Das Meer der toten Schiffe PDF

Das Marmarameer liegt zwischen Europa und Asien und hat eine europäische Nord- das Meer der toten Schiffe PDF eine asiatische Südküste. Es stellt somit einen Abschnitt der innereurasischen Grenze dar. Das Meer liegt auf der nordanatolischen Verwerfung und ist somit häufiger Schauplatz von Erdbeben und Tsunamis.


Författare: Alexander Urosevic.
Der Autor sticht in Hamburg auf einem Frachtschiff mit Destination Westafrika in See. Es wird eine Fahrt jenseits aller Traumschiffromantik, bei der alte Autos und versiegelte Container nach Afrika transportiert werden sollen. Auf dem Weg aus dem europäischen Winter in die Tropen beobachtet er das maritime Leben an Bord. Der Kapitän bestimmt den strengen Reiseablauf für die Mannschaft und eine Handvoll Passagiere. Die politisch unruhige Lage einiger Länder birgt unvorhergesehene Gefahren. Landgänge werden mitunter lebensgefährlich, Piraten erschweren die Fahrt auf See.
Was für eine Fracht wird da von Europa bis ins Meer der toten Schiffe, dem gigantischen Schiffsfriedhof vor Lagos, verschickt? Wer profitiert von der Fracht und wer vom Schiffsfriedhof?
Der Autor bietet in seinem Buch eine gleichermaßen spannende wie poetische Reportage dieser abenteuerlichen Reise. Er zeigt die Hintergründe einer gängigen Praxis, bei der schrottreife Fahrzeuge und geheimnisvolles Transportgut auf viele Formen der Abfallentsorgung unserer Industriewelt schließen lassen und kein gutes Bild auf den globalen Handel werfen …

Der reiche Fischgrund, in dem insbesondere Sardellen gefangen werden, leidet unter dem industriellen Kerngebiet am Nordufer des Meeres ebenso wie unter dem exzessiven Schiffsverkehr, den die zentrale Lage des Meeres hervorruft. Ebenso trug diese strategische Lage dazu bei, dass die Passage durch das Meer umkämpft war und ist, da das Meer gleichzeitig ein türkisches Binnenmeer ist, dessen Befahrung aber multilateralen Verträgen unterliegt. Das Meer ist von Gelibolu bis İzmit 282 km lang und 80 km breit. Das Marmarameer bedeckt eine Fläche von 11. Die Wassertiefe beträgt in der Nähe der Küste meist nur 50 Meter und liegt an den tiefsten Stellen bei etwa 1355 Meter. Im Osten bildet es den Golf von İzmit, im Südosten den Golf von Mudanya. Der Marmaragraben nimmt knapp die Hälfte der Meeresfläche ein und erreicht Tiefen von 1300 Meter.

In der südlichen Hälfte des Meeres befindet sich ein Schelf-Gebiet, das weniger als 100 Meter Wassertiefe erreicht. Auch dort gibt es mehrere Becken und Anhöhen, die jedoch größtenteils von Sedimenten aufgefüllt sind. Die Wasserzirkulation im Marmarameer folgt demselben Muster wie die in allen türkischen Meerengen: An der Oberfläche fließt salzarmes Oberflächenwasser aus dem Schwarzen Meer nach Süden, da das Schwarze Meer über der Ägäis liegt. Im Marmarameer lassen sich dementsprechend zwei Wasserschichten klar trennen, die von einer etwa acht bis zehn Meter breiten Übergangsschicht getrennt werden. An der Oberfläche bis in etwa 15 Meter Tiefe befindet sich Wasser aus dem Schwarzen Meer mit einer Salinität von etwa 18, wobei der Salzgehalt in Richtung Ägäis zunimmt. In tieferen Schichten des Ägäiswassers liegt die Salinität bei 38.

Besonders im Winter kommt es nahe den Mündungen aufgrund von Abkühlungs- und Sinkeffekten sowie Stürmen zu stärkeren Vermischungen, so dass der Salzgehalt nahe dem Bosporus in diesen Monaten auf 23 steigt. Die hauptsächliche Oberflächenströmung verläuft im Uhrzeigersinn, sie wird vom hereinfließenden Wasser durch den Bosporus angetrieben. Varianzen über das Jahr ergeben sich durch verstärkte Bosporusströmung in den von der Schneeschmelze beeinflussten Frühlingsmonaten und von Stürmen in den Wintermonaten. Entstanden sind diese Strömungsverhältnisse und die besagte Wasserschichtung vor etwa 7000 Jahren. Das Klima über dem Marmarameer widerspiegelt die mittlere Lage zwischen Mittelmeer und Schwarzem Meer. Obwohl generell ein Mittelmeerklima herrscht, ist die Trockenheit im Sommer im Vergleich abgemildert.

Monat in der Gegend der Dardanellen. Im Winter regnet es im Schnitt etwa 10 bis 15 Tage im Monat, dabei fallen um die 120 mm Niederschlag. Die durchschnittliche Windgeschwindigkeit beträgt vier Meter pro Sekunde. 16 Stunden Dauer kommen vor allem in den Wintermonaten in der Nähe des Bosporus vor.