Ansgar und Rimbert PDF

Ansgar und Rimbert PDF Hammaburg ist eine in der frühen Karolingerzeit errichtete Niederungsburg, von der sich der Name Hamburgs ableitet. Traditionell wird die Errichtung in den Kontext der karolingischen Politik im nordöstlichen Grenzraum eingeordnet und auf das frühe 9. Die Burg erhob sich vermutlich auf einem flach auslaufenden Geestrücken inmitten der weiten ebenen Marschen zwischen Alster und Bille, südlich der heutigen Petrikirche.


Författare: Hilde Rieper.
In der Vita Ansgarii hat der Hamburg-Bremer Erzbischof Rimbert das Leben seines Vorgängers Ansgar (gest. 865), dessen Namen in Skandinavien und Norddeutschland viele Gotteshäuser, Gemeinden und diakonische Einrichtungen tragen, zur Darstellung gebracht.
Ansgar – der Begründer der Nordischen Mission im Rahmen der fränkischen Reichskirche – ist ein Heiliger der noch ungeteilten Kirche und darum über konfessionelle Grenzen hinweg Symbolfigur der Einheit. Das hat nicht zuletzt auch im Blick auf das 1994 errichtete gegenwärtige katholische Erzbistum in Hamburg ökumenische Bedeutung.
Der Text der Vita Ansgarii in der Übersetzung von H. Trillmich wird mit Wort und Bild einer breiten Leserschaft erschlossen. Die Ansgar-Lebensbeschreibung von Rimbert zählt zu den besten literarischen Zeugnissen der Karolingerzeit. Höhepunkte sind die ausführlich beschriebenen Missionsreisen nach Schweden. Diese Heiligenbiographie bietet nicht nur ein Gerippe von Tatsachen, sondern umschließt diese mit dem Fleisch von Glaubenserfahrungen und versucht so, Unsagbares sagbar zu machen.
Auch die Gegenwart hat und braucht Glaubensvorbilder. Hilde Rieper bringt mit dieser Veröffentlichung Glaubenszeugen aus dem 9. Jahrhundert nah, die zu kennen, dem eigenen Glauben zugute kommt.

Nach neuesten Erkenntnissen war die Hammaburg wohl ursprünglich ein Handelsplatz, wie die bei Grabungen gefundene lokale sächsische Gefäßkeramik aus der Zeit zwischen 700 und 800 vermuten lässt. Erst mit der Verlagerung des Handels von der Ost- zur Nordsee, im 12. Jahrhundert, blühte sie als Namensgeberin der Stadt Hamburg wieder auf. Ein Bericht über den Angriff der normannischen Wikinger auf die Hammaburg ist aus der Feder des Erzbischofs Rimbert von Bremen überliefert. In seinem Werk Vita Sancti Ansgarii schildert er das Leben und Wirken seines Amtsvorgängers, des später heiliggesprochenen Missionars und Bischofs Ansgar. Nach heutigen Erkenntnissen erstreckte sich der Wall der hölzernen Burg unter dem später errichteten Heidenwall. Rund um den Domplatz und die Domstraße befand sich stattdessen die Domburg.

Durch die mehrfache Aufschüttung und Bebauung liegt der heutige Domplatz mindestens vier Meter oberhalb der Burg. Der 2009 eingerichtete Park mit nachgebildeten Wällen der Domburg und Pfeilern des Domes. Um die Hammaburg zu finden, wurden mehrere langjährige Ausgrabungen unternommen. Die Bombenangriffe des Zweiten Weltkrieges hatten große Teile der Bauten auf dem Gelände zerstört. Dem U-Bahnbau und Straßenverbreiterungen fielen weitere Bauten, darunter auch der bis 1955 noch erhaltene Westflügel und Arkadengang des Johanneums, zum Opfer, die nicht wieder bebaut wurden. Die ersten Ausgrabungen erfolgten von 1947 bis 1957. Im Jahr 1948 fand ein Ausgrabungsteam unter Reinhard Schindler unterhalb der Domstraße einen Wall mit Erdverfärbungen, die auf Palisaden hindeuteten.

Schindler glaubte, die Hammaburg gefunden zu haben. Bei Grabungen unter der Leitung von Gwendolin Gregor von 1980 bis 1987 fand man unterhalb der ersten eine zweite Wallanlage. Diese stammt aber aus dem 8. Jahrhundert und ist damit zu alt, um die Hammaburg zu sein, die laut der Vita Sancti Ansgarii um 817 errichtet wurde. Das Areal wurde von Archäologen des Archäologischen Museums Hamburg unter der Leitung von Karsten Kablitz erneut untersucht. Die Arbeiten auf dem Hamburger Domplatz begannen am 4.

Juli 2005 und waren auf 18 Monate angelegt. Hierbei wollte Kablitz’ Team auch beweisen, dass der Platz der Hammaburg bereits weit vorher besiedelt wurde. Nach dem Ende der Grabungen auf dem Domplatz ist man sich nun in der Forschung einig, dort die Überreste der Hammaburg gefunden zu haben. Dezember 2013 fand diesbezüglich ein wissenschaftliches, interdisziplinäres Kolloquium statt. Die Funde wurden im Rahmen einer Ausstellung vom 31. Veröffentlichungen des Helms-Museums, Archäologisches Museum Hamburg, Stadtmuseum Harburg.