Aenne Burda PDF

Aenne Burda war die Tochter des Lokomotiv-Heizers Franz Lemminger und seiner Frau Anna Maria Armbruster. Ihren späteren Rufnamen Aenne gab sie sich selbst nach ihrem Lieblingslied Ännchen von Tharau. Den Grundstein zu Aenne Burdas eigenem Verlag legte ihr Mann in doppelter Hinsicht: der defizitäre Verlag Elfi-Moden von Elfriede Breuer, einer seiner zahlreichen Geliebten, wurde von ihm finanziert. Anstatt die Scheidung einzureichen, zwang Aenne Aenne Burda PDF ihren Mann zum Rückzug aus diesem Projekt und erreichte seine finanzielle Unterstützung ihrer eigenen Verlagsgründung.


Författare: Ute Dahmen.
Sie ist eine "Ikone des 20. Jahrhunderts" , "Königin der Kleider" und "die deutsche Wirtschaftswunderfrau" : Aenne Burda. Mit ihrem glanzvollen Aufstieg von der Eisenbahnertochter zur Verlegerin der größten Modezeitschrift der Welt bewies sie, dass "Wunder machbar" sind. Am 28. Juli 2009 würde die Begründerin von "Burda Moden" 100 Jahre alt. Aus diesem Anlass erscheint im Petrarca Verlag eine Biografie der Verlegerin: "Aenne Burda – Wunder sind machbar". "Aenne Burdas Leben (1909 – 2005) ist ein Stück deutscher Geschichte", sagt Autorin Ute Dahmen. Geboren im Kaiserreich, erlebt sie den Ersten Weltkrieg, die Weimarer Republik und das Dritte Reich in bescheidenen Verhältnissen in einer süddeutschen Kleinstadt. Ihrer Heirat mit dem aufstrebenden Drucker und Verleger Dr. Franz Burda und der Geburt von drei Söhnen folgt 1949 im Alter von 40 Jahren die Gründung eines eigenen Modeverlags. Aenne Burda lebt die Wirtschaftswunderzeit. Sie ist beruflich erfolgreich und an der Seite ihres Mannes zehn Jahre lang Gastgeberin des größten Ballereignisses in Deutschland. Prominente aus Film, Fernsehen, Wirtschaft und Politik zählen zu ihren engsten Freunden. Mit eisernem Willen, unbändiger Energie und viel Arbeit schafft Aenne Burda aus einem kleinen Schnittmusterblatt ein Modeimperium. Ihre Zeitschrift "Burda Moden" verkauft sich in 120 Ländern der Welt. 1987 dann der Höhepunkt ihrer Karriere: Als erste westliche Publikation erscheint "Burda Moden" in der Sowjetunion. Ein Bild von Aenne Burda und der First Lady der UdSSR, Raissa Gorbatschowa, geht um die Welt. Ausgleich und Entspannung findet die Verlegerin im Süden – auf Ischia und 30 Jahre lang im sizilianischen Taormina. Hier verwirklicht sie ab Mitte der 50-er Jahre das, wovon Millionen Frauen träumen: Sie hat ein Haus am Meer und einen gut aussehenden Liebhaber. Für ihre Familie war Aenne Burda die Stammmutter, für Millionen Frauen auf der ganzen Welt ein Vorbild, das schön und charmant, klug und selbstbewusst, fleißig und willensstark für seine Ideale gekämpft hat. Wir können auch heute von Aenne Burda lernen.

Die bahnbrechende Geschäftsidee des Magazins waren die seit 1952 beiliegenden Schnittmuster-Bögen, die es den Lesern erlauben, in Heimarbeit die Modelle aus dem Magazin nachzuschneidern. Nach der Übernahme von Beyer Mode am 1. Oktober 1961 war Burda Moden mit einer Auflage von 1,2 Millionen die weltgrößte Modezeitschrift. 1965 verkaufte Burda Moden über eine Mio. Das Burda Modemagazin erschien 2005 in 89 Ländern, übersetzt in 16 Sprachen. Mit diesem Konzept eroberte sie bald die ausländischen Märkte und sie ließ weitere Zeitschriftentitel folgen: Anna von 1974 bis 2007, zuerst als Burda Spaß an Handarbeiten erschienen, Carina seit 1977 und Verena von 1986 bis 1997.

1987 wurde die Zeitschrift Burda Moden als erste westliche Zeitschrift in russischer Sprache in der Sowjetunion verkauft. Nach 45 Jahren Geschäftsführung wies ihr Verlag 1994 einen Umsatz von 172 Millionen DM aus. Erst im Alter von 85 Jahren zog sie sich aus der Verlagsleitung zurück und übergab ihren drei Söhnen zu gleichen Anteilen ihren Verlag. Frieder und Franz Burda verkauften ihre Anteile an Hubert, der bereits bei Burda-Moden die Leitung übernommen hatte. Burda widmete sich danach vermehrt ihrer privaten Leidenschaft, der Malerei mit Ölfarben. Auch dies war ein Kontrapunkt zu ihren Söhnen, die nicht selbst malen, sondern Gemälde sammeln.