schlechten Ruf. Inzwischen erfreuen sie sich größerer Beliebtheit, so dass sie auch in den Touristenorten in typischen Melkhuskes, Cafés und Restaurants auf der Karte stehen.

Was in Ostfriesland verzehrt wurde, ist bis weit in das Mittelalter fast ausschließlich über die Archäologie, die Archäobotanik oder die Archäozoologie nachzuweisen. Die ersten Menschen, die sich im heutigen Ostfriesland zumindest für längere Zeit aufgehalten haben, waren jungpaläolithische Jäger der Hamburger Kultur. Sie folgten den Rentierherden, welche durch eine weite Tundra geprägte die Region in den Sommermonaten aufsuchten. Daneben fingen und verzehrten sie Fische, Vögel und Niederwild. In einer weiteren kurzen Warmphase kurz vor dem Ende der Letzten Kaltzeit, dem Alleröd-Interstadial jagten Menschen, die den Federmesser-Gruppen zugeordnet werden, in der Tundren- und Buschlandschaft Wisent, Rothirsch, Elch, Reh, Wildschwein, Biber und Bär. Zu Beginn des Atlantikum ging die Doggerbank allmählich als Lebensraum für Fischer und Jäger verloren. Die Menschen wichen in benachbarte Regionen aus, unter anderem nach Ostfriesland.

Dort siedelten sie sich an den Küsten und an Flussläufen an, in denen sie ihre Hauptnahrungsquellen Fisch und Meeresfrüchte fingen. Ackerbau, Viehhaltungzucht und Sesshaftigkeit setzten sich in Mitteleuropa von Süd nach Nord seit dem 6. Die Jäger- und Sammler des Nordens und damit auch Ostfrieslands standen mit den südlicheren Kulturgruppen in Verbindung, ohne zunächst deren Lebensweise anzunehmen. Während der älteren und mittleren Bronzezeit unterschied sich die Lebensweise in Ostfriesland im Ergebnis archäologischer Spuren kaum von der des Neolithikums. Die Ernährung der Menschen basierte weiterhin auf Feldbau und Viehhaltung. Dazu sammelten sie in der unmittelbaren Umgebung ihrer Wohnplätze je nach Jahreszeit Eier, Muscheln, Honig sowie Wildfrüchte und betrieben Fischfang. Auch über die Art und Weise der Feldbestellung in der jüngeren Bronzezeit und der älteren vorrömischen Eisenzeit ist wenig bekannt.