An Luthers Geburtstag brannten die Synagogen PDF

Dies ist ein als exzellent ausgezeichneter Artikel. Kristallnacht ist eine Weiterleitung auf diesen Artikel. Dabei wurden in der Pogromnacht etwa 400 Juden ermordet, weitere 400 kamen in den Folgetagen ums An Luthers Geburtstag brannten die Synagogen PDF. 400 Synagogen, Betstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört.


Författare: Sibylle Biermann-Rau.
Warum konnte die Zerstörung jüdischen Lebens im Nationalsozialismus überhaupt geschehen inmitten eines Volkes, das sich zum Christentum bekennt?
Dieser bleibend brennenden Frage für einen größeren Leserkreis verständlich nachzugehen, ist das Anliegen der Autorin Sibylle Biermann-Rau. Besonderes Augenmerk legt sie auf die judenfeindliche Tradition, die bei den Protestanten auch durch Luther genährt worden ist und im Dritten Reich Solidarität mit den Juden verhinderte – bis auf wenige Ausnahmen wie zum Beispiel der Pädagogin Elisabeth Schmitz (1893–1977).
Deutlich wird der lange Weg in der evangelischen Kirche nach 1945, um Judenfeindschaft zu überwinden. Mitten in der Luther-Dekade stellt dieses Buch schließlich die Anfrage an die Kirche, einen weiteren Schritt zu tun und sich insbesondere von Luthers Judenfeindschaft öffentlich und ausdrücklich zu distanzieren.
Aus dem Inhalt:
– Die Berufung auf Luthers Äußerungen in der Nazizeit
– Die unterschiedliche Reaktionen aus der evangelischen Kirche auf die Judenverfolgung von 1933 bis 1945
– Die Neuorientierung im Verhältnis zwischen Juden und Christen (nach 1945) bis heute
– Konsequenzen für die Gemeindepraxis

Die Pogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die knapp drei Jahre später in den Holocaust mündete. Die orthodoxe Synagoge Ohel Jakob in der Münchner Herzog-Rudolf-Straße nach dem Brandanschlag am 9. Die Novemberpogrome 1938 steigerten den staatlichen Antisemitismus zur Existenzbedrohung für die Juden im ganzen Deutschen Reich. Ermordung eines deutschen Diplomaten durch einen Juden.

Berliner SA-Männer beim Anbringen von Plakaten, die zum Boykott jüdischer Geschäfte aufrufen, am 1. Gewalttaten gegen Juden in Deutschland gab es auch vor der nationalsozialistischen Machtübernahme. Während der Hyperinflation 1923 griffen Antisemiten im Berliner Scheunenviertel Juden an. Danach flaute die Judenverfolgung zunächst ab. Jüdische Unternehmen wurden zeitweise ausdrücklich nicht benachteiligt, um sensible Wirtschaftszweige nicht zu schädigen.