Bücherverbrennung in Köln 1933 PDF

Bücherverbrennung auf dem Opernplatz in Berlin am 10. Die Bücherverbrennung in Köln 1933 PDF in Deutschland am 10.


Författare: Peter Lindhorst.

Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Geschichte Europa – Deutschland – Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, Note: 2, Universität zu Köln (Historisches Seminar), Veranstaltung: Köln im Nationalsozialismus, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Bücherverbrennung, die im Mai 1933 am Anfang des NS-Regimes stattfand, war ein Symbol für das NS-Regime, das keine abweichenden Gedankenspielarten neben sich duldete. Schon Heinrich Heine prophezeite in einer seiner Werke: "Wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch eines Tages Menschen." In dieser Arbeit soll die Bücherverbrennung, wie sie in einer deutschen Großstadt, nämlich Köln, nachgezeichnet werden. Zeigten sich in der eher als liberal bekannten Stadt Unterschiede zu anderen Orten, an denen die Bücherverbrennung stattfand? Warum fand die Bücherverbrennung in Köln eine Woche später statt als woanders? Welche Rolle spielte die noch junge Universität bei der Bücherverbrennung? Diese und andere Fragen werden in dieser Arbeit beantwortet.

Initiatoren Hans Karl Leistritz, der Leiter des Hauptamts, gehörte. Mai mit spektakulären öffentlichen Bücherverbrennungen enden. Wichtigstes Element des politischen Kampfes der Studenten war die Propagandaarbeit. April 1933, einen Tag nach dem Boykott jüdischer Geschäfte, wurde ein detaillierter Ablaufplan entworfen, am 6. Die Deutsche Studentenschaft plant anläßlich der schamlosen Greuelhetze des Judentums im Ausland eine vierwöchige Gesamtaktion gegen den jüdischen Zersetzungsgeist und für volksbewußtes Denken und Fühlen im deutschen Schrifttum. April mit dem öffentlichen Anschlag von 12 Thesen, Wider den undeutschen Geist’ und endet am 10. Die Führung der Deutschen Studentenschaft setzte mit dieser Initiative alles daran, zu beweisen, dass sie bereit und fähig war, die Studenten für den Nationalsozialismus zu mobilisieren.

Sie stand dabei in Konkurrenz zum Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund, der nach der Reichstagswahl im März 1933 das ausschließliche Recht zur politischen Erziehung der Studenten beansprucht hatte. April 1933 die Veröffentlichung der 12 Thesen wider den undeutschen Geist. Sprache und Schrifttum wurzeln im Volke. Das deutsche Volk trägt die Verantwortung dafür, daß seine Sprache und sein Schrifttum reiner und unverfälschter Ausdruck seines Volkstums sind. Es klafft heute ein Widerspruch zwischen Schrifttum und deutschem Volkstum. Reinheit von Sprache und Schrifttum liegt an Dir!

Dein Volk hat Dir die Sprache zur treuen Bewahrung übergeben. Unser gefährlichster Widersacher ist der Jude und der, der ihm hörig ist. Der Jude kann nur jüdisch denken. Schreibt er deutsch, dann lügt er.

Der Deutsche, der deutsch schreibt, aber undeutsch denkt, ist ein Verräter. Der Student, der undeutsch spricht und schreibt, ist außerdem gedankenlos und wird seiner Aufgabe untreu. Wir wollen die Lüge ausmerzen, wir wollen den Verrat brandmarken, wir wollen für den Studenten nicht Stätten der Gedankenlosigkeit, sondern der Zucht und der politischen Erziehung. Wir wollen den Juden als Fremdling achten und wir wollen das Volkstum ernst nehmen. Wir fordern deshalb von der Zensur: Jüdische Werke erscheinen in hebräischer Sprache.

Erscheinen sie in deutsch, sind sie als Übersetzung zu kennzeichnen. Schärfstes Einschreiten gegen den Mißbrauch der deutschen Schrift. Deutsche Schrift steht nur Deutschen zur Verfügung. Der undeutsche Geist wird aus öffentlichen Büchereien ausgemerzt.

Wir fordern vom deutschen Studenten Wille und Fähigkeit zur selbständigen Erkenntnis und Entscheidung. Wir fordern vom deutschen Studenten den Willen und die Fähigkeit zur Reinerhaltung der deutschen Sprache. Wir fordern vom deutschen Studenten den Willen und die Fähigkeit zur Überwindung des jüdischen Intellektualismus und der damit verbundenen liberalen Verfallserscheinungen im deutschen Geistesleben. Wir fordern die Auslese von Studenten und Professoren nach der Sicherheit des Denkens im deutschen Geiste. Wir fordern die deutsche Hochschule als Hort des deutschen Volkstums und als Kampfstätte aus der Kraft des deutschen Geistes. Paul Karl Schmidt, der in der Nachkriegszeit unter dem Pseudonym Paul Carell bekannt wurde.

Stellungnahmen national eingestellter Kulturschaffender und Intellektueller organisiert, durch den die Öffentlichkeit auf die Aktion eingestimmt werden sollte. Wir werden an allen Hochschulen einen Schandpfahl errichten. Einen klobigen Baumstamm, etwas über mannshoch, auf Hochschulgebiet. An den Schandpfahl werden wir die Erzeugnisse derer nageln, die nicht unseres Geistes sind. Und wir werden diesen Schandpfahl für alle Zeiten stehen lassen. Heute für die Schriftsteller, morgen für die Professoren.

Die Studentenschaft der Universität Rostock berichtete, dass am 5. Studenten der Deutschen Hochschule für Leibesübungen vor dem Institut für Sexualwissenschaft in Berlin vor der Plünderung am 6. Büchern zu säubern, danach wurden die Universitäts- und Institutsbibliotheken durchforstet. Auch Buchhandel und Bibliotheken unterstützten tatkräftig die studentische Aktion. Hiermit versichere ich, dass ich die in der mir zugeschickten, Schwarzen Liste‘ veröffentlichten Bücher aus meiner Leihbücherei entfernen und nicht mehr ausleihen werde.