Das Neue Universum, 1890, Vol. 21 PDF

Gebiet der Forschung, das die Interaktionen zwischen Wissenschaft und Religion das Neue Universum, 1890, Vol. 21 PDF. Als akademisches Forschungsgebiet ist Naturwissenschaft und Religion in den 1960er Jahren in Amerika und Europa aufgekommen.


Författare: Unknown Author.

1966 das grundlegende Werk Issues in Science and Religion veröffentlichte. Das themenübergreifende universitäre Fach untersucht die Beziehungen der beiden Ansichten. Zudem werden neue Konzepte und Modelle erarbeitet, die das Verhältnis der beiden Sichtweisen zu relativieren versuchen. Ein Beispiel hierfür ist die neurowissenschaftliche Erforschung der Meditation, einer weit verbreiteten spirituellen Praxis im Hinduismus und Buddhismus.

Neben der universitären Forschung beschäftigen sich auch religiöse Institutionen mit der Frage des Verhältnisses zwischen Wissenschaften und Religion, sowie Autoren von Esoterika und New Age-Literatur. Um die verschiedenartigen Verhältnisse zwischen Wissenschaft und Religion besser einordnen zu können, erarbeiteten verschiedene Forscher Interaktionsmodelle, so die vier Beziehungsmodelle Konflikt, Kontrast, Kontakt, Konfirmation von John Haught, die acht Modelle von Ted Peters, die in vier Konfliktmodelle und vier Kooperationsmodelle geteilt werden. Auch Ian Barbour spricht von vier Modellen. Ein Konfliktmodell entsteht aus einer Haltung, die entweder Naturwissenschaft oder Religion ausklammern oder vereinnahmen will. Solche Modelle führen oft zu heftigen Konflikten. Der transzendenten Wirklichkeit der Religion wird dabei häufig jede Existenzberechtigung abgesprochen.

Naturwissenschaftlicher Imperialismus: Im Zusammenhang mit religiösen und spirituellen Erscheinungen und Erfahrungen, wie z. Gotteserfahrungen, werden mit Hilfe der Naturwissenschaft Hypothesen formuliert und überprüft. Kirchliche Autorität: Lange Zeit beanspruchte der Vatikan das Recht, das letzte Wort auch im Bereich des naturwissenschaftlichen Wissens zu haben. Jahrhundert entwickelte sich in den USA der religiös-fundamentalistische Kreationismus, der noch heute den naturwissenschaftlich begründeten Darwinismus kritisiert, wodurch ein breites Konfliktpotential entstand, besonders in Nordamerika und Australien. Das Koexistenzmodell oder Modell der „Zwei Sprachen“ betrachtet Naturwissenschaft und Religion als zwei unabhängige verschiedene Sichtweisen, die sich ergänzen, aber nicht direkt in Übereinstimmung gebracht werden können.

Hans Küng spricht vom Komplementaritätsmodell und fordert, dass alle illegitimen Übergänge vermieden werden und alle Verabsolutierungen abgelehnt werden. Theologen und Naturwissenschaftler sollten sich gegenseitig kritisch hinterfragen, um so Fehlinterpretationen zu revidieren. Arnold Benz weist darauf hin, dass sich Naturwissenschaft und Religion nicht nur sprachlich unterscheiden, sondern von zwei verschiedenen Bereichen der Wirklichkeitserfahrung ausgehen. In der Naturwissenschaft sind es objektive Messungen, in der Religion sind es Erfahrungen, an denen ein Mensch teilnimmt. Die beiden Wahrnehmungsebenen treffen sich zum Beispiel im Staunen und in der Ethik. Bei Dialogmodellen überschneiden sich Fragen der Naturwissenschaft und der Religion an mehreren Punkten. Fragestellungen werden demnach aus der Sicht der Naturwissenschaft und aus der Sicht der Religion untersucht und die Ergebnisse gegeneinander abgewogen.

So gibt es Modelle, die besagen, dass die Schöpfungsgeschichte des 1. Das Modell vom Urknall vermag die Entstehung des Universums wissenschaftlich zu beschreiben. Was jedoch die Ursache des Urknalls betrifft, existieren lediglich verschiedene Hypothesen. Anstelle eines zufällig entstandenen Kosmos bietet sich dem Gläubigen Gott als „geistiger Urgrund, Urhalt und Ursinn von Welt und Mensch“ an. Des Weiteren wird argumentiert, dass die geringste Abweichung der Feinabstimmung der Naturkonstanten zu einem lebensfeindlichen Kosmos geführt hätten, weshalb von Physikern die nicht beweisbare Hypothese des Multiversums entwickelt wurde.

Die Mehrheit der europäischen katholischen und protestantischen Theologen vertritt den Gedanken einer theistischen Evolution. Die Disziplin der Genetik löste vor allem in der Ethikfrage starke Diskussionen aus. Dabei verliefen die Fronten allerdings nicht nur zwischen Naturwissenschaftlern und Theologen, die Themen stießen auch auf starkes öffentliches Interesse. Und hierin kann es zu Konflikten zwischen beiden Sichtweisen kommen. Zur Debatte steht, wie diese Überschneidungen eingeordnet werden.

Lange Zeit wurde eine prinzipielle Unvereinbarkeit beider Zugangsweisen angenommen. In der Frühen Neuzeit beginnen sich die Naturwissenschaften von der theologischen Weltdeutung zu emanzipieren. Anfangs führten neu gewonnene Erkenntnisse noch nicht zu Konflikten. Diensten, konnte das heliozentrische Weltbild entwickeln, ohne dass kirchliche Konsequenzen drohten. Die Verurteilung von Giordano Bruno als Ketzer wird mitunter analog zum Fall Galilei als Konflikt zwischen Religion und Naturwissenschaft dargestellt. Das trifft nicht zu, da Bruno aufgrund seiner naturphilosophischen Gotteslehre verurteilt wurde.

Positivismus hat die Religion für viele Naturwissenschaftler ihre Existenzberechtigung verloren. Naturwissenschaft noch keine hinreichenden Erklärungen gefunden hat. Jahrhundert wurde Comtes These vom Neopositivismus aufgegriffen und weiterentwickelt. Karl Popper stellte mit seinem Falsifikationismus heraus, dass jede naturwissenschaftliche Erkenntnis prinzipiell falsifizierbar sein muss, um wissenschaftlichen Fortschritt zu ermöglichen, womit der naturwissenschaftlichen Weltdeutung Grenzen gesetzt werden. Umgekehrt hat die Naturwissenschaft, wo es um die Erklärung von Naturphänomenen oder die Erleichterung des menschlichen Lebens durch technische Hilfsmittel geht, der theologischen Weltdeutung in der Frühen Neuzeit immer wieder deutlich die Grenzen der Religion aufgezeigt. Hans Küng und andere zeitgenössische Denker folgern aus diesen aufgezeigten Grenzen von Religion und Naturwissenschaft, dass beide auch heute gleichberechtigt sind und sich komplementär zueinander verhalten.