Anmerkung zur generellen Abschaffung der politischen Parteien PDF

Obgleich eine politische Lösung bislang gescheitert ist, ist heute nach Jahren der Trennung dennoch eine Phase guter wirtschaftlicher und sozialer Kontakte entstanden. Unmittelbar nach der Übernahme Zyperns durch das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland 1878 gab anmerkung zur generellen Abschaffung der politischen Parteien PDF das erste Begehren von Zyperngriechen an den neuen Machthaber, die Insel wieder zu räumen.


Författare: Simone Weil.
"Dass Parteien existieren, ist kein Grund, sie zu bewahren"
Simone Weils Plädoyer für eine generelle Abschaffung der Parteien reicht in seiner Unbedingtheit weit über den Kontext seiner Entstehung hinaus und ist für das Wahljahr in Deutschland 2009 von besonderer Aktualität.

London investierte nur wenig in die Insel, und die Bevölkerung litt Hunger und Not. Die beiden ethnischen Gruppen wurden durch separate Schulen, Verwaltungen und sonstige Institutionen voneinander getrennt und ihre Unterschiede betont. Die Zyperntürken waren der Enosis-Bewegung aufgrund der wachsenden Feindseligkeiten skeptisch gegenüber eingestellt. Sie befürchteten, nach einem Anschluss der Insel an Griechenland unterdrückt oder verfolgt zu werden. Sie befürworteten eine Fortdauer des Kolonialstatus oder den erneuten Anschluss der Insel an die Türkei. Dieser Konflikt hatte anfänglich keine Auswirkungen auf das Zusammenleben der beiden Volksgruppen.

Diese sozialen Spannungen entluden sich in einem Aufstand der Zyperngriechen gegen die britischen Kolonialherren, in dessen Verlauf 1931 das Haus des Gouverneurs in Flammen aufging. In der Folge wurden mehr als 2. 000 Zyperngriechen verhaftet, alle politischen Parteien verboten und die Pressezensur eingeführt. Propaganda für die Enosis wurde verboten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs der Ruf nach der Enosis, doch Großbritannien wollte die strategisch und geopolitisch wichtige Insel nicht aufgeben.

1954 begann Griechenland, sich auf Seiten der Zyperngriechen zu engagieren, und 1956 behauptete die Türkei, Zypern sei eine Fortsetzung des türkischen Festlandes. Damit nahm der Streit zwischen den Inselbewohnern internationale Ausmaße an. Diese wollte die Enosis mit Waffengewalt erkämpfen. Die Briten bekamen trotz Hausdurchsuchungen, Ausgangssperren und Massenfestnahmen die Lage nicht unter Kontrolle. Daraufhin wurden die Zürcher und Londoner Abkommen geschlossen, die aus mehreren Verträgen, Abkommen und Deklarationen bestanden und festlegten, dass Zypern ein unabhängiger Staat werden sollte. August 1960 waren schließlich die im Abkommen vorgesehenen Vorbereitungen abgeschlossen und Zypern wurde unabhängig.